Freitag, 05.02.2016

NHL-Roundup

Draisaitl & Oilers schießen Sens ab

Leon Draisaitl und die Edmonton Oilers haben beim Gastspiel in Ottawa gegen die Senators ein Schützenfest gefeiert, während die Arizona Coyotes in einem Krimi gegen die Chicago Blackhawks das Nachsehen hatten. In Washington wurde ein Rückkehrer auf Seiten der Capitals zum Mann des Abends.

Leon Draisaitl steuerte einen Treffer und einen Assist zum Sieg der Edmonton Oilers bei
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Leon Draisaitl steuerte einen Treffer und einen Assist zum Sieg der Edmonton Oilers bei

Ottawa Senators (23-23-6, 52 Pts) - Edmonton Oilers (21-26-5, 47 Pts) 2:7 BOXSCORE

Die Fans im ausverkauften Canadian Tire Centre in Ottawa dürften ihren Augen nicht getraut haben - und das unabhängig davon, wem sie die Daumen gedrückt hatten. Die Gäste aus Edmonton, die sich über die gesamte Spieldauer ebenso eiskalt wie effektiv präsentierten, zerlegten die Hausherren trotz Schussunterlegenheit (28:38) nach allen Regeln der Kunst.

Bereits nach 4:29 Minuten des ersten Drittels eröffnete Oilers-Defenseman Mark Fayne das Offensivfeuerwerk der Truppe von Coach Todd McLellan, bei der Cam Talbot am Ende der Partie 26 Saves auf seinem Konto hatte. Jordan Eberle legte mit einem Doppelschlag nach und beendete somit bereits nach 11:41 Minuten den Arbeitstag von Sens-Goalie Craig Anderson, der von zehn Schussversuchen sieben abwehren konnte. Für ihn übernahm Andrew Hammond. Der Wechsel zeigte Wirkung - allerdings nur äußerst kurz.

Zwar sorgten Treffer von Mike Hoffman im ersten sowie Mark Stone zu Beginn des zweiten Drittels nochmals kurz für Hoffnung auf den heimischen Rängen, diese währte jedoch nicht sonderlich lang. Zack Kassian stellte etwas mehr als sechs Minuten nach dem Anschlusstreffer mit seinem Tor klar, dass an diesem Abend für die Hausherren nichts zu holen sein würde. Und auch im letzten Drittel gingen die Oilers-Festspiele, bei denen Rookie Connor McDavid mit zwei Vorlagen glänzen konnte, munter weiter.

Andrej Sekera erhöhte in Überzahl auf 5:2, ehe Leon Draisaitl, der 15:37 Minuten auf dem Eis stand und neben seinem Tor die Vorlage zum Treffer Kassians gegeben hatte, mit dem 6:2 für die endgültige Entscheidung sorgte. Der Deutsche in Diensten der Oilers steht in diesem Saison nun bereits bei 40 Scorerpunkten (14 Treffer, 26 Assists). Der Schlusspunkt gehörte allerdings Edmontons Brandon Davidson, der das Debakel der Senators, die ihre dritte Niederlage in Serie wegstecken mussten, perfekt machte.

"Wir haben heute definitiv mehr von uns erwartet", sagte ein resignierter Zack Smith, der zusammen mit seinem Team nach der Partie eine Aussprache hinter verschlossenen Türen abhielt, in die TV-Kameras. "Sie wollten mit sehr viel Selbstbewusstsein antreten, das wussten wir bereits vor dem Spiel. Ich denke, dass sie deutlich besser sind, als es ihre Bilanz vermuten lässt. Wir hingegen sind den ganzen Abend einem Rückstand nachgelaufen und haben nie zu unserem Spiel gefunden."

Auf der Gegenseite sah die Laune ganz anders aus. "Es war heute eine grandiose Teamleistung von uns", lobte Doppelpacker Eberle die Leistung seiner Oilers. "Jedes Mal, wenn du in dieser Liga sieben Buden machst, war es ein überragender Abend für die gesamte Truppe."

Arizona Coyotes (24-21-6, 54 Pts) - Chicago Blackhawks (35-16-4, 74 Pts) 4:5 OT BOXSCORE

Was für ein Schlagabtausch in der Gila River Arena! Im Duell mit den Blackhawks hielten die Hausherren aus Glendale lange mit und verlangten dem Meister aus der Windy City alles ab. Dass die Truppe von Tobias Rieder, der 17:16 Minuten Eiszeit bekam und dabei zwei Torschüsse verbuchen konnte, am Ende dennoch mit einer Niederlage die Halle verließ, lag an der Nervenstärke Chicagos und dem Treffer von Jonathan Toews, der zum ersten Mal seit dem 26. Januar auf dem Eis stand. Der 27-Jährige sorgte nach 4:31 Minuten der Overtime mit seinem zweiten Treffer des Abends für die Entscheidung.

