Dienstag, 10.03.2015

NHL-Roundup

Tavares macht Isles-Comeback perfekt

Wie üblich liefert John Tavares in Toronto eine Gala ab und rettet sein Team in der Overtime. Die Predators beenden ihre Negativserie, während sich die Pens die Zähne an Antti Niemi ausbeißen. Vancouver gewinnt endlich mal wieder gegen die Ducks.

John Tavares (l.) lieferte in Toronto mal wieder eine überragende Leistung ab
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John Tavares (l.) lieferte in Toronto mal wieder eine überragende Leistung ab

Das Spiel der Nacht:

Toronto Maple Leafs (26-35-6, 58 Pts) - New York Islanders (43-21-4, 90 Pts) 3:4 OT BOXSCORE

John Tavares fühlt sich weiterhin pudelwohl in Toronto. Seit seinem NHL-Debüt in der Saison 2009/2010 hat kein Spieler mehr Punkte im Air Canada Centre aufgelegt als er - und da machte auch diese Partie keine Ausnahme. Vor 30 Familienmitgliedern und Freunden im Publikum bereitete er im dritten Drittel den Anschlusstreffer durch Tyler Kennedy vor, und schloss das Spiel in der Overtime höchstpersönlich mit dem Gamewinner ab. Es war sein 73. Scorerpunkt, wodurch er seine Führung auf den zweitbesten NHL-Scorer Alex Ovechkin auf nun drei Punkte ausbauen konnte.

"Er ist einer der besten Spieler der Welt", musste Maple-Leafs-Center Peter Holland anerkennen. "Er ist einfach so talentiert. Er ist ein starker Passer und dermaßen stark mit dem Puck in der Angriffszone, dass man ihn kaum kontrollieren kann."

Dabei hatte es für die Leafs lange richtig gut ausgesehen. Durch David Booth und Holland war das Heimteam bis Anfang des letzten Drittels mit 2:0 vorne, auch Kennedys zwischenzeitlicher Anschluss wurde durch James van Riemsdyk schnell wieder egalisiert. Doch Frans Nielsen und Casey Cizikas brachten die Isles zehn Minuten vor Schluss zum Ausgleich - und in der Overtime machte Tavares das Monster-Comeback der New Yorker perfekt.

Stadium Series 2015: Eiszauber meets Rock 'n' Roll
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Die Entscheidung! Marian Gaborik sichert den Kings mit seinem Tor den 2:1-Sieg
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Damit gehen die Islanders nun gut gelaunt ins Hass-Duell mit den Rangers in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch - ganz anders als die Maple Leafs. "Wir haben einige Sachen ganz gut gemacht, aber wenn du im dritten Drittel zuhause mit zwei Toren führst, darfst du das Spiel einfach nicht mehr verlieren", ärgerte sich van Riemsdyk.

Die weiteren Spiele:

Detroit Red Wings (37-17-11, 85 Pts) - Edmonton Oilers (18-38-11, 47 Pts) 5:2 BOXSCORE

Ein klassischer Fall von 'Das Ergebnis erzählt nicht die ganze Geschichte'. Was aussieht wie ein Blowout, war eigentlich alles andere als ein entspannter Auftritt für die Red Wings. Zunächst wurde der Start verschlafen, was Rob Klinkhammer nach nur zwei Minuten für die Oilers scoren ließ. Dann drehten Niklas Kronwall, Riley Sheahan und Teemu Pulkkinen zwar das Spiel, dennoch kam der Underdog aus Edmonton beinahe wieder zurück.

Zwei Minuten vor Schluss scorte Nail Yakupov den Anschluss - wie gut, dass Jimmy Howard (36 Saves) sich nach einem ebenfalls verschlafenen Start schnell erholte. 16 Schüsse stoppte der Goalie allein im letzten Drittel und war so eminent wichtig für die Red Wings, die zuletzt zwei Pleiten in Serie kassiert hatten. In der Schlussminute sorgten Justin Abdelkader und Pavel Datsyuk dann noch für den Endstand.

