Andy Murray opfert „Masters“-Titelverteidigung für Olympia

SID
Mittwoch, 23.03.2016 | 16:05 Uhr
INDIAN WELLS, CA - MARCH 14: Andy Murray of Great Britain in action against Federico Delbonis of Argentina during day eight of the BNP Paribas Open at Indian Wells Tennis Garden on March 14, 2016 in Indian Wells, California. (Photo by Julian Finney...
© Julian Finney

Der Brite plant seinen Turniersieg beim Rogers Cup nicht zu verteidigen, um bei den Olympischen Spielen in Topform anzutreten.

Im Tennis-Sommer 2016 jagt ein Höhepunkt den nächsten. Nach Wimbledon geht es Schlag auf Schlag: Zunächst steht im Juli die nächste Runde im Davis Cup an, danach folgen die ATP-Masters-1000-Turniere in Kanada und Cincinnati, welche in diesem Jahr von den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro geteilt werden. Viele Topspieler müssen sich entscheiden, worauf sie ihr Hauptaugenmerk legen. Für Andy Murray scheint Olympia neben den Grand-Slam-Turnieren oberste Priorität zu haben. Gegenüber der schottischen Tageszeitung "The Herald" äußerte sich der junge Vater zu seiner Turnierplanung in der heißen Saisonphase: "Die Olympischen Spiele gibt es nur alle vier Jahre. Sie bedeuten mir unglaublich viel. Deshalb will ich meine Vorbereitung darauf nicht vermasseln", sagte der amtierende Olympiasieger von London - 2012 gewann Murray Einzelgold im Finale gegen Roger Federer .

Die britische Nummer eins sorgt sich vor allem um die Periode nach dem Davis-Cup-Viertelfinale in Serbien, wo möglicherweise auf Sand gespielt wird. Das folgende "Masters" in Kanada findet nur zwei Wochen vor den Olympischen Spielen statt. Ungünstig für Murrays Olympia-Ambitionen: "Ich muss nach dem Davis Cup clever planen. Wenn das bedeutet, dass ich eine Woche eher nach Rio reisen muss, um mich an die Bedingungen und Plätze zu gewöhnen, werde ich das machen." Die Titelverteidigung beim Rogers Cup hat dabei anscheinend weniger Wert. "Möglicherweise spiele ich in Cincinnati und nicht in Kanada", ergänzte Murray. Verwunderlich: Nur wenige Wochen vorher sprach der 28-Jährige davon, die Teilnahme in Cincinnati - wo er ein Halbfinale aus 2015 zu verteidigen hat - für den Start in Toronto zu opfern. Die Olympia-Titelverteidigung ( wo es diesmal keine Weltranglistenpunkte zu gewinnen gibt ) ist der aktuellen Nummer zwei der Welt wohl mehr Wert als 1000 ATP-Punkte bei einem "Masters".

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