Trübe Aussichten für Thanasi Kokkinakis

Von Jens Huiber
Samstag, 19.03.2016 | 00:00 Uhr
MELBOURNE, AUSTRALIA - JANUARY 19: Thanasi Kokkinakis of Australia enjoys a short black coffe at Lavazza on Grand Slam Oval during day two of the 2016 Australian Open at Melbourne Park on January 19, 2016 in Melbourne, Australia. (Photo by Vince C...
© Vince Caligiuri

Einer der jungen Australier wird Olympia 2016 versäumen.

Von jemandem, der auf dem fünften Kontinent mit den Grundfesten des Tennissports vertraut gemacht wird, sollte man annehmen, dass das Spiel auf schnelleren Belägen die bevorzugte Art der Berufsausübung ist. Für Nick Kyrgios trifft dies zu, auch Bernard Tomic schätzt das hurtige Geläuf. Thanasi Kokkinakis auf der anderen Seite freut sich auf keinen Abschnitt der Tennissaison mehr als auf die europäischen Wochen auf Asche, wie er dem Portal "perthnow.com" erklärte. Umso bitterer für den 19-Jährigen, dass er in diesem Jahr womöglich ganz auf die Sandplatz-Saison verzichten muss.

Nach seiner Schulteroperation im Dezember vergangenen Jahres macht Kokkinakis Fortschritte bei der Genesung - aber bei weitem nicht so große, wie sie die aktuelle Nummer 119 der Welt gerne vermelden möchte. "Es wird langsam besser", sagte Kokkinakis. "Ich habe noch nicht wieder mit dem Aufschlag begonnen. Die Vorhand schlage ich mit wahrscheinlich 50 Prozent, die Rückhand mit 90 Prozent." Für einen Auftritt in Paris sind die Aussichten also trübe. "Ich möchte die French Open wirklich gerne spielen. Aber wenn es nicht geht, dann eben nicht. Ich kann ja hoffentlich für die nächsten zehn Jahre dort antreten."

Das Glück der Tennisprofis

Schmerzlicher da schon die Gewissheit, dass die Olympischen Spiele 2016 definitiv ohne Thanasi Kokkinakis stattfinden werden. "Das Enttäuschendste für mich ist, dass ich keine Chance haben werde, mich für Olympia zu qualifizieren. Darauf hatte ich mich wirklich gefreut." Als Teenager wohnt dem Australier indes noch der Optimismus der Jugend inne, mithin also die Fähigkeit, auch in schweren Tagen einen Lichtstreif im Dunkel der Reha-Bemühungen zu erkennen. Schließlich hält der Tennissport im Vergleich zu anderen Disziplinen auch in nicht-olympischen Jahren Höhepunkte für seine Artisten parat. "Es könnte schlimmer sein", schloss Kokkinakis. "Ich könnte ja ein 100-Meter-Läufer sein."

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