In den mehr als 60 Minuten zuvor war Drama pur angesagt. Nachdem Oliver Ekman-Larsson während eines Powerplays der Hausherren die Coyotes kurz vor Schluss des ersten Drittels in Führung geschossen hatte, drehten Chicagos Marian Hossa und Toews die Partie innerhalb von nur 1:07 Minuten mit einem Doppelschlag zu Beginn des zweiten Durchgangs. Wer nun allerdings mit einem Einbruch des Teams aus Arizona gerechnet hatte, sah sich getäuscht.

Ice, Ice, Baby!
Unter freiem Himmel stieg in Foxboro/MA das erste große Highlight des Jahres im Eishockey
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Es ging so heftig zur Sache, dass sich Bostons Denna Laing richtig weh tat und vom Eis getragen werden musste
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Show Show Show! Dafür stand der Winter Classic! Für die richtige musikalische Untermalung sorgten die American Authors
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Auch die Fans bekannten so richtig Farbe - das konnte sich sehen lassen...
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Die Spieler wollten ihren Anhängern in nichts nachstehen - P.K. Subban zeigte sich stilsicher mit Mütze, Eye Black und bester Laune
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Und mit ein paar netten Spielereien zauberte er den Fans ein Lachen auf die Lippen
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Und dann konnte es auch schon losgehen. Den Auftakt machten die Montreal Canadiens mit dem ersten Treffer
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Aber längst nicht alles war Friede, Freude, Eierkuchen - auf dem Eis ging es heiß her
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Diesen Torjubel kennt man eigentlich aus einer anderen Sportart. Machte sich aber auch auf dem Eis gut
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"Du kommst hier nicht rein!" Die Boston Bruins verteidigten ihr Tor mit aller Macht
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Später traten auch die Jungs von Simple Plan auf, denn: The Show must go on!
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Mikkel Boedker und Jordan Martinook, der seinen siebten Saisontreffer verbuchte, unterboten die Zeit von Hossa und Toews und ließen mit zwei Treffern innerhalb von nur neun Sekunden die Arena nahezu explodieren. Gleiches galt auch für Blackhawks-Coach Joel Quenneville, der hinter der Bande mit der zwischenzeitlichen Leistung seiner Akteure alles andere als einverstanden war.

Patrick Kane nahm sich die Ansage seines Trainers direkt zu Herzen und stellte 1:35 Minuten nach dem Treffer Martinooks den Gleichstand wieder her und sorgte so für den Schlusspunkt eines verrückten zweiten Drittels.

Michal Rozsival für Chicago und Shane Doan für Arizona sorgten letztlich im Schlussdrittel dafür, dass es in die Overtime ging. Auch Louis Domingue im Kasten der Gastgeber zeigte mit 35 Saves eine starke Leistung und hielt die Coyotes über weite Strecken nahezu im Alleingang im Rennen.

"Beide Teams haben heute eine überragendes Spiel gemacht", lobte Quenneville. "Beide hatten in der Overtime die Chance, die Partie zu ihren Gunsten zu entscheiden. Johnny ist in diesen Situationen zum Glück ziemlich gut. Es war ein großartiges Finish." Auch sein Gegenüber, Coyotes-Coach Dave Tippett, stimmte eine ähnliche Tonlage an. "Es war sehr unterhaltsam. Vor allem das 3-gegen-3 am Ende. Viele Leute waren unheimlich in der Partie. Leider haben wir uns die Partie am Ende entreißen lassen", so 54-Jährige.

Washington Capitals (26-17-6, 58 Pts) - New York Islanders (36-9-4, 76 Pts) 3:2 BOXSCORE

Ein deutsches Goalie-Duell beim Spiel der Capitals und der Isles? Leider nicht. Sowohl Philipp Grubauer in Diensten der Hausherren als auch Thomas Greiss, Schlussmann der Gäste aus New York, saßen die kompletten 60 Minuten nur auf der Bank. Während die deutschen Fans also mit einem weinenden Auge die Partie im Verizon Center verfolgten, boten beide Teams auf dem Eis ein Spiel, welches vor allem von Spannung bis zur letzten Minute lebte.

Vor 18.506 Zuschauern in der Halle erwischten dabei die Gäste den besseren Start. Mikhail Grabovski schoss mit seinem neunten Saisontreffer die Isles nach nur 1:55 Minuten in Führung.

