Tennis

Nick Kyrgios muss 3000 Dollar blechen – gesperrt wird er dennoch nicht

SID
Nick Kyrgios - Australian Open
© (c) Getty Images

Wegen eines Wutausbruchs im Match gegen Pablo Carreno Busta muss Nick Kyrgios zahlen. Seine Bewährung läuft dennoch weiter.

Nick Kyrgios spielt zuletzt unter strenger Beobachtung. Nach seinem "Kokkinakis-banged-your-girlfriend"-Skandal gegenüber Stan Wawrinka beim Turnier in Montreal wurde der Australier im vergangenen August von der ATP dazu verdonnert, sich ein halbes Jahr zu benehmen. Konkret: Sollte sich Kyrgios bis zum 24. Februar erneut Ausraster leisten und Geldstrafen von über 5000 US-Dollar ansammeln, so müsste er 25000 US-Dollar zahlen und mit einer 28-tägigen Sperre rechnen.

Bei Grand-Slam-Turnieren hat Kyrgios "noch" Narrenfreiheit

1500 US-Dollar hatte Kyrgios bereits in Shanghai im Oktober letzten Jahres hinlegen müssen. Warum seine Beschimpfung im Erstrunden-Match bei den Australian Open gegenüber Pablo Carreno Busta nun ohne Auswirkung bleibt, abgesehen von 3000 US-Dollar Strafgeld? Der Hintergrund hierfür ist, dass die Sechs-Monats-Frist nur auf ATP-Ebene gilt. Die vier Grand-Slam-Turniere hingegen unterliegen der ITF - und hier ist Kyrgios noch ohne größere Skandale unterwegs. Bislang zumindest.

Venus Williams schwänzt Pressekonferenz

Dass wiederholtes Fehlverhalten jedoch auch auf ITF-Ebene für steigende Strafgelder sorgt, bekam nun Venus Williams zu spüren. Sie hatte bereits im vergangenen Jahr nach ihrer Erstrunden-Niederlage bei den French Open gegen Sloane Stephens die obligatorische Pressekonferenz ausgelassen, was mit 3000 Euro Strafe belangt wurde. Nach ihrer Auftaktniederlage bei den Australian Open am Dienstag gegen Johanna Konta schwänzte die US-Amerikanerin erneut das Pressegespräch. Nun setzt es 5000 Dollar. Immerhin ist Williams damit noch nicht in Reichweite zweier anderer: Andre Agassi musste bei den French Open im Jahr 2000 schon mal 10000 Euro dafür zahlen, dass er das Mediengespräch ohne ausreichende Begründung sausen ließ; Kollege Marat Safin war sogar gleich zweimal mit eben diesem Höchstsatz dran ­- in den Jahren 2001 und 2006.

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