From Bloody to Hero

Von SPOX
Dienstag, 09.12.2014 | 09:02 Uhr
Kevin Klein (r.) erlebte einen verrückten Abend im Madison Square Garden
© getty
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Die Rangers setzen sich im Division-Duell mit Pittsburgh durch. Für die Geschichte des Spiels sorgt dabei Kevin Klein, der erst ein Stückchen seines Ohres verliert und dann zum Helden wird. Außerdem: Jaromir Jagr dreht die Zeit mal wieder zurück und Martin Brodeur feiert seinen ersten Blues-Heimsieg.

Das Spiel der Nacht:

New York Rangers (12-10-4, 28 Pts) - Pittsburgh Penguins (18-6-3, 39 Pts) 4:3 OT BOXSCORE

Nur die Harten kommen in den Garten. Sollte dieses Sprichwort wirklich stimmen, darf sich Kevin Klein auf das Paradies freuen. Hier mal ein Schnelldurchlauf seines Abends im Madison Square Garden: Stück seines Ohres verloren, genäht mit 13 Stichen, zurückgekommen und den OT-Gamewinner erzielt.

Sein Kommentar dazu: "Ich bin ziemlich glücklich." Man muss sie schon lieben, diese NHL-Spieler. Und ob mit oder ohne Ohr, Klein, der im ersten Drittel Opfer von Zach Sills High Stick wurde, hat in dieser Saison irgendwie sein offensives Alter Ego gefunden.

Der Treffer gegen die Penguins nach 3:45 Minuten in der Verlängerung war bereits sein sechstes Saisontor (Karriere-Bestwert). Drei Buden davon entschieden auch noch Partien zugunsten der Rangers.

Ansonsten konnten sich die Broadway Blueshirts im Division-Duell mit den Pens auf die großen Namen verlassen. Rick Nash netzte zum sechsten Mal in den vergangenen acht Partien ein. Zudem stand Henrik Lundqvist nach seiner Pause gegen Detroit wieder im Kasten und kam auf 32 Saves.

Trotzdem mussten die Rangers noch mal zittern, als Pittsburgh gegen Ende der Partie innerhalb von 24 Sekunden aus einem 1:3 ein 3:3 machte. Der Rest ist Geschichte - und dank eines gewissen Rangers-Verteidigers auch irgendwie bereits legendär.

Die weiteren Spiele:

Carolina Hurricanes (8-16-3, 19 Pts) - New Jersey Devils (11-13-4, 26 Pts) 1:2 BOXSCORE

Der alte Mann kann's einfach immer noch. Jaromir Jagr war der Spieler des Abends in der PNC Arena, mit einem Tor und einem Assist hatte er maßgeblichen Anteil am Sieg der Devils in Raleigh.

Was den Abend für den Tschechen noch besonderer machte: Jagr absolvierte das 1500. NHL-Spiel seiner Karriere - und genau diesen Meilenstein hätte er fast verpasst. "Ich habe mich nicht gut gefühlt. Noch am Nachmittag habe ich dem Coach gesagt, er solle mich doch besser draußen lassen", erzählte der mittlerweile 42-Jährige, der sich zudem in der All-Time-Points-Liste an Marcel Dionne vorbei auf Platz fünf (1772 Punkte) schob, im Anschluss.

Für die Hurricanes reichte offenbar auch ein angeschlagener Jagr - und ein gut aufgelegter Cory Schneider, der 39 Saves verbuchte. Für den Siegtreffer war zudem 14 Sekunden vor dem Ende des zweiten Drittels Adam Henrique verantwortlich.

St. Louis Blues (18-8-2, 38 Pts) - Florida Panthers (11-8-7, 29 Pts) 4:2 BOXSCORE

Erstes Spiel für Martin Brodeur in seiner neuen Heimat. Und gleich der erste Heimsieg. Besser kann ein Debüt vor den eigenen Fans - in dem Fall den Anhängern im Scottrade Center - eigentlich gar nicht verlaufen.

Und Brodeur konnte durchaus überzeugen, am Ende hatte der Blues-Goalie 32 Saves auf dem Konto. "Es hat sich großartig angefühlt. Ich wusste ja davor nicht, was mich erwarten würde. Aber es war grandios. Ich bin einfach glücklich, hier spielen zu dürften", so der 42-Jährige, der insbesondere im zweiten Drittel einige starke Paraden zeigte.

Auf Seiten der Gastgeber gab es aber noch eine Premiere - und zwar ebenfalls eine wichtige. Chris Porter erzielte 1:54 Minuten vor der Sirene mit seinem ersten Saisontor das im Endeffekte entscheidende 3:2, kurze Zeit später erhöhte Peter Stastny per Empty Netter sogar noch.

Senators feuern MacLean: So schnell kann es gehen. Vor zwei Jahren wurde Paul MacLean noch mit dem Jack Adams Award als Coach of the Year ausgezeichnet. Nun ist er als erster Trainer in der laufenden NHL-Saison seinen Job los. Der 56-Jährige musste in Ottawa seinen Hut nehmen, nachdem die Sens mit einer Bilanz von 11-11-5 in die Saison gestartet waren.

Sein Nachfolger scheint allerdings bereits gefunden. Dave Cameron, der bisherige Assistant Coach, übernimmt das Kommando. Nicht ganz unwichtig: Der neue starke Mann hat offenbar mit Besitzer Eugene Melnyk einen großen Fürsprecher im Hintergrund.

Die NHL im Überblick

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