Mittwoch, 01.01.2014

NHL-Roundup

Ducks überrollen Sharks

Die Anaheim Ducks beenden den besten Dezember der Klub-Geschichte mit einem beeindruckenden Sieg gegen die San Jose Sharks. Die Carolina Hurricanes feiern dank einer wahren Explosion einen Comeback-Sieg gegen die Montreal Canadiens - und die Pittsburgh Penguins verlieren - wie fast immer - bei den New Jersey Devils.

Garant für den Erfolg der Ducks: Der Schweizer Keeper Jonas Hiller
© getty
Garant für den Erfolg der Ducks: Der Schweizer Keeper Jonas Hiller

Das Spiel der Nacht:

Anaheim Ducks (29-8-5, 63 Pts) - San Jose Sharks (25-9-6, 56 Pts) 6:3 BOXSCORE

Logan Couture erzielte in der 33. Minute den 2:2-Ausgleich für die Sharks, danach wurde San Jose von Anaheim überrollt! Innerhalb von nur siebeneinhalb Minuten machten die Ducks aus einem 2:2 ein 6:2! Game over!

Nick Bonino und Matt Beleskey schossen noch im Mitteldrittel, in dem Anaheim insgesamt 25 (!) Schüsse abfeuete, eine 4:2-Führung heraus. Als Anfang des Schlussdrittels Ryan Getzlaf nach Vorarbeit von Corey Perry mit seinem 20. Saisontor das 5:2 markierte, war der Arbeitstag für Sharks-Keeper Antti Niemi (25 Saves) beendet.

Alex Stalock ersetzte den Finnen und fing sich sofort einen Shorthander von Andrew Cogliano, der bei einem 3-0-Rush einen Saku-Koivu-Rebound einnetzte. Die überragenden Ducks waren Getzlaf und Keeper Jonas Hiller. Getzlaf sammelte neben seinem Tor noch 2 Assists und liegt mit jetzt 47 Scorerpunkten in der NHL-Scorerliste hinter Sidney Crosby (59) und Patrick Kane (53) auf Rang drei.

Hiller parierte 33 Schüsse der Sharks und hat neun Spiele in Folge für Anaheim gewonnen. Die Ducks beendeten den besten Dezember in der Klub-Geschichte mit dem elften Sieg in den letzten zwölf Spielen - Anaheim bleibt auch weiterhin das einzige Team in der NHL ohne Heimniederlage nach regulärer Spielzeit (15-0-2 im Honda Center).

"Wir sind eine gute Mannschaft, das wissen wir. Aber wir wissen auch, dass wir uns noch verbessern müssen", meinte Getzlaf.

Die weiteren Spiele:

New Jersey Devils (17-16-8, 42 Pts) - Pittsburgh Penguins (29-12-1, 59 Pts) 2:1 BOXSCORE

Egal wie gut es bei den Pens auch insgesamt läuft, im Prudential Center haben sie meistens nichts zu holen. Traditionell tut sich Pittsburgh bei den Devils extrem schwer, vor allem gegen Martin Brodeur - das war auch diesmal nicht anders.

Brodeur (19 Saves) war besonders zu Beginn überragend und verbesserte seine Karriere-Bilanz gegen die Pens auf 48-28-5, beim Game-Winner von Michael Ryder sammelte er sogar einen Assist.

Florida Panthers (15-20-6, 36 Pts) - New York Rangers (20-19-2, 42 Pts) 1:2 SO BOXSCORE

Rangers-Defender Dan Girardi verschuldete durch seinen Giveaway die Panthers-Führung von Brad Boyes, 2:10 Minuten vor Ende machte es Girardi mit seinem Ausgleichstreffer aber wieder gut. Im Shootout schoss Brad Richards die Rangers zum Sieg. Henrik Lundqvist (21 Saves) lieferte sich ein starkes Goalie-Duell mit Tim Thomas (30 Saves).

Minnesota Wild (20-17-5, 45 Pts) - St. Louis Blues (27-7-5, 59 Pts) 1:2 BOXSCORE

Die Blues mussten erneut auf Alex Steen und David Backes verzichten, dann fiel im ersten Drittel auch noch Chris Stewart aus. Macht aber alles nichts, denn St. Louis hat ja immer noch Jaden Schwartz! Der 21-jährige Stürmer traf im sechsten Spiel in Folge und das zweite Tor der Blues durch T.J. Oshie bereitete er auch noch vor. Während St. Louis weiter top drauf ist (8-1-2 in den letzten 11 Spielen), kassierten die Wild die sechste Niederlage in Serie.

Boston Bruins (26-12-2, 54 Pts) - New York Islanders (13-21-7, 33 Pts) 3:5 BOXSCORE

Nachdem Patrice Bergeron und Daniel Paille im Mitteldrittel innerhalb von nur 25 Sekunden eine 3:1-Führung für die Bruins herausgeschossen hatten, drehten die Islanders das Spiel mit vier Toren in Folge. Superstar John Tavares hatte eine 4-Point-Night (2 Tore, 2 Assists), auch Kyle Okposo (1 Tor, 2 