NHL: Die Stanley-Cup-Sieger der letzten 20 Jahre
1995: New Jersey Devils. Playoffs-MVP: Claude Lemieux (Forward)
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1996: Colorado Avalanche. Playoffs-MVP: Joe Sakic (Forward)
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1997: Detroit Red Wings. Playoffs-MVP: Mike Vernon (Goalie)
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1998: Detroit Red Wings. Playoffs-MVP: Steve Yzerman (Forward)
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1999: Dallas Stars. Playoffs-MVP: Joe Nieuwendyk (Forward)
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2000: New Jersey Devils. Playoffs-MVP: Scott Stevens (Defenseman)
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2001: Colorado Avalanche. Playoffs-MVP: Patrick Roy (Goalie)
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2002: Detroit Red Wings. Playoffs-MVP: Nicklas Lidström (Defenseman)
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2003: New Jersey Devils. Playoffs-MVP: Jean-Sebastien Giguere (Goalie, Mighty Ducks of Anaheim)
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2004: Tampa Bay Lightning. Playoffs-MVP: Brad Richards (Forward)
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Wegen eines Streiks fiel die NHL-Saison 2005 aus. 2006: Carolina Hurricanes. Playoffs-MVP: Cam Ward (Goalie)
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2007: Anaheim Ducks. Playoffs-MVP: Scott Niedermayer (Defenseman)
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2008: Detroit Red Wings. Playoffs-MVP: Henrik Zetterberg (Forward)
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2009: Pittsburgh Penguins. Playoffs-MVP: Evgeni Malkin (Forward)
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2010: Chicago Blackhawks. Playoffs-MVP: Jonathan Toews (Center)
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2011: Boston Bruins. Playoffs-MVP: Tim Thomas (Goalie)
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2012: Los Angeles Kings. Playoffs-MVP: Jonathan Quick (Goalie)
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2014: Los Angeles Kings. Playoffs-MVP: Justin Williams (r., Forward)
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2015: Chicago Blackhawks. Playoffs-MVP: Duncan Keith (l., Defenseman)
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2016: Pittsburgh Penguins. Playoffs-MVP: Sidney Crosby (r.)
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Die Antwort Washingtons ließ allerdings nicht sonderlich lange auf sich warten. Knapp fünfeinhalb Minuten nachdem Capitals-Goalie Braden Holtby (24 Saves) hinter sich greifen musste, war sein Gegenüber, Jaroslav Halak (20 Saves), an der Reihe. Washington-Winger T.J. Oshie hatte Maß genommen - und so gleichzeitig auch die Fans aus einem kleinen Tief geholt.

Nachdem Andre Burakovsky, für den es ebenfalls Saisontreffer Nummer neun war, kurz vor Schluss des zweiten Drittels gar auf 2:1 für die Hausherren erhöhte hatte, waren wieder die Gäste am Zug. Josh Bailey überwand zu Beginn des dritten Durchgangs Holtby und sorgte für eine von Spannung geprägte Schlussviertelstunde.

Kurz vor dem Ende folgte dann der Auftritt von Alex Ovechkin, der aufgrund einer Verletzung das All-Star-Weekend ausfallen lassen und dafür auch im Anschluss ein Spiel als Strafe pausieren musste, und mit seinem Treffer für die Entscheidung in einer engen Partie sorgte.

"Natürlich war es im ersten Drittel ein wenig hart", sagte Ovechkin. "Trainieren ist eine Sache. In einem Spiel auf dem Eis zu stehen, ist allerdings eine ganz andere. Es ist einfach ein anderes Level. Deshalb war es hart, dennoch ist es mir und dem gesamten Team gelungen, am Ende einfach unseren Job zu machen."

Auch New Yorks Kapitän, John Tavares, konnte dem Spiel trotz der Niederlage etwas abgewinnen. "Es war schön, bei so einem Spiel dabei gewesen zu sein", so Tavares. "Wir haben viele gute Dinge gemacht und die Intensität war sehr hoch. Es war sehr eng, sehr physisch. Beide Teams haben gut gespielt."

Buffalo Sabres (21-26-5, 47 Pts) - Boston Bruins (27-18-6, 60 Pts) 2:3 SO BOXSCORE

New York Rangers (28-18-5, 61 Pts) - Minnesota Wild (23-19-9, 55 Pts) 4:2 BOXSCORE

Toronto Maple Leafs (19-22-9, 47 Pts) - New Jersey Devils (26-20-6, 58 Pts) 3:2 SO BOXSCORE

Florida Panthers (31-15-5, 67 Pts) - Detroit Red Wings (25-18-8, 58 Pts) 6:3 BOXSCORE

St. Louis Blues (29-17-8, 66 Pts) - San Jose Sharks (27-19-4, 58 Pts) 1:3 BOXSCORE

Nashville Predators (24-20-8, 56 Pts) - Philadelphia Flyers (23-18-8, 54 Pts) 3:6 BOXSCORE

Colorado Avalanche (27-23-4, 58 Pts) - Dallas Stars (33-14-5, 71 Pts) 3:4 OT BOXSCORE

Vancouver Canucks (20-19-12, 52 Pts) - Columbus Blue Jackets (20-28-5, 45 Pts) 1:2 SO BOXSCORE

Los Angeles Kings (31-17-3, 65 Pts) - Anaheim Ducks (24-18-7, 55 Pts) 2:4 BOXSCORE

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