Montag, 27.10.2014

NHL-Roundup

Kings schreiben Geschichte

Während die Los Angeles Kings gegen die Columbus Blue Jackets Franchise-Geschichte schreiben, enden im Spiel zwischen den Anaheim Ducks und den San Jose Sharks gleich zwei Serien. In Chicago erlebt ein Goalie ein gelungenes Debüt, die Winnipeg Jets und die Vancouver Canucks dürfen ebenfalls feiern.

Tanner Pearson und die Los Angeles Kings dürfen Jubeln
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Tanner Pearson und die Los Angeles Kings dürfen Jubeln

Das Spiel der Nacht:

Los Angeles Kings (6-1-1, 13 Pts) - Columbus Blue Jackets (4-4-0, 8 Pts) 5:2 BOXSCORE

Auf das Trio aus Tanner Pearson, Tyler Toffoli und Jeff Carter ist Verlass. Ganze zehn Scorer-Punkte trugen die drei Spieler der Kings, die erneut auf Marian Gaborik und Trevor Lewis verzichten mussten, zum Heimsieg ihres Teams gegen die Blue Jackets bei - und schrieben damit Geschichte! Zum ersten Mal gelang es Los Angeles in der Franchise-Geschichte ihre ersten sechs Spiele vor heimischer Kulisse im Staples Center für sich zu entscheiden.

Für Kings-Coach Darryl Sutter gab es dennoch Luft nach oben: "Unser bestes Spiel der Heimserie war das heute sicherlich nicht", so der 56-Jährige im Anschluss an den Sieg seines Teams: "Die Punkte waren für uns allerdings sehr wichtig, denn nun steht uns eine harte Auswärts-Serie bevor." Während die Freude sich auch bei Sutter wohl noch einstellen dürfte, haben die Blue Jackets derzeit gänzlich andere Probleme. Trotz der Treffer von Tim Erixon und Mark Letestu gab es aus den letzten vier Partien immerhin drei Niederlagen.

Erschwerend kommt hinzu, dass sich Columbus-Akteur Nick Foligno im dritten Abschnitt eine Verletzung zuzog und vorerst ausfallen könnte - auch wenn Coach Todd Richards nach der Partie leichte Entwarnung gab. Nach den Ausfällen von Brandon Dubinsky, Boone Jenner und Nathan Horton handelt es sich dennoch um einen weiteren Rückschlag.

Die weiteren Spiele:

Anaheim Ducks (7-2-0, 14 Pts) - San Jose Sharks (5-4-1, 11 Pts) 1:4 BOXSCORE

Jede Serie hat irgendwann ein Ende. Diese Tatsache mussten auch die Ducks im Heimspiel gegen die Sharks zur Kenntnis nehmen. Nach sieben Partien ohne Niederlage kassierte Anaheim, das in den nächsten fünf Spielen jeweils auf Teams aus den letztjährigen Playoffs trifft, ausgerechnet vor den eigenen Fans die zweite Saisonniederlage.

Leon Draisaitls Weg in die NHL
Im Mai 2014 durfte Leon Draisaitl sein Können beim Länderspiel gegen die USA in Nürnberg zeigen
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Im Mai 2014 durfte Leon Draisaitl sein Können beim Länderspiel gegen die USA in Nürnberg zeigen
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Kurze Zeit später standen bei den NHL Combines schon verschiedene Leistungstests an
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So ein NHL-Draft bringt vielfältige Aufgaben mit sich: Zum Beispiel Eishockey-Wissen an Kids in Philadelphia weitergeben...
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...oder sich am Media-Day der wilden Journalisten-Meute zu stellen
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Dann folgte der Hammer: 3. Pick! Neben Aaron Ekblad (m.) und Sam Reinhart (r.) machte der 18-Jährige eine gute Figur
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Draisaitls neuer Arbeitgeber? Unschwer erkennbar...
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...dass die Edmonton Oilers sich die Rechte am deutschen Megatalent sicherten
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Der Foto-Marathon am Draft-Abend war damit aber natürlich nicht vorbei: Einzelporträts standen ebenfalls auf dem Programm
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Das Medieninteresse ist seither noch weiter gestiegen - das weiß auch Leon Draisaitl selbst
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Dank Treffern von Brent Burns, Joe Pavelski, Marc-Edouard Vlasic und Tommy Wingles darf sich Sharks-Coach Todd McLellan hingegen über das Ende einer vier Spiele andauernden Niederlagenserie freuen. Doch nicht nur in der Offensive agierten die Gäste überzeugend, auch auf Goalie Antti Niemi, der 33 Saves verbuchte, konnte das Team zählen. Stolze 55 Minuten ließ Niemi praktisch nichts zu und musste sich am Ende nur Matt Beleskey, der den Ehrentreffer für die Hausherren erzielte, geschlagen geben.

"Wir wollten unbedingt einen Weg finden, um zu gewinnen", so Pavelski: "Die Tatsache, dass uns dies gelungen ist, ist sehr gut. Wir haben heute als Team überzeugt." Auf der Gegenseite nimmt Anaheim-Coach Bruce Boudrau die Niederlage auf seine Kappe: "Das ist es, worum es in der Pacific Division geht", sagte Boudreau: "Es sind alles gute Teams. Beim nächsten Mal sind wir besser gerüstet - und dann wird auch das Resultat hoffentlich ein erfreulicheres sein."

Chicago Blackhawks (5-2-1, 11 Pts) - Ottawa Senators (4-2-1, 9 Pts) 2:1 BOXSCORE

Was für ein Debüt für Blackhawks-Goalie Scott Darling! Während der 25-Jährige, der aus einem Vorort Chicagos kommt, starke 33 Saves auf seinem Konto hatte, waren es Jonathan Toews und Brent Seabrook, die Chicago zum Heimsieg gegen die Senators schossen.

Allein 16 Saves waren es dabei im entscheidenden dritten Drittel. "Ich war leicht panisch", so Darling im Anschluss an seinen mehr als gelungenen Abend: "Ich habe zwanzig Jahre für diesen Moment gearbeitet. Ich war Fan des Klubs seit ich mich für Eishockey interessiere." Auch von Blackhawks-Coach Joel Quenneville gab es Lob en masse.

Neben Darling durfte vor allem auch Patrick Kane ordentlich jubeln. Der Right Wing Chicagos kam beim Assist für Toews gegen die Senators zu seinem 500. Scorer-Punkt. Dennoch hätte der Abend auch anders verlaufen können. Die Chancen für die Gäste aus Ottawa waren nämlich durchaus gegeben. Coach Paul MacLean war deshalb nicht wirklich zufrieden: "Wir haben uns Chancen erarbeitet, aber ich weiß nicht, ob wir Darling wirklich richtig geprüft haben. Ich denke nicht, dass es im Endeffekt an ihm lag."

Winnipeg Jets (3-5-0, 6 Pts) - Colorado Avalanche (2-4-3, 7 Pts) 2:1 OT BOXSCORE

Nach der regulären Spielzeit lagen beide Teams gleichauf - die Möglichkeit zum Held zu werden war deshalb in der Overtime durchaus gegeben. Bei den Jets schlüpfte an diesem Abend Bryan Little in diese Rolle. Nach einem Versuch von Jets-Kapitän Andrew Ladd war es Little, der den Schuss entscheidend umlenkte und so für den Heimsieg sorgte.

NHL: Die Stanley-Cup-Sieger der letzten 20 Jahre
1995: New Jersey Devils. Playoffs-MVP: Claude Lemieux (Forward)
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1995: New Jersey Devils. Playoffs-MVP: Claude Lemieux (Forward)
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1996: Colorado Avalanche. Playoffs-MVP: Joe Sakic (Forward)
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1996: Colorado Avalanche. Playoffs-MVP: Joe Sakic (Forward)
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1997: Detroit Red Wings. Playoffs-MVP: Mike Vernon (Goalie)
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1998: Detroit Red Wings. Playoffs-MVP: Steve Yzerman (Forward)
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1998: Detroit Red Wings. Playoffs-MVP: Steve Yzerman (Forward)
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1999: Dallas Stars. Playoffs-MVP: Joe Nieuwendyk (Forward)
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1999: Dallas Stars. Playoffs-MVP: Joe Nieuwendyk (Forward)
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2000: New Jersey Devils. Playoffs-MVP: Scott Stevens (Defenseman)
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2000: New Jersey Devils. Playoffs-MVP: Scott Stevens (Defenseman)
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2001: Colorado Avalanche. Playoffs-MVP: Patrick Roy (Goalie)
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2001: Colorado Avalanche. Playoffs-MVP: Patrick Roy (Goalie)
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2002: Detroit Red Wings. Playoffs-MVP: Nicklas Lidström (Defenseman)
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2002: Detroit Red Wings. Playoffs-MVP: Nicklas Lidström (Defenseman)
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2003: New Jersey Devils. Playoffs-MVP: Jean-Sebastien Giguere (Goalie, Mighty Ducks of Anaheim)
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2004: Tampa Bay Lightning. Playoffs-MVP: Brad Richards (Forward)
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Wegen eines Streiks fiel die NHL-Saison 2005 aus. 2006: Carolina Hurricanes. Playoffs-MVP: Cam Ward (Goalie)
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Wegen eines Streiks fiel die NHL-Saison 2005 aus. 2006: Carolina Hurricanes. Playoffs-MVP: Cam Ward (Goalie)
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2007: Anaheim Ducks. Playoffs-MVP: Scott Niedermayer (Defenseman)
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2008: Detroit Red Wings. Playoffs-MVP: Henrik Zetterberg (Forward)
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2008: Detroit Red Wings. Playoffs-MVP: Henrik Zetterberg (Forward)
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2009: Pittsburgh Penguins. Playoffs-MVP: Evgeni Malkin (Forward)
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2010: Chicago Blackhawks. Playoffs-MVP: Jonathan Toews (Center)
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2011: Boston Bruins. Playoffs-MVP: Tim Thomas (Goalie)
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2012: Los Angeles Kings. Playoffs-MVP: Jonathan Quick (Goalie)
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2013: Chicago Blackhawks. Playoffs-MVP: Patrick Kane (Forward)
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2014: Los Angeles Kings. Playoffs-MVP: Justin Williams (r., Forward)
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2015: Chicago Blackhawks. Playoffs-MVP: Duncan Keith (l., Defenseman)
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2016: Pittsburgh Penguins. Playoffs-MVP: Sidney Crosby (r.)
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"Ehrlich? Ich dachte nicht, dass ich es war", so Little: "Erst als ich das Replay sah, wusste ich es." Auch für Ladd, der im ersten Drittel sein 100. Karriere-Tor erzielte, dürfte die Art des Treffers relativ egal gewesen sein - am Ende stand immerhin der Sieg und somit zwei wichtige Punkte.

Vancouver Canucks (5-3-0, 10 Pts) - Washington Capitals (4-2-2, 10 Pts) 4:2 BOXSCORE

War die Partie Mitte des zweiten Drittels noch durchaus eng, sorgte Radim Vrbata eine Minute vor Schluss für die Entscheidung. Nach einem torlosen ersten Drittel eröffnete Captials-Akteur Marcus Johansson im zweiten Abschnitt die Partie mit seinem Treffer.

Im Anschluss kamen dann die magischen zwei Minuten der Canucks. Henrik Sedin, Nick Bonino und Luca Sbisa stellten innerhalb von nur einer Minute und 47 Sekunden die 3:1-Führung der Hausherren her, von der sich die Gäste nicht mehr erholen konnten. "Sbisa ist ein großartiger Spieler", so Bonino: "Er spielt sehr physisch, hat das ganze Jahr schon eine unheimliche Präsenz." Eine Eigenschaft, die den Capitals an diesem Tag fehlte.

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