Tennis

Helga Masthoff

SID
© spobox.tv

Die gebürtige Essenerin war die dominierende deutsche Spielerin in den 60ern und 70ern.

Vom 1. bis 20. Dezember präsentiert tennisnet.com eine Bestenliste und kürt die zehn erfolgreichsten deutschen Spieler und Spielerinnen seit Beginn der Profiära im Jahre 1968. Bei der Auswahl wurden nur die Ergebnisse im Einzel berücksichtigt. Getreu dem Motto „Ladies first“ haben die Damen immer den Vorrang. Die Herren ziehen dann am nächsten Tag nach.

Die erfolgreichsten deutschen Spielerinnen – Platz 4: Helga Masthoff

Platz 4 der erfolgreichsten deutschen Spielerinnen belegt Helga Masthoff, die unter ihrem Geburtsnamen Niessen ihre großen Erfolge feierte. Masthoff war die alles dominierende deutsche Spielerin in den 60ern und 70ern. Auf nationaler Ebene räumte Masthoff unfassbare 121 Titel (Einzel, Doppel, Mixed) ab, da damals mehrmals im Jahr nationale Wettkämpfe stattfanden. Nach Begin der Open Era im Jahr 1968 machte Masthoff auch bei den internationalen Turnieren eine gute Figur. 1970 erreichte sie das Finale der French Open, das sie gegen Margaret Court Smith verlor. Außerdem stand sie zweimal im Halbfinale der US Open und einmal im Halbfinale der Australian Open. Bei den US Open 1973 verpasste sie den Finaleinzug nach einer 4:1-Führung im dritten Satz gegen Evonne Goolagong. In Wimbledon stieß sie dreimal ins Viertelfinale vor.

Ihre größten internationalen Erfolge feierte Masthoff in Hamburg. Sie gewann zwischen 1972 und 1974 dreimal die German Open am Rothenbaum. Im Finale 1974 besiegte sie die damals 17-jährige Martina Navratilova. Masthoff vertrat das deutsche Team bei den Olympischen Spielen 1968 in Mexiko City und räumte drei Medaillen ab: Gold im Einzel und Doppel sowie Silber im Mixed. Allerdings gehörte Tennis damals nicht zum olympischen Programm und war nur eine Demonstrationssportart. Auch im Fed Cup war Masthoff das deutsche Aushängeschild. Sie spielte insgesamt 56 Matches für Deutschland und verließ inklusive Doppel 38. Mal als Siegerin den Platz. Keine deutsche Spielerin hat mehr Fed-Cup-Spiele gewonnen. Der Fed-Cup-Titel blieb Masthoff jedoch verwehrt. 1966 und 1970 reichte es mit dem deutschen Team bis zum Finale. Masthoff setzte ihre Erfolge nach ihrem Karriereende auch bei den Seniorinnen fort. Sechs Jahre lang führte sie die Weltrangliste an.

Steckbrief:

Helga Masthoff

Geburtstag: 11. November 1941 in Essen

Spielhand: Rechts, einhändige Rückhand

Grand Slam: Finale French Open, Halbfinale Australian Open und US Open, Viertelfinale Wimbledon

Fed-Cup-Bilanz Einzel: 23:10

Hier blickt Helga Masthoff auf ihre Karriere zurück: Teil 1, Teil 2

(Text: cab; Foto: Video/spobox.tv)

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