Vancouver Canucks (38-24-4, 80 Pts) - Anaheim Ducks (42-19-7, 91 Pts) 2:1 BOXSCORE

Das ist mal eine Ansage. Seit über zwei Jahren waren die Canucks nicht in der Lage, Anaheim in der regulären Spielzeit zu schlagen - der letzte Sieg dieser Art datierte vom 13. Januar 2013. Damals war Bo Horvat noch nicht in der Liga, während Goalie Eddie Lack sich noch in der Minor League verdingte. Diesmal spielten beide eine entscheidende Rolle für den wichtigen Sieg ihrer Mannschaft.

Horvat war es, der Vancouver im ersten Drittel in Führung brachte. Danach sorgte Lack dafür, dass sich das gemeinsam mit Nashville beste Team der Liga die Zähne ausbiss - 29 Schüsse wehrte er insgesamt ab, nur Emerson Etem konnte ihn Mitte des dritten Drittels bezwingen. Nun hatte Anaheim eigentlich das Momentum, konnte es jedoch nicht nutzen - "Nachdem wir getroffen hatten, haben wir ein wenig den Fuß vom Gas genommen. Sie dagegen haben mit dem Mut der Verzweiflung gespielt", analysierte Ducks-Coach Bruce Boudreau. Zack Kassian belohnte sein Team vier Minuten vor Schluss mit dem Siegtor für den beherzten Auftritt.

San Jose Sharks (33-26-8, 74 Pts) - Pittsburgh Penguins (38-18-10, 86 Pts) 2:1 SO BOXSCORE

Was für ein Auftritt von Antti Niemi! Dem Goalie gelangen nicht nur 39 Saves, auch im Shootout konnte ihn nur Kris Letang bezwingen, während sieben andere Pens an ihm scheiterten. Zudem lieferte er im zweiten Drittel eine unfassbare Aktion, als er zunächst Evgeni Malkin im Eins-gegen-Eins stoppte, um sich unmittelbar danach auch noch in den versuchten Rebound von Chris Kunitz zu verwerfen. Er war ohne Frage der Matchwinner für San Jose, das zuletzt stolze neun von zehn Heimspielen verloren hatte.

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Ist Sidney Crosby der richtige MVP der Playoffs?

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Gut, dass der Lieblingsgegner im Shark Tank zu Gast war. Der letzte Auswärtssieg der Pens in San Jose datiert vom 22. Oktober 1997... Immerhin konnte Sidney Crosby seine schwarze Serie gegen die Sharks beenden, indem er sein erstes Tor überhaupt gegen sie erzielte. Der Superstar hatte die Penguins mit seinem Treffer im letzten Drittel erst in die Verlängerung gebracht, nachdem Matt Nieto zuvor für San Jose gescort hatte. Danach übernahmen Niemi und Marc-Andre Fleury (29 Saves) die Bühne.

Arizona Coyotes (21-38-8, 50 Pts) - Nashville Predators (42-19-7, 91 Pts) 1:2 OT BOXSCORE

The Streak is over! Noch vor zwei Wochen hatte Nashville die NHL mit sechs Punkten Vorsprung angeführt, nur um dann sechs Spiele in Folge abzugeben und die Führung langsam schmelzen zu sehen. Nun ist diese Negativserie vorerst vorbei - es war allerdings ein hartes Stück Arbeit für die Predators. Paul Gaustad hatte Nashville zwar in Führung gebracht, doch auf Kyle Chipchuras Ausgleich hatten die Preds lange keine Antwort - auch, weil Coyotes-Goalie Louis Domingue stolze 38 Saves lieferte.

Doch in der Overtime kehrte das Glück endlich zurück. Domingue stoppte zwar den Versuch von Seth Jones, gegen den Rebound von James Neal war aber auch er letztlich machtlos - sehr zur Erleichterung von Preds-Coach Peter Laviolette: "Ich glaube nicht, dass wir uns kollektiv gesagt haben 'Jetzt atmen wir mal tief durch und schlafen ein paar Wochen'. Die Jungs wollen gewinnen." Das ist ihnen nun zum ersten Mal seit dem 24. Februar tatsächlich gelungen.

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