Tennis

ATP-Turnier in Stuttgart ab 2015 auf Rasen

SID
© Jürgen Hasenkopf

Der MercedesCup am Stuttgarter Weissenhof wird zukünftig auf Rasen ausgetragen.

Es ist offiziell! Deutschland bekommt neben den Gerry Weber Open in Halle/Westfalen ein weiteres Rasenplatzturnier. Die ATP gab nach dem Treffen des Vorstandes in Miami bekannt, dass der MercedesCup am Stuttgarter Weissenhof ab 2015 auf Rasen ausgetragen wird. Das Turnier wechselt damit nicht nur seinen Belag von Sand auf Rasen, sondern auch seinen Termin. Der MercedesCup in Stuttgart wird ab 2015 nicht mehr in der Woche nach Wimbledon stattfinden, sondern direkt im Anschluss an die French Open in Paris.

Überzeugende Bewerbung

„Die ATP freut sich, bestätigen zu können, dass der Antrag des MercedesCup in Stuttgart zur Durchführung eines Rasenturniers ab 2015 in der Woche nach den French Open vom ‚Board of Directors‘ angenommen wurde. Der MercedesCup hat eine sehr überzeugende Bewerbung abgegeben, und wir haben daher vollstes Vertrauen, dass die Veranstalter ein ATP-Rasenturnier auf hohem Niveau als Vorbereitung für Wimbledon ausrichten werden“, sagte ATP-Präsident Brad Drewett.

Beim Stuttgarter Turnierdirektor Edwin Weindorfer wurde die Nachricht mit Begeisterung aufgenommen. „Dass wir in unserer Bewerbung alle maßgeblichen Punkte berücksichtigt haben, wurde nun von der ATP mit dem Zuschlag entsprechend honoriert. Die Umstellung auf Rasen wird eine neue Epoche beim MercedesCup einleiten. Entscheidend war auch, dass das Stuttgarter Turnier mit allen Partnern und Sponsoren einen Schulterschluss gebildet hat. Durch die volle Unterstützung von Mercedes-Benz, des TC Weissenhof und von Wimbledon wurde dieses Projekt noch zusätzlich gestärkt. Wir freuen uns auf die Rasenzukunft, werden aber natürlich auch die beiden letzten Sandplatzturniere in diesem und im kommenden Jahr professionell und mit vollem Einsatz veranstalten.“

Zusammenarbeit mit Wimbledon

Stuttgart wird beim Bau der Rasenplätze eng mit Wimbledon zusammenarbeiten, wie auch Richard Lewis, Vorsitzender das All England Clubs, bestätigte. „Die dreiwöchige Spanne erzeugt eine längere Rasenplatzsaison zwischen den French Open und Wimbledon. Es gibt den Spielern mehr Zeit, um sich von den Anforderungen in Roland Garros zu erholen und sich dann auf die Championships in Wimbledon vorzubereiten. Wir sind erfreut, den MercedesCup als ersten sehr wichtigen Schritt bei der Ausweitung des Spiels auf Rasen begrüßen zu dürfen. Es ist ein hoch respektiertes Turnier mit einer tollen Geschichte und mit dem wir eine großartige Beziehung haben. Wir freuen uns darauf, eng mit Stuttgart zusammenzuarbeiten, da wir die Möglichkeiten für Rasenplatztennis der Spitzenklasse entwickeln.“

Der MercedesCup wird damit das sechste ATP-Turnier sein, das auf Rasen ausgetragen wird. Außerdem wird in Halle/Westfalen, ’s-Hertogenbosch (Niederlande), Newport (USA) und in Queen’s und Eastbourne (Großbritannien) auf Rasen gespielt. Für eine Umstellung von Sand auf Rasen hatte sich auch das ATP-Turnier in Gstaad (Schweiz) beworben. Nach Angaben von ATP-Präsident Drewett ist die Bewerbung aus Gstaad trotz der Zusage für Stuttgart aber noch nicht aus dem Rennen. „Als Teil unseres Prozesses, den ATP-World-Tour-Kalender für 2015 zu setzen, fahren wir damit fort, weitere Optionen für die dreiwöchige Zeitspanne zwischen Roland Garros und Wimbledon zu überprüfen“, erklärte Drewett.

Haas will bei Rasenpremiere dabei sein

Bei Tommy Haas, dem derzeit besten deutschen Herrenspieler, kommt der Belagwechsel gut an. „Es ist fantastisch, dass Deutschland ab 2015 mit Stuttgart und Halle zwei Rasenturniere ausrichten wird. Das wird den weltbesten Tennisspielern ideale Möglichkeiten bieten, um sich optimal auf Wimbledon vorzubereiten. Es ist definitiv ein Ziel von mir, in zwei Jahren beim MercedesCup auf Rasen zu spielen.“

Auch der Deutsche Tennis Bund (DTB) hatte sich mit dem Sandplatzturnier am Hamburger Rothenbaum für eine Umstellung von Sand auf Rasen beworben. Aber nachdem keine Einigung mit Turnierdirektor Michael Stich, der in Hamburg lieber auf Sand spielen möchte, erzielt werden konnte, zog der DTB seine Bewerbung zurück. (Text: Presseaussendung ATP / cab; Foto: Jürgen Hasenkopf)

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