Freitag, 09.01.2015

NHL-Roundup

Die Blues-Maschine rollt weiter

Die St. Louis Blues schießen San Jose zum zweiten Mal innerhalb einer Woche aus der Halle. Die Rangers drehen das Finals-Rematch, Chicago feiert Goalie Corey Crawford und Tobias Rieder steuert zum Coyotes-Erfolg über Winnipeg einen Assist bei. Außerdem: Roberto Luongos Rückkehr und Mister Scoracek.

T.J. Oshie war einer der Torschützen bei St. Louis' Gala gegen die Sharks
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T.J. Oshie war einer der Torschützen bei St. Louis' Gala gegen die Sharks

Das Spiel der Nacht:

St. Louis Blues (25-13-3, 53 Pts) - San Jose Sharks (22-15-5, 49 Pts) 7:2 BOXSCORE

Sie stehen auf Tore? Sie wollen Spektakel? Sie suchen pure Offensive? Dann gibt es momentan nur ein Team in der NHL: die Blues! St. Louis ballert momentan jeden Gegner auf unglaubliche Art und Weise aus der Halle.

Begonnen hat alles am Samstag mit den Sharks. Am Ende hieß es 7:2. Am Dienstag folgte mit Arizona und einem 6:0-Sieg das nächste Schützenfest. Und weil es so schön war, wurde zwei Tage später wieder San Jose das Opfer.

Wieder holten sich die Sharks eine 2:7-Packung ab - und selbst die Blues können kaum ihren Augen trauen, was momentan los ist. "Ganz ehrlich, so etwas habe ich noch nie erlebt. Und das Gute dabei ist: Natürlich erzielen wir momentan viele Tore, aber wir spielen auch richtig gutes Hockey", so T.J. Oshie.

Besonders bemerkenswert: Gegen die Sharks war der Right Wing einer von sieben verschiedenen Torschützen - Stichwort Ausgeglichenheit! Zum ersten Mal seit Dezember 2000 hat St. Louis damit wieder in drei aufeinanderfolgenden Begegnungen mindestens sechs Buden gemacht. Fortsetzung folgt...

Die weiteren Spiele:

Philadelphia Flyers (16-18-7, 39 Pts) - Washington Capitals (21-11-8, 50 Pts) 3:2 OT BOXSCORE

In Philly nennen sie Jake Voracek mittlerweile schon Scoracek. Warum? Das stellte der Right Wing gegen Washington mal wieder unter Beweis. Voracek erzielte nach 1:28 Minuten in der Verlängerung den entscheidenden Treffer und verwandelte das Wells Fargo Center in ein Tollhaus.

Mittlerweile hat der 25-Jährige satte 49 Punkte auf dem Konto (16 Tore, 33 Assists) und ist damit der NHL-Topscorer. Zudem fehlen ihm nur 13 Points zu einem neuen Career-High. "Ich bin mir nicht sicher, ob ihm das wirklich so wichtig ist. Das hört sich zwar schön an, aber Jake will vor allem Spiele gewinnen", so Head Coach Craig Berube nach der Partie.

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Wegen dieser Sichtverhältnisse stellte es die NHL den Spielern frei, Sonnenbrillen zu tragen
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Eine weitere Maßnahme: Noch während des ersten Drittels wurden die Seiten getauscht, um für Chancengleichheit zu sorgen
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Auf das erste Tor musste man nicht lange warten: Eric Fehr brachte die Gastgeber nach 7 Minuten in Führung
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Nur fünf Minuten später schlug dann Alex Ovechkin zu. Der Superstar erhöhte auf 2:0 für die Capitals
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Die Blackhawks, die zuletzt die Führung in der Central Division übernahmen, steckten aber nicht auf
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In Überzahl markierte Patrick Sharp den Anschlusstreffer
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Dann kam Brandon Saad und es hieß 2:2. Gut drei Minuten waren da im zweiten Drittel gespielt
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Dann kam Brandon Saad und es hieß 2:2. Gut drei Minuten waren da im zweiten Drittel gespielt
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Interessanter Blickwinkel: Washingtons Joel Ward wird bedrängt von Bryan Bickell
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Alles drin, was das Herz des Eishockey-Fans begehrt: Hier geht's in den Infight mit Marcus Kruger und Troy Brouwer
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Am Ende jubelten dann die Gastgeber: Alex Ovechkin hatte seine Finger beim Siegtreffer auch drin
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Umjubelter Siegtorschütze war Troy Brouwer mit der Nr. 20. 12,9 Sekunden waren da noch auf der Uhr
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Am Ende flogen die Sitzkissen, wie es sich gehört. Zumindest für die Capitals-Fan war das Winter Classic 2015 ein voller Erfolg
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Am Ende flogen die Sitzkissen, wie es sich gehört. Zumindest für die Capitals-Fan war das Winter Classic 2015 ein voller Erfolg
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Die Stimmung bei den Gästen war dagegen - nicht unbedingt überraschend - nicht ganz so gut. Immerhin verspielten die Capitals, für die Alex Ovechkin und Karl Alzner erfolgreich waren, zweimal eine Führung, bevor sie in der Overtime den Knockout kassierten. Zumindest schrieb Goalie Braden Holtby mit seinem 17. Start in Folge Franchise-Geschichte.

Boston Bruins (21-15-6, 48 Pts) - New Jersey Devils (15-21-7, 37 Pts) 3:0 BOXSCORE

Genug ist genug. Das dachten sich wohl die Bruins nach vier OT-Partien in Folge und standen gegen die Devils zur Abwechslung mal wieder nur 60 Minuten auf dem Eis. Das reichte aber auch locker aus, denn Boston hatte angeführt von Doppelpacker Milan Lucic nicht allzu große Probleme mit den Gästen.

Ebenfalls erwähnenswert: Niklas Svedberg, der seinen zweiten NHL-Shutout hinlegte, dafür zugegebenermaßen aber auch nur 14 Schüsse parieren musste. "Wir haben das Spiel komplett kontrolliert, von Anfang an. Es war klasse zu sehen, wie viele Chancen wir herausgespielt haben", zeigte sich Captain Zdeno Chara im Anschluss zufrieden.

Minnesota Wild (18-16-5, 41 Pts) - Chicago Blackhawks (27-12-2, 56 Pts) 2:4 BOXSCORE

Ganz großes Kino von Corey Crawford! Der Blackhawks-Goalie wurde im Xcel Energy Center zur menschlichen Mauer. Oder wie es Head Coach Joel Quenneville ausdrückte: "Diesen Sieg haben wir nur ihm zu verdanken. Minnesota war das bessere Team, aber dank Corey sind wir gerade noch mal davon gekommen."

Das kann man wohl so sagen. Crawford beendete die Partie mit einem Season-High von 42 Saves (37 davon in den letzten beiden Dritteln) und sicherte Chicago damit den vierten Erfolg aus den vergangenen sechs Begegnungen. Komplett alleine war der Schlussmann aber natürlich nicht für den Triumph verantwortlich.

Da gibt es vor allem noch den Sportkameraden Bryan Bickell zu nennen, der die Partie im letzten Abschnitt endgültig zugunsten der Gäste entschied. Und die Wild? So richtig kann sich Minnesota wohl nicht erklären, warum es trotz einer mehr als ordentlichen Leistung mal wieder nicht zu einem Sieg gereicht hat.

NHL: Die Stanley-Cup-Sieger der letzten 20 Jahre
1995: New Jersey Devils. Playoffs-MVP: Claude Lemieux (Forward)
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1995: New Jersey Devils. Playoffs-MVP: Claude Lemieux (Forward)
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1996: Colorado Avalanche. Playoffs-MVP: Joe Sakic (Forward)
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1997: Detroit Red Wings. Playoffs-MVP: Mike Vernon (Goalie)
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1998: Detroit Red Wings. Playoffs-MVP: Steve Yzerman (Forward)
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1998: Detroit Red Wings. Playoffs-MVP: Steve Yzerman (Forward)
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1999: Dallas Stars. Playoffs-MVP: Joe Nieuwendyk (Forward)
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2000: New Jersey Devils. Playoffs-MVP: Scott Stevens (Defenseman)
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2001: Colorado Avalanche. Playoffs-MVP: Patrick Roy (Goalie)
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2002: Detroit Red Wings. Playoffs-MVP: Nicklas Lidström (Defenseman)
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2003: New Jersey Devils. Playoffs-MVP: Jean-Sebastien Giguere (Goalie, Mighty Ducks of Anaheim)
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2004: Tampa Bay Lightning. Playoffs-MVP: Brad Richards (Forward)
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Wegen eines Streiks fiel die NHL-Saison 2005 aus. 2006: Carolina Hurricanes. Playoffs-MVP: Cam Ward (Goalie)
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2007: Anaheim Ducks. Playoffs-MVP: Scott Niedermayer (Defenseman)
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2008: Detroit Red Wings. Playoffs-MVP: Henrik Zetterberg (Forward)
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2009: Pittsburgh Penguins. Playoffs-MVP: Evgeni Malkin (Forward)
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2010: Chicago Blackhawks. Playoffs-MVP: Jonathan Toews (Center)
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2011: Boston Bruins. Playoffs-MVP: Tim Thomas (Goalie)
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2012: Los Angeles Kings. Playoffs-MVP: Jonathan Quick (Goalie)
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2014: Los Angeles Kings. Playoffs-MVP: Justin Williams (r., Forward)
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2016: Pittsburgh Penguins. Playoffs-MVP: Sidney Crosby (r.)
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"Wir haben 60 Minuten lang sehr gut gespielt. Ich kann niemandem einen Vorwurf machen. Aber am Ende steht halt leider wieder eine Niederlage", so Captain Mikko Koivu, dessen Team die neunte Pleite in den letzten elf Partien hinnehmen musste.

Arizona Coyotes (16-20-4, 36 Pts) - Winnipeg Jets (20-14-7, 47 Pts) 4:1 BOXSCORE

Nach dem 0:6-Debakel zu Hause gegen die Blues hatte Arizona einiges wiedergutzumachen. Und den Coyotes gelang vor den heimischen Fans im Gila River Arena genau diese Rehabilitation - auch mit Hilfe von Tobias Rieder.

Der Deutsche, der insgesamt 14:58 Minuten auf dem Eis stand, lieferte den Assist zum zwischenzeitlichen - und wohl irgendwie auch vorentscheidenden - 3:0 für die Gastgeber gegen Ende des zweiten Drittels.

Den Rest besorgten vor allem Mikkel Boedker, der es zweimal klingeln ließ, und Shane Doan (1 Tore, 2 Assists). Besonders bemerkenswert: die Powerplay-Perfromance der Coyotes. Die ersten drei Tore erzielte Arizona allesamt in Überzahl (insgesamt: 3/5).

Vancouver Canucks (23-13-3, 49 Pts) - Florida Panthers (18-11-9, 45 Pts) 1:3 BOXSCORE

389. NHL-Sieg. Legende Dominik Hasek eingeholt. Doch nicht nur deswegen war der Abend des Roberto Luongo ein ganz besonderer. Immerhin kehrte der Goalie zu seinem Ex-Team zurück. Acht Saisons lang hütete Luongo den Kasten der Canucks, bevor er im März 2014 nach Florida getradet wurde.

Doch Vancouver bleibt ein besonderer Ort für den 35-Jährigen - und die Fans unterstrichen das mit Standing Ovations, zudem gab es ein Video über Luongos Zeit in Kanada zu sehen. So rührend die Szenen auch waren, Geschenke hatte der Heimkehrer trotzdem nicht dabei.

Mit 32 Saves hatte Luongo, der mit dem Erfolg nun gegen all 30 Teams mindestens einmal gewinnen konnte, maßgeblichen Anteil am Triumph der Panthers.

Los Angeles Kings (19-13-9, 47 Pts) - New York Rangers (23-11-4, 50 Pts) 3:4 BOXSCORE

Finals-Rematch in der City of Angels! Und anders als im letztjährigen Juni behielten diesmal die Rangers die Oberhand, auch wenn das wohl nur ein schwacher Trost sein dürfte. Nichtsdestotrotz war es schon beeindruckend, wie sich die Gäste aus dem Big Apple auch von einem 0:2-Rückstand nach nicht einmal sechs Minuten im ersten Drittel nicht aus der Ruhe bringen ließen.

Die Antwort der Rangers? Dan Boyle, Kevin Klein, Lee Stempniak und Martin St. Louis. Oder anders ausgedrückt: Die Broadway Blueshirts drehten bis Mitte des zweiten Abschnitts die Begegnung. Die Rangers machten damit ihren Southern California Sweep perfekt und konnten insgesamt 12 der letzten 13 Partien für sich entscheiden.

Colorado Avalanche (17-16-8, 42 Pts) - Ottawa Senators (16-16-8, 40 Pts) 5:2 BOXSCORE

Carolina Hurricanes (13-24-4, 30 Pts) - Buffalo Sabres (14-25-3, 31 Pts) 5:2 BOXSCORE

Nashville Predators (27-9-4, 58 Pts) - Dallas Stars (18-15-7, 43 Pts) 3:2 OT BOXSCORE

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