Sonntag, 26.04.2015

NHL-Playoffs, 1. Runde

Hawks-Jubel und Flames-Feuerwerk

Duncan Keith ist im entscheidenden Moment zur Stelle und sichert den Chicago Blackhawks das Weiterkommen. Die Calgary Flames und die Vancouver Canucks liefern sich eine irre Schlacht. Außerdem: Die New York Islanders gleichen aus, die Detroit Red Wings führen.

Die Chicago Blackhawks haben die Predators ausgeschaltet
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Die Chicago Blackhawks haben die Predators ausgeschaltet

Chicago Blackhawks - Nashville Predators 4:3 - Serie 4:2 BOXSCORE

United Center, Spiel 6, noch knapp vier Minuten auf der Uhr. Beim Stande von 3:3 war es wieder einmal der überragende Duncan Keith (1 Tor, 2 Assists), der im entscheidenden Moment zuschlug. Der Blackhawks-Verteidiger lauerte nahe der blauen Linie, wartete auf den geeigneten Moment und brachte die Scheibe einfach mal auf das Tor. Nashvilles Goalie Pekka Rinne war die Sicht verdeckt - drin, Sieg, Einzug in die zweite Runde.

"Wenn die entscheidende Phase einer Partie anbricht, dann sind unsere Jungs voll bei der Sache. Sie lieben die Herausforderung in solchen Momenten", sagte Chicagos Trainer Joel Quenneville. Dabei hatte es für seine Truppe schlecht angefangen.

Ein Doppelschlag von James Neal brachte die Gäste mit 2:0 in Führung. Nach dem Anschlusstreffer durch Patrick Sharp stellte Matt Cullen auf 3:1. Zu diesem Zeitpunkt waren gerade einmal etwas mehr als elf Minuten gespielt - und Quenneville hatte genug gesehen. Er nahm Scott Darling vom Eis und stellte Corey Crawford zwischen die Pfosten.

Prompt lief es besser für Chicago. Jonathan Toews (1 Tor, 2 Assists) und Patrick Kane mit einem Tor sechs Sekunden vor Ende des ersten Drittels glichen zum 3:3 aus. Dann dauerte es, bis Keith kam. Nashville schied damit im achten Anlauf zum sechsten Mal in Runde eins aus. "Unser Ziel war es, in die Playoffs zu kommen. Das haben wir geschafft", meinte Coach Peter Laviolette: "Trotzdem ist die Enttäuschung momentan natürlich riesig."

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Calgary Flames - Vancouver Canucks 7:4 - Serie 4:2 BOXSCORE

"Eine großartige Geschichte", sagte Flames-Coach Bob Hartley und kam aus dem Grinsen gar nicht mehr heraus. Sein Team steht in der zweiten Runde. Und das nach einem Spiel, das allerhöchsten Unterhaltungswert bot.

0:3 lag Calgary nach nicht einmal zehn Minuten zurück, 3:3 stand es nach gut 25 Minuten. Noch einmal ging Vancouver mit 4:3 in Führung, ehe die Flames im Schlussdrittel ein Feuerwerk abbrannten und vier Tore erzielten.

Überragend: Jiri Hudler trug sich mit 2 Toren und 2 Assists in die Scorerliste ein. Auch Michael Ferland netzte doppelt und lieferte eine Vorlage. "Das geht alles so schnell da draußen", meinte Matt Stajan (1 Tor, 2 Assists): "Wenn ich zu Hause bin, werde ich mich selbst kneifen müssen, um zu realisieren, was hier passiert ist."

Die Flames sind damit erstmals seit 2004 wieder über die erste Runde hinausgekommen. Nun wartet Anaheim.

New York Islanders - Washington Capitals 3:1 - Serie 3:3 BOXSCORE

Spiel 7 ist erreicht, die Islanders lassen ihre Fans von der zweiten Runde und damit von einem Duell gegen den Stadtrivalen New York Rangers träumen. John Tavares (1 Tor, 1 Assist) brachte die Gastgeber in Führung, John Carlson glich fünf Sekunden vor Ende des ersten Drittels in Überzahl aus.

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Im Schlussdrittel traf zunächst Nikolay Kulemin, 53 Sekunden vor Schluss sorgte Cal Clutterbuck per Empty-Net-Goal für den 3:1-Endstand. Stark: Jaroslav Halak hielt die Islanders mit mehreren tollen Paraden auf Kurs und kam letztlich auf 38 Saves, sein Gegenüber Braden Holtby auf 35.

"Beide Teams hatten hochkarätige Chancen. Braden war richtig gut. Halak war richtig gut", erklärte Capitals-Coach Barry Trotz. Und New Yorks Verteidiger Brian Strait sagte: "Wir wollen einfach, dass es weitergeht. Wir wollen noch ein paar Spiele vor diesen Fans bestreiten."

Kurzer Blick auf Philipp Grubauer: Der deutsche Goalie in Diensten Washingtons, der in Spiel 2 der Serie zum Einsatz gekommen war, saß erneut nur auf der Bank.

Tampa Bay Lightning - Detroit Red Wings 0:4 - Serie 2:3 BOXSCORE

Matchball für die Red Wings! Und den erspielte sich die Truppe aus Detroit in beeindruckender Manier. Zwei von vier Überzahlmöglichkeiten wurden genutzt, vier der insgesamt 30 Torschüsse landeten im Netz.

Der wichtigste Mann auf dem Eis war dabei klar der tschechische Goalie Petr Mrazek. 28 Saves, zweiter Shutout in dieser Serie - viel besser geht es nicht. "Ruhig und abgeklärt", fand Detroits Verteidiger Niklas Kronwall den Auftritt seines Teamkollegen zwischen den Pfosten.

Einziger Akteur der Partie mit zwei Scorerpunkten war Jonathan Ericsson mit zwei Assists. Die Tore besorgten Riley Sheahan, Drew Miller, Pavel Datsyuk und Danny DeKeyser.

Für Tampa Bay wird es nun eng. Schließlich gelang es in dieser Serie bisher keiner Mannschaft, zwei Siege in Serie einzutüten. "Es ist frustrierend, nicht zu treffen. Wenn man die Overtime weglässt, haben wir in acht der letzten neun Drittel nicht getroffen", beschrieb Coach Jon Cooper das große Problem seiner Lightning.

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