Greiss sorgt für Furore

"Menschliche Mauer"

SID
Montag, 25.04.2016 | 13:29 Uhr
Thomas Greiss spielte in Deutschland für die Hannover Scorpions
© getty
Advertisement
MLB
Live
Blue Jays @ Cubs
MLB
Mariners @ Rays
MLB
Yankees @ Red Sox
MLB
Diamondbacks @ Twins
MLB
Blue Jays @ Cubs
MLB
Dodgers @ Tigers
MLB
Mariners @ Rays
MLB
Diamondbacks @ Twins
MLB
Twins @ White Sox
MLB
Athletics @ Orioles
MLB
Red Sox @ Indians
MLB
Diamondbacks @ Mets
MLB
Mariners @ Braves
NFL
Giants @ Browns
MLB
Marlins @ Phillies
MLB
Dodgers @ Pirates
MLB
Blue Jays @ Rays
MLB
Twins @ White Sox
MLB
Marlins @ Phillies
MLB
Cubs @ Reds
MLB
Marlins @ Phillies
MLB
Blue Jays @ Rays
MLB
Yankees @ Tigers
MLB
Red Sox @ Indians
MLB
Cubs at Reds
MLB
Mariners at Yankees
MLB
Cubs at Phillies
MLB
Twins @ Blue Jays
MLB
Padres at Marlins
MLB
Orioles @ Red Sox
MLB
Mariners @ Yankees
MLB
Twins @ Blue Jays
MLB
Orioles @ Red Sox
MLB
Padres at Marlins
NFL
Chargers @ Rams
NFL
Bears @ Titans
NFL
Bengals @ Redskins
MLB
Indians @ Yankees
MLB
Marlins @ Nationals
MLB
Indians @ Yankees
MLB
Marlins @ Nationals

Die New Yorker Presse feierte Thomas Greiss als "menschliche Mauer", auch Siegtorschütze und Topstar John Tavares verneigte sich vor seinem deutschen Torhüter. Dass die New York Islanders erstmals seit 23 Jahren das Play-off-Viertelfinale der NHL erreicht haben, ging zu einem großen Teil auf Greiss' bestechende Auftritte zurück.

"Thomas war herausragend, unglaublich. Gerade in den entscheidenden Momenten hat er uns im Spiel gehalten", sagte Tavares, nachdem er in der zweiten Verlängerung von Spiel sechs das 2:1 gegen die Florida Panthers erzielt hatte. Die hart umkämpfte Serie ging mit 4:2 Siegen an die New Yorker.

Das Marathonmatch im Barclays Center dauerte fast 91 Minuten, und auch Greiss war nach seinen 41 Paraden die Erschöpfung ins Gesicht geschrieben. "Es war unser bestes Spiel in dieser Serie und einer der schönsten Siege, die ich je erlebt habe", sagte der 30-Jährige erleichtert.

Schon in Spiel fünf, das ebenfalls erst in der zweiten Verlängerung endete, hatte Greiss das Team aus dem Sunshine State um die 44 Jahre alte Legende Jaromir Jagr mit fast 50 Paraden entnervt und sogar einen Penalty abgewehrt. Die New York Post schwärmte daraufhin von der "menschlichen Mauer", die New York Times beschrieb seine Leistung als "episch".

In der Form seines Lebens

Dabei galt Greiss vor der Serie und dem Duell mit Doppel-Olympiasieger Roberto Luongo im Tor der Panthers als möglicher Schwachpunkt. Greiss hatte bis dahin lediglich 40 Minuten Play-off-Erfahrung aufzuweisen, die Rolle als Nummer eins war ihm erst durch die langwierige Verletzung des Slowaken Jaroslav Halak zugefallen.

Aber der gebürtige Füssener spielte schlicht weltklasse. In den sechs Begegnungen wehrte er überragende 94,4 Prozent aller Schüsse ab und kassierte gerade einmal 1,79 Gegentore pro Spiel.

Greiss befindet sich in der Form seines Lebens, der Wechsel zum viermaligen Stanley-Cup-Sieger vor der Saison erwies sich für ihn als Glücksfall. "Thomas Greiss ist nicht länger ein namenloser Ersatztorhüter", schrieb die New York Post noch über ihn.

"Erstmal genießen"

Sein Headcoach Jack Capuano dankte nach einer der zahlreichen starken Leistungen sogar "Gott" für den deutschen Schlussmann. "Er hat endlich die Chance bekommen, zu zeigen, wie gut er ist", sagte Greiss' dänischer Teamkollege Frans Nielsen.

Seit "Olie the Goalie" Olaf Kölzig, der 1998 mit den Washington Capitals im Stanley-Cup-Finale stand und einmal die Vezina-Trophy für den besten Torhüter der Saison erhielt, hat sich kein Deutscher derart ins Rampenlicht geschoben wie Greiss. Auch in Runde zwei gegen das nächste Team aus Florida, den Tampa Bay Lightning, werden seine Reflexe mit entscheiden. "Jetzt genießen wir erst mal, und dann denken wir an Tampa Bay", sagte Greiss. Verdient hat er sich das allemal.

Thomas Greiss im Steckbrief

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung