Dienstag, 21.04.2015

NHL-Playoffs, 1. Runde

Eiskalte Rangers & Comeback-Ducks

Im Duell zwischen den Pittsburgh Penguins und den New York Rangers rückt das Team aus dem Big Apple einen Fehler gerade, während die Anaheim Ducks in Winnipeg eine Extraschicht einlegen. Außerdem: Die Minnesota Wild schießen sich zur Serienführung.

Die New York Rangers konnten Spiel drei für sich entscheiden
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Die New York Rangers konnten Spiel drei für sich entscheiden

Pittsburgh Penguins - New York Rangers 1:2 - Serie 1:2 BOXSCORE

Die in diesem Jahr größte Stärke der Rangers lässt sich einfach ausmachen: Sie sorgen dafür, dass ihr jeweiliger Gegner für Fehler umgehend bezahlt. Während das Spiel des Teams aus dem Big Apple nicht immer das schönste ist, sorgte die gnadenlose Effektivität New Yorks bereits in den Regular Season für die beste Bilanz der Liga. Ein Umstand, der vor allem in den Playoffs Gold wert ist. So auch in Spiel drei der Serie gegen die Penguins.

Oder wie es Rangers-Left-Wing Carl Hagelin nach der Partie zusammenfasste: "Du kommst in diese Halle und weißt, dass sie gut spielen werden. Es ist eine wahnsinnige Atmosphäre hier. Aber wir haben einen Weg gefunden. Wir wollten dieses Spiel unbedingt für uns entscheiden - und wir haben es geschafft", so der 26-Jährige, der im ersten Drittel zur verdienten Führung für die Gäste traf.

Lediglich drei Schüsse auf den Kasten von Goalie Henrik Lundqvist ließen die Rangers in Durchgang eins zu, bis zum ersten Versuch der Hausherren dauerte es ganze 15 Minuten. Auch im Anschluss präsentierte sich New York, das mit der Führung erneut auf seine exzellente Defensivarbeit setzte, entschlossen und kaltschnäuzig. Das 2:0 durch Chris Kreider, der nach 11:07 Minuten im zweiten Drittel traf, war die logische Folge. Von der Gegenseite kam derweil eindeutig zu wenig, um wirklich nah am Ausgleich zu sein. Mit den acht Schüssen aus den zweiten 20 Minuten waren es nach zwei Dritteln nur elf Versuche, die Lundqvist abzuwehren hatte.

"Ich denke, dass wir einfach zu viele Pässe gespielt haben", analysierte Pittsburghs Coach Mike Johnston im Anschluss die Vorstellung seines Teams: "Wir haben immer wieder nach hinten gespielt und dabei den Drang nach vorne verloren. Man kann nicht nur schauen oder warten, der Puck muss in Richtung des gegnerischen Netzes." Während von den Superstars Sidney Crosby, der immerhin den Pfosten traf, und Evgeni Malkin kaum etwas zu sehen war, sorgte Penguins-Right-Wing Patric Hornqvist knapp sieben Minute vor Ende der Partie mit seinem Anschlusstreffer doch noch für Hoffnung im heimischen Consol Energy Center.

Mehr als die Tatsache, dass Hornqvist den zehnten Playoff-Shutout von Lundqvist verhinderte, sprang am Ende für die Gastgeber jedoch nicht heraus. Nach dem so wichtigen Sieg in New York ist der Vorteil in der Serie somit wieder dahin. "Unser Wille war im dritten Abschnitt deutlich höher", sagte Crosby nach der Niederlage: "Man hat in unserem Spiel deutlich den Unterschied gesehen. Nun müssen wir dieses Niveau auch das gesamte Spiel über abrufen." Die nächste Chance haben die Pens jedenfalls bereits am Donnerstag.

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Winnipeg Jets - Anaheim Ducks 4:5 OT - Serie 0:3 BOXSCORE

Insgesamt 19 Jahre war es her, dass die Fans in Winnipeg ein Playoff-Spiel ihrer Jets sehen durften. Entsprechend euphorisch war die Stimmung im MTS Centre. Während die Zuschauer vor allem Corey Perry während des Aufwärmens ausbuhten, wurde das eigene Team bedingungslos unterstützt. Und auch auf dem Eis sollten die Spieler den hohen Erwartungen gerecht werden - Drama inklusive.

65 Minuten lang lieferten sich beide Mannschaften ein Duell auf Augenhöhe, in dem die Jets immer wieder vorlegen konnten, die Gäste allerdings stets eine Antwort parat hatten. "Die Atmosphäre hier ist die beste, die ich jemals gesehen habe", attestierte Winnipegs Coach Paul Maurice: "Wir hatten auch dank unserer Fans einen guten Start."

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Gemeint war das 1:0 durch Lee Stempniak nach knapp zehn Minuten des ersten Drittels, welches die Anhänger der Jets zum ersten Mal ausrasten ließ. Der Ausgleich durch Anaheims Cam Fowler wenige Sekunden vor der Pause sorgte jedoch für einen ersten Dämpfer. Es sollte nicht der letzte gewesen sein. Nach der Gäste-Führung durch Perry, der früh im zweiten Drittel scorte, brachten Tyler Myers und Blake Wheeler die Hausherren wieder in Front. Die Hausherren schienen auf einem guten Weg und ließen sich auch vom erneuten Ausgleich, der auf das Konto von Ducks Right Wing Jakob Silfverberg ging, nicht aus dem Konzept bringen.

Noch vor Ende der zweiten 20 Minuten brachte Bryan Little Winnipeg wieder auf Sieg-Kurs. Danach stand Ondrej Pavelec im Fokus. Der Goalie der Jets, der auf 26 Saves kam, hielt seinen Kasten dicht und von Minute zu Minute wirkte es, als könnten die Gastgeber tatsächlich den Anschluss herstellen. Doch knapp zwei Minuten vor Ende der Partie geschah das, was passieren musste - Ryan Kessler sorgte für den erneuten Gleichstand und damit für die nervenaufreibende Overtime.

Ein Schlag, von dem sich die Hausherren nicht mehr erholen sollten. Zwar gaben die Fans mit lauten "Go Jets Go"-Chants alles, um die eigene Mannschaft nochmal in die Spur zu bringen, der entscheidende Treffer durch Ducks Center Rickard Rakell ließ jedoch auch den letzten von ihnen verstummen. "Es war ein großartiges Gefühl", so Rakell: "Es war ein starker Schuss von Francois Beauchemin und ich habe einfach versucht, ihn über die Linie zu bringen. Es war verrückt." Auf der Gegenseite war die Stimmung deutlich gedrückter: "Es ist immer das gleiche Spiel", so Wheeler: "Wir führen die ganze Serie und am Ende stehen wir mit leeren Händen dar." Aufgeben sei für sein Team jedoch keine Option. Ein Sieg im nächsten Spiel ist jedoch Pflicht, sonst ist der Traum endgültig ausgeträumt.

Minnesota Wild - St. Louis Blues 3:0 - Serie 2:1 BOXSCORE

Nachdem Minnesota auswärts ein Spiel für sich entscheiden konnte, stand das Team von Coach Mike Yeo im heimischen Xcel Energy Center mit ordentlich Rückenwind auf Eis - und lieferte dann auch ordentlich ab. Während der starke Goalie Devan Dubnyk mit 17 Saves seinen Vorderleuten den Rücken frei hielt, kamen diese nach einem schleppenden ersten Drittel in Durchgang zwei so richtig ins Rollen.

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Mit einem Doppelschlag durch Jason Pominville und Zach Parise sorgten die Wild, die über die gesamte Dauer der Partie keine einzige Strafminute kassierten, dafür, dass nicht nur die Fans zufrieden waren, sondern auch in der Serie gegen St. Louis alles nach Plan verläuft. "Das Spiel ähnelte dem ersten Aufeinandertreffen", analysierte Blues-Coach Ken Hitchcock nach der Partie: "Sie haben uns hart angegangen und damit Wirkung erzielt." Unter anderem war von Vladimir Tarasenko, der in Spiel zwei gleich dreifach getroffen hatte, wenig zu sehen. Dem Right Wing der Blues gelang kein einziger Schuss auf das Tor der Hausherren.

Selbst eine überzeugende Leistung von Blues-Goalie Jake Allen, der am Ende des Abends 21 Saves verbuchte, konnte nichts an der verdienten Niederlage ändern, die durch den Treffer von Nino Niederreiter, der zwei Minuten vor Schluss in das leere Gehäuse der Gäste traf, ändern. "Wir haben ihn heute hängen lassen", sagte Defenseman Barret Jackman nach der Pleite: "Er hat eine großartige Paraden gezeigt, aber wir haben einfach nichts daraus gemacht."

Auf der Gegenseite fand Coach Yeo auch Zeit für ein Lob an die Fans: "Wir haben erwartet, dass die Zuschauer so eine großartige Stimmungen machen würden", so der 41-Jährige stolz: "Und unsere Jungs haben heute davon profitiert. So muss unser Spiel aussehen, darauf ist es ausgelegt - es geht um Geschwindigkeit." Im vierten Spiel der Serie soll am Donnerstag nun die Vorentscheidung her.

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