Stanley Cup Finals: San Jose Sharks - Pittsburgh Penguins, Game 6

Kühnhackl und Pens feiern Stanley Cup

Von SPOX
Montag, 13.06.2016 | 08:10 Uhr
Die Pittsburgh Penguins feiern den vierten Titel der Franchise-Geschichte
© getty
Advertisement
NFL
RedZone -
Week 6
NFL
Patriots @ Jets
NFL
Dolphins @ Falcons (DELAYED)
MLB
Cubs @ Dodgers (Spiel 2)
NFL
Giants @ Broncos
MLB
Astros @ Yankees (Spiel 3)
NFL
Colts @ Titans
NBA
Celtics @ Cavaliers
NBA
Rockets @ Warriors
NBA
Timberwolves @ Spurs
NHL
Lightning @ Blue Jackets
NBA
Knicks @ Thunder
NFL
Chiefs @ Raiders
NBA
Cavaliers @ Bucks
NBA
Warriors @ Grizzlies
NFL
RedZone -
Week 7
NBA
Hawks @ Nets
NHL
Canucks @ Red Wings
NFL
Falcons @ Patriots
NBA
Warriors @ Mavericks
NFL
Redskins @ Eagles
NHL
Oilers @ Penguins
NBA
Knicks @ Celtics
NBA
Pacers @ Thunder
NBA
Celtics @ Bucks
NFL
Dolphins @ Ravens
NHL
Stars @ Oilers
NBA
Thunder @ Timberwolves
NBA
Cavaliers @ Pelicans

Die Pittsburgh Penguins haben zum vierten Mal in der Franchise-Geschichte den Stanley Cup gewonnen. Das Team um Superstar Sidney Crosby setzte sich im sechsten Spiel der Serie mit 3:1 bei den San Jose Sharks durch. Tom Kühnhackl konnte durch den Erfolg in große Fußstapfen treten und den Titel als dritter Deutscher gewinnen.

San Jose Sharks - Pittsburgh Penguins 1:3 - Serie: 2-4 BOXSCORE

Ein lauter Schrei erfüllte das SAP Center im kalifornischen San Jose. Mit voller Inbrunst ließ Penguins-Superstar Sidney Crosby seinen Glückgefühlen freien Lauf, das breite Grinsen wirkte wie eine Erlösung.

Und die war es auch, denn in seinen Händen hielt der 28-Jährige den Stanley Cup. Ein Gefühl, welches Crosby zum letzten Mal vor sieben Jahre erleben durfte. Dazwischen lag eine lange Leidenszeit, mehrere Male war in den Playoffs deutlicher früher als erwartet Schluss und selbst der Start in die laufende Saison dürfte für wenig Hoffnung auf ein Happy End gesorgt haben.

Das Ende dürfte Crosby zumindest etwas entschädigt haben. Mitten im Herzen der Heimstätte der Sharks hatten die Pens in Spiel sechs von Anfang an keine Zweifel daran gelassen, dass es kein siebtes geben sollte. Die Gäste aus Pittsburgh erspielten sich nicht nur eine klare 9:4-Schussüberlegenheit in den ersten 20 Minuten, sondern kamen auch durch Brian Dumoulin, der ein Powerplay der Pens eiskalt ausnutzen konnte, zur absolut verdienten Führung.

Martin Jones (24 Saves), der in der Serie seinem Team ein ums andere Mal den Hintern gerettet hatte und auch in Spiel sechs einige starke Paraden zeigte, war machtlos. Zwar konnte San Joses Logan Couture nach 6:27 Minuten des zweiten Abschnitts mit seinem Treffer zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich für Hoffnung auf dem Eis sowie auf den Rängen sorgen, auch die Spielweise der Sharks, die langsam aber sicher wach zu werden schienen, änderte sich, die Pens hatten allerdings die passende Antwort.

Eine Antwort auf alles

Nur 1:19 Minuten nach dem Tor Coutures war Kris Letang zur Stelle, verwertete eine Vorlage Crosbys und versetzte so den Hoffnungen der Hausherren einen schweren Dämpfer. Mit dem psychologischen Vorteil im Rücken und einem unheimlichen Willen gingen die Gäste in das Schlussdrittel. San Jose hingegen wirkte mit dem endgültigen Knockout vor Augen verunsichert. Lediglich zwei Schussversuche, einer davon in den ersten 19 Minuten, der Sharks segelten im letzten Drittel auf den Kasten von Gäste-Goalie Matt Murray, der selbst aufgrund der Offensivbemühungen der Hausherren etwas verwundert schien.

Insgesamt musste Murray in der gesamten Partie nur 19 Schüsse abwehren, was ihm abgesehen vom Treffer Coutures auch bestens gelang. Mit 18 Saves und deutlich weniger Schweißperlen als gedacht, beendete der 22-Jährige sein letztes Spiel der Saison. Der Schlusspunkt der Partie gehörte Patric Hornqvist, der nach Vorarbeit vom starken Crosby mit einem Empty-Netter mit etwas mehr als einer Minute auf der Uhr für die Vorentscheidung zu Gunsten der Pens, die 35 von 54 Faceoffs für sich entschieden, sorgte.

"In den Playoffs wussten wir, dass wir jedes Team schlagen können", erklärte Evgeni Malkin, der ebenfalls auftrumpfen konnte "Wir haben einfach versucht so zu spielen, wie wir es in der Postseason des Jahres 2009 getan haben." Für Pittsburgh war es der vierte Stanley-Cup-Erfolg der Franchise-Geschichte, der wie die Erfolge gegen Minnesota (1991), Chicago (1992) und Detroit (2009) in fremder Halle eingefahren wurde.

Endlich wieder am Ziel

"Ich habe gerade darüber nachgedacht, wie schwer es doch war, an diesen Punkt zu kommen", erklärte Crosby nach der Schlusssirene. "Ich werde deshalb jede einzelne Sekunde davon genießen." Es sei wirklich nicht einfach für ihn gewesen, fuhr der Mann des Abends, der zudem als MVP der Postseason die Conn Smythe Trophy erhielt, fort.

"Den Stanley Cup vor sieben Jahren als junger Spieler gewonnen zu haben, hat sich dafür gesorgt, dass es irgendwie selbstverständlich für mich wirkte. Deshalb ist der Abend heute für mich auch etwas ganz Besonderes", so Crosby.

Ein besonderer Abend war es auch für den Tom Kühnhackl, der erst als dritter Deutscher den Stanley Cup gewinnen konnte. Der Landshuter folgte auf Uwe Krupp, der mit der Colorado Avalache im Jahr 1996 den Titel gewinnen konnte, sowie Dennis Seidenberg, dem es im Jahr 2011 mit den Boston Bruins gelungen war. Der Sohn der deutschen Legende Erich Kühnhack stand im entscheidenden Endspiel 7:37 Minuten auf dem Eis, blieb offensiv aber unauffällig. An Einsatz mangelte es Kühnhackl allerdings nicht.

Auf der Gegenseite hielt sich die Freude derweil verständlicherweise in Grenzen. "Es fühlt sich an wie ein Aufprall an einer Mauer", erklärte Sharks-Coach Peter DeBoer, der sich dennoch als fairer Verlierer präsentierte. "Aber so ist der Sport. Am Ende kann nur ein Team gewinnen."

Die NHL-Playoffs im Überblick

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung