Dienstag, 23.12.2014

NHL-Roundup

Cool, Cooler, Ducks!

Anaheim entscheidet das nächste enge Spiel für sich und grüßt von der NHL-Spitze. Die Penguins verlieren das Duell mit den Panthers - und wohl auch weitere Spieler. Außerdem: ein bitterer Abend für Tobias Rieder und die Johnny-Gaudreau-Show gegen den Champion.

Ryan Kesler erzielte gegen die Sharks das entscheidende Tor
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Ryan Kesler erzielte gegen die Sharks das entscheidende Tor

Das Spiel der Nacht:

Anaheim Ducks (23-8-5, 51 Pts) - San Jose Sharks (19-11-5, 43 Pts) 3:2 OT BOXSCORE

Die Playoffs sind zwar noch nur ein kleiner Punkt am Horizont. Trotzdem ist es schon irgendwie bemerkenswert, wie die Ducks in engen Spielen die Oberhand behalten. Aktuellstes Beispiel: der Erfolg über die Sharks.

Nach 58 Sekunden in der Overtime war es diesmal Ryan Kesler, der das heimische Honda Center in ein Tollhaus verwandelte. "Wir geben nie auf. Wir wollten vor der Weihnachtspause unbedingt gewinnen, ansonsten wäre das drei Tage lang in unseren Köpfen herumgeschwirrt", so der Matchwinner, der damit vor allem auf das letzte Drittel anspielte.

Immerhin gerieten die Ducks nach Gegentoren von Joe Pavelski und Melker Karlsson sogar mit 1:2 in Rückstand. Doch Cam Fowler glich aus - und der Rest ist dank Kesler Geschichte. Anaheim grüßt damit mit 51 Punkten von der NHL-Spitze, in der Pacific Division liegt man zudem bereits acht Punkte vor San Jose.

"Ich kenne meine Jungs und wusste, dass sie heute alles geben würden. Die Sharks sind ein richtig gutes Team, aber wir haben die zwei Punkte", so Head Coach Bruce Boudreau über seine Truppe, die 14 der letzten 16 Siege mit gerade mal einem Tor Unterschied einfahren konnte.

Die weiteren Spiele:

Florida Panthers (15-9-8, 38 Pts) - Pittsburgh Penguins (22-6-5, 49 Pts) 4:3 SO BOXSCORE

Kleine Revanche für die Panthers! Nach der Pleite gegen die Pens am Samstag nahm Florida in den eigenen vier Wänden Rache und behielt im BB&T Center die Oberhand - dank Aleksander Barkov.

Nun gut, nicht nur dank Aleksander Barkov, immerhin gab Roberto Luongo im Shootout auch alles andere als eine schlechte Figur ab, gerade gegen Chris Kunitz. Aber für den entscheidenden - und einzigen - Treffer sorgte eben der Center, der bei seinem erfolgreichen One-Handed-Shot offenbar Hilfe aus dem World Wide Web hatte.

"Ich habe mir solche Moves auf YouTube angeschaut und habe es einfach mal probiert. Das war schon eine spezielle Aktion", schmunzelte Barkov im Anschluss. Dass es aber überhaupt soweit kam, mussten sich die Panthers ein wenig selber ankreiden lassen.

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Nach einem Doppelpack von Jimmy Hayes zum 3:1 fühlten sich die Gastgeber offenbar zu sicher, denn Nick Spaling und Evgeni Malkin glichen in den letzten fünf Minuten der Partie noch aus und retteten Pittsburgh in die Overtime - allerdings ohne Happy End.

Zu allem Überfluss gehen den Pens auch langsam die Spieler aus. Die Mumps-Welle könnte mit den Forwards Steve Downie und Brandon Sutter sowie Goalie Thomas Greiss weitere Opfer gefordert haben. Das Trio wurde für einige gesundheitliche Tests zurück nach Pittsburgh geschickt.

Kein Wunder also, dass sich Head Coach Mike Johnston angesichts von nur noch 19 einsatzbereiten Spielern gegen Florida mit dem Punkt zufrieden zeigte: "Wir lagen mit zwei Toren zurück, und dann auch noch auswärts. Ganz zu schweigen von unseren Ausfällen. Deswegen geht das Ergebnis in Ordnung."

Columbus Blue Jackets (14-16-3, 31 Pts) - Nashville Predators (22-8-2, 46 Pts) 1:5 BOXSCORE

Ein Drittel lang ließen die Preds Columbus ein wenig mitspielen. Doch dann nahm alles seinen erwarteten Verlauf. Angeführt von Craig Smith (2 Tore) machte Nashville innerhalb von gut 20 Spielminuten aus einem 0:0 ein 5:0, die Blue Jackets wussten kaum, wie ihnen geschah.

Auch Pekka Rinne trug natürlich mal wieder seinen Teil zum 22. Saisonerfolg bei. Der Goalie verbuchte 30 Saves und steht nun in dieser Saison bei 22 Siegen - NHL-Bestwert.

Washington Capitals (17-10-6, 40 Pts) - Ottawa Senators (14-14-6, 34 Pts) 2:1 BOXSCORE

So richtig zufrieden war Barry Trotz mit der Vorstellung seines Teams. Wobei: Eine kleine Einschränkung muss gestattet sein. Denn bei der Performance von Braden Holtby zeigte sich Washingtons Head Coach dann doch milde gestimmt.

"Ohne Braden hätten wir heute nicht gewonnen. Daran darf es keine Zweifel geben. Gerade sein erstes Drittel war überragend", so Trotz - und man kann ihm eigentlich nur zustimmen. Holtby beendete die Partie mit einem Season-High von 38 Saves, darunter einige starke Paraden in zwei Unterzahl-Situationen in den ersten 20 Minuten.

NHL: Die Stanley-Cup-Sieger der letzten 20 Jahre
1995: New Jersey Devils. Playoffs-MVP: Claude Lemieux (Forward)
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1995: New Jersey Devils. Playoffs-MVP: Claude Lemieux (Forward)
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1996: Colorado Avalanche. Playoffs-MVP: Joe Sakic (Forward)
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1997: Detroit Red Wings. Playoffs-MVP: Mike Vernon (Goalie)
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1998: Detroit Red Wings. Playoffs-MVP: Steve Yzerman (Forward)
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1999: Dallas Stars. Playoffs-MVP: Joe Nieuwendyk (Forward)
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2000: New Jersey Devils. Playoffs-MVP: Scott Stevens (Defenseman)
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2000: New Jersey Devils. Playoffs-MVP: Scott Stevens (Defenseman)
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2001: Colorado Avalanche. Playoffs-MVP: Patrick Roy (Goalie)
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2002: Detroit Red Wings. Playoffs-MVP: Nicklas Lidström (Defenseman)
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2003: New Jersey Devils. Playoffs-MVP: Jean-Sebastien Giguere (Goalie, Mighty Ducks of Anaheim)
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2004: Tampa Bay Lightning. Playoffs-MVP: Brad Richards (Forward)
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Wegen eines Streiks fiel die NHL-Saison 2005 aus. 2006: Carolina Hurricanes. Playoffs-MVP: Cam Ward (Goalie)
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2007: Anaheim Ducks. Playoffs-MVP: Scott Niedermayer (Defenseman)
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2008: Detroit Red Wings. Playoffs-MVP: Henrik Zetterberg (Forward)
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2009: Pittsburgh Penguins. Playoffs-MVP: Evgeni Malkin (Forward)
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2009: Pittsburgh Penguins. Playoffs-MVP: Evgeni Malkin (Forward)
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2010: Chicago Blackhawks. Playoffs-MVP: Jonathan Toews (Center)
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2010: Chicago Blackhawks. Playoffs-MVP: Jonathan Toews (Center)
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2011: Boston Bruins. Playoffs-MVP: Tim Thomas (Goalie)
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2012: Los Angeles Kings. Playoffs-MVP: Jonathan Quick (Goalie)
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2013: Chicago Blackhawks. Playoffs-MVP: Patrick Kane (Forward)
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2014: Los Angeles Kings. Playoffs-MVP: Justin Williams (r., Forward)
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2015: Chicago Blackhawks. Playoffs-MVP: Duncan Keith (l., Defenseman)
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2016: Pittsburgh Penguins. Playoffs-MVP: Sidney Crosby (r.)
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2016: Pittsburgh Penguins. Playoffs-MVP: Sidney Crosby (r.)
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Die Caps, für die Nicklas Backstrom Ende des zweiten Abschnitts den 2:1-Siegtreffer markierte, haben damit ihre drei letzten Partien für sich entschieden und stehen in den vergangenen neun Begegnungen bei einer Bilanz von 7-0-2.

Vancouver Canucks (20-11-2, 42 Pts) - Arizona Coyotes (11-18-4, 26 Pts) 7:1 BOXSCORE

Ganz bitterer Abend für Tobias Rieder und die Coyotes! Arizona geriet in Vancouver gehörig unter die Räder und wurde quasi aus der Rogers Arena geschossen. Überragend dabei für die Gastgeber: Ryan Miller mit 38 Saves und Alex Burrows, der es zweimal klingeln ließ. Während es für die Canucks der zweite Sieg in Folge war, kassierten die Coyotes die siebte Pleite in den vergangenen acht Begegnungen.

Los Angeles Kings (17-11-7, 41 Pts) - Calgary Flames (18-15-3, 39 Pts) 3:4 OT BOXSCORE

Ganz starker Sieg der Flames beim Champion! Bis zum Ende des zweiten Drittels lag Calgary noch mit 0:3 zurück, vieles, eigentlich alles deutete auf einen Heimsieg der Kings hin. Doch dann begann die große Show des Johnny Gaudreau.

Der Left Wing netzte dreimal am Stück ein (erster NHL-Hattrick), auf einmal waren die Flames tatsächlich in der Overtime. Und was dann kommen musste, war irgendwie klar. Nein, Gaudreau machte nicht seine vierte Bude, aber Mark Giordano bescherte Calgary trotzdem das i-Tüpfelchen auf einem astreinen Comeback. Damit konnten die Kanadier zum ersten Mal nach acht Pleiten wieder gewinnen.

Rangers verlängern mit Talbot: Goalie Cam Talbot bleibt im Big Apple. Die Rangers einigten sich mit ihrem Backup auf eine Vertragsverlängerung über ein Jahr, Talbot kassiert dafür in der kommenden Spielzeit 1,45 Millionen Dollar. In der aktuellen Saison steht der 27-Jährige bei zwei Shutouts in sieben Partien.

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