WTA-Tour

HEAD-Chef zweifelt Dopingeffekt von Meldonium an

SID
Montag, 21.03.2016 | 13:41 Uhr
Johan Eliasch – HEAD
© (c) Facebook
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Der Ausrüster-Boss von Maria Sharapova vermisst wissenschaftliche Belege für die leistungssteigernde Wirkung des Medikaments.

Im Zuge des Dopinggeständnisses von Maria Sharapova distanzierten sich viele Sportler und Sponsoren schnell von der Russin. Nicht so ihr Schlägerausrüster HEAD: Der Sportartikelhersteller sicherte seiner Markenbotschafterin Unterstützung zu und stellte eine Vertragsverlängerung in Aussicht. „HEAD ist stolz darauf, hinter Maria zu stehen, jetzt und künftig, und wir beabsichtigen, ihren Vertrag zu verlängern“, erklärte HEAD-Geschäftsführer Johan Eliasch wenige Tage nach der aufsehenerregenden Pressekonferenz Sharapovas in Los Angeles. Jetzt springt Eliasch seiner Klientin erneut zur Seite. In einer offiziellen Stellungnahme richtete er sich an die Weltantidopingorganisation WADA.

Der HEAD-Chef versteht nicht, warum Meldonium seit dem 1. Januar 2016 auf der Dopingliste auftaucht. Es fehle an wissenschaftlichen Beweisen, beanstandet der in Stockholm geborene Geschäftsmann: „Meldonium wurde von der WADA ohne Bezug auf klinische Studien verboten.“ In dem Zusammenhang verweist Eliasch auf mehrere Meldoniumfälle bei den Europaspielen in Baku 2015. In Folge dessen habe die WADA, die Substanz auf die Verbotsliste gesetzt, obwohl die leistungssteigernde Wirkung des Medikaments nur unzureichend erwiesen sei. Zudem verweist Eliasch auf den gesundheitlichen Nutzen des Mittels, was auch deren lettischer Erfinder bestätigt. Demnach habe Meldonium keine Dopingwirkung.

Unter diesen ungeklärten Umständen, sei der Fehler nicht allein bei Maria Sharapova zu suchen. „Da es keine konkreten Beweisen für den Dopingeffekt gibt, kann es sein, dass die WADA einen großen Fehler gemacht hat mit dem Verbot von Meldonium“, bemerkte der HEAD-Geschäftsführer. Zudem kritisierte Eliasch eine vermeintliche Hexenjagd auf Russland, da deren Sportler häufig mit der Droge in Verbindung gebracht werden: „Sport und Politik sollten nicht vermischt werden, ginge es hierbei um 'Russen-Bashing'.“

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