Samstag, 17.01.2015

NHL-Roundup

Okposo-Gala zwingt Pens in die Knie

Beim Spitzenspiel der Metropolitan Division zwischen den New York Islanders und den Pittsburgh Penguins bringt Kyle Okposo das Nassau Coliseum zum kochen, während Marcel Goc und Christian Ehrhoff nicht gerade überzeugen. Barry Trotz Rückkehr nach Nashville endet mit einer Niederlage und die Winnipeg Jets besiegen mit einem Kraftakt die erholten Chicago Blackhawks, verlieren aber einen wichtigen Mann.

Goalie Marc-Andre Fleury musste sich nach sechs Islanders-Toren Schmähgesänge anhören
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Goalie Marc-Andre Fleury musste sich nach sechs Islanders-Toren Schmähgesänge anhören

Das Spiel der Nacht:

New York Islanders (30-13-1, 61 pts) - Pittsburgh Penguins (26-11-6, 58 pts) 6:3 BOXSCORE

Ein Name: Kyle Okposo. New Yorks Right Wing ballerte Matt Fleury die Scheibe im letzten Drittel beinahe nach Belieben um die Ohren. Drei Tore in den letzten 20 Minuten, schon nach 16:51 war er erfolgreich gewesen. "Viermal zu treffen ist ziemlich besonders", freute sich der 26-Jährige: "Die Atmosphäre... Es war fantastisch. So laut habe ich es nicht mehr wahrgenommen, seitdem wir in den Playoffs gegen sie gespielt haben."

Aktuell kämpfen die Islanders mit den Pens um eine Spitzenposition in der Metropolitan Division. Und Pittsburgh schien beim direkten Duell von Beginn alles daran zu setzen, mit einem klaren Sieg vorbeizuziehen. Sidney Crosby im Power Play und David Perron besorgten im doppelten Power Play binnen 1:30 Minuten das 2:0, die Islanders kamen kaum aussichtsreich vors gegnerische Tor.

"Wir haben uns im letzten Drittel einfach nicht ausreichend gesteigert. Unsere Plays waren nicht clever", räumte Crosby ein. Der Kapitän hatte zwar zwei Tore und einen Assist verbucht, war aber mit der Defensivleistung seiner Penguins unzufrieden: "Sie sind ein gutes Team. Wenn man ihnen solche Chancen gibt, machen sie sie rein."

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Eine weitere Maßnahme: Noch während des ersten Drittels wurden die Seiten getauscht, um für Chancengleichheit zu sorgen
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Auf das erste Tor musste man nicht lange warten: Eric Fehr brachte die Gastgeber nach 7 Minuten in Führung
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Nur fünf Minuten später schlug dann Alex Ovechkin zu. Der Superstar erhöhte auf 2:0 für die Capitals
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Die Blackhawks, die zuletzt die Führung in der Central Division übernahmen, steckten aber nicht auf
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In Überzahl markierte Patrick Sharp den Anschlusstreffer
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Dann kam Brandon Saad und es hieß 2:2. Gut drei Minuten waren da im zweiten Drittel gespielt
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Interessanter Blickwinkel: Washingtons Joel Ward wird bedrängt von Bryan Bickell
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Alles drin, was das Herz des Eishockey-Fans begehrt: Hier geht's in den Infight mit Marcus Kruger und Troy Brouwer
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Am Ende jubelten dann die Gastgeber: Alex Ovechkin hatte seine Finger beim Siegtreffer auch drin
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Umjubelter Siegtorschütze war Troy Brouwer mit der Nr. 20. 12,9 Sekunden waren da noch auf der Uhr
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Am Ende flogen die Sitzkissen, wie es sich gehört. Zumindest für die Capitals-Fan war das Winter Classic 2015 ein voller Erfolg
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Ehrhoff mit schlechtem Rating

Ob er damit seine deutschen Kollegen meinte? Während Marcel Goc in 13:46 Minuten keinen einzigen Torschuss verbuchte und Goalie Thomas Greiss nicht zum Einsatz kam, standen bei Christian Ehrhoff in 22:50 Eiszeit drei Gegentore zu Buche. Vielleicht war die Reihe um Okposo aber auch einfach nicht zu stoppen.

Der Rechtshänder erzielte nicht nur das erste Tor der Islanders und stoppte damit Pittsburghs furiose Anfangsphase, er war für die elektrisierte Atmosphäre im Nassau Coliseum fast allein verantwortlich. Sein Ausgleich zum 3:3 ließ den Funken aufs Publikum überspringen.

"Das hat ihnen das Momentum gebracht, sie auf eine Welle gehoben. Sie haben das Spiel übernommen", resümierte Pens-Coach Mike Johnston. Marc-Andre Fleury musste sich trotz 29 Saves Schmähgesänge gefallen lassen. Maßgeblich daran beteiligt: John Tavares und Josh Bayley. Okposos Nebenleute sammelten je drei Assists.

Die weiteren Spiele:

Nashville Predators (30-9-4, 64 pts) - Washington Capitals 4:3 (24-12-8, 56 pts) BOXSCORE

15 Jahre lang trainierte Barry Trotz die Predatores, war vor seiner Entlassung dienstältester Coach. Mittlerweile ist der frühere Verteidiger für die Capitals verantwortlich, den erhofften Auswärtssieg bei seiner Rückkehr in die Bridgestone Arena musste er allerdings abschreiben.

Es war James Neal, der bei nur noch 1:40 Minuten auf der Uhr den entscheidenden Führungstreffer für Nashville erzielte. Er hatte einen Turnover von Matt Niskanen hinter der blauen Linie erzwungen und den Puck dann durch die Pads von Branden Holtby geschoben. "Er kam irgendwie aus der falschen Richtung", sagte der Goalie.

Zwar traf Alex Ovechkin doppelt, erhöhte seine persönliche Ausbeute auf acht Tore aus den letzten neun Spielen und glich die durch Neal und Seth Jones herausgeschossene 2:0-Führung der Predators innerhalb von 2:32 Minuten im Mitteldrittel aus, doch Carter Hutton hielt bei seinem ersten Start in einem Heimspiel den Sieg mit 31 Saves fest. Pekka Rinne hatte sich am Dienstag das Knie verstaucht.

Chicago Blackhawks (28-14-2, 58 pts) - Winnipeg Jets 2:4 (24-14-8, 56 pts) BOXSCORE

"Das war ein Sieg des Willens, unser bester, seitdem ich hier bin", jubelte Winnipeg-Coach Paul Maurice nach dem Spiel: "Unser Spielplan ist nicht hart, unser Spielplan ist brutal." Obwohl selbst er davon ausging, dass seine Spieler beim dritten Spiel innerhalb von vier Tagen, dem sechsten innerhalb von neun, keine Energie mehr haben würden, überwanden sich die Jets irgendwie.

NHL: Die Stanley-Cup-Sieger der letzten 20 Jahre
1995: New Jersey Devils. Playoffs-MVP: Claude Lemieux (Forward)
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1996: Colorado Avalanche. Playoffs-MVP: Joe Sakic (Forward)
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1997: Detroit Red Wings. Playoffs-MVP: Mike Vernon (Goalie)
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1998: Detroit Red Wings. Playoffs-MVP: Steve Yzerman (Forward)
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1999: Dallas Stars. Playoffs-MVP: Joe Nieuwendyk (Forward)
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2000: New Jersey Devils. Playoffs-MVP: Scott Stevens (Defenseman)
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2001: Colorado Avalanche. Playoffs-MVP: Patrick Roy (Goalie)
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2002: Detroit Red Wings. Playoffs-MVP: Nicklas Lidström (Defenseman)
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2003: New Jersey Devils. Playoffs-MVP: Jean-Sebastien Giguere (Goalie, Mighty Ducks of Anaheim)
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2004: Tampa Bay Lightning. Playoffs-MVP: Brad Richards (Forward)
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Wegen eines Streiks fiel die NHL-Saison 2005 aus. 2006: Carolina Hurricanes. Playoffs-MVP: Cam Ward (Goalie)
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2007: Anaheim Ducks. Playoffs-MVP: Scott Niedermayer (Defenseman)
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2008: Detroit Red Wings. Playoffs-MVP: Henrik Zetterberg (Forward)
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2009: Pittsburgh Penguins. Playoffs-MVP: Evgeni Malkin (Forward)
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2010: Chicago Blackhawks. Playoffs-MVP: Jonathan Toews (Center)
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2011: Boston Bruins. Playoffs-MVP: Tim Thomas (Goalie)
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2012: Los Angeles Kings. Playoffs-MVP: Jonathan Quick (Goalie)
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2013: Chicago Blackhawks. Playoffs-MVP: Patrick Kane (Forward)
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2014: Los Angeles Kings. Playoffs-MVP: Justin Williams (r., Forward)
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2015: Chicago Blackhawks. Playoffs-MVP: Duncan Keith (l., Defenseman)
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2016: Pittsburgh Penguins. Playoffs-MVP: Sidney Crosby (r.)
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"Wir haben alles in den 60 Minuten alles herausgequetscht und hart gespielt", sagte Bryan Little, der zusammen mit Chris Thorburn im Schlussdrittel binnen 28 Sekunden einen Zwei-Tore-Vorsprung herausgeschossen hatte. Eigentlich hätten die Speicher der Blackhawks ein Feuerwerk ermöglichen müssen, schließlich hatte Chicago seit vier Tagen frei. Doch Rookie Michael Hutchinson kam wieder auf 31 Saves, nachdem er in den letzten beiden Spielen schon 71 von 72 Schüssen entschärft hatte.

Trotz des Siegs gab es jedoch einen Grund zur Ärgernis bei den Jets: Mathieu Perreault (15 Tore, 14 Assists) verletzte sich im torlosen Mitteldrittel. Chicagos Daniel Carcillo brachte den Center mit einem unerwarteten Crosscheck aufs Eis. "Das war bösartig", sagte Maurice, verweigerte aber eine Strafforderung: "Das überlasse ich der Liga." Perreault konnte anschließend nicht mehr ins Geschehen eingreifen, er soll am Samstag genauer untersucht werden.

Carolina Hurricanes (14-25-5, 33 pts) - Vancouver Canucks 0:3 (25-15-3, 53 pts) BOXSCORE

Columbus Blue Jackets (18-21-3, 39 pts) - New York Rangers (25-13-4, 54 pts) 1:2 BOXSCORE

Anaheim Ducks (29-10-6, 64 pts) - New Jersey Devils (16-22-8, 40 pts) 5:1 BOXSCORE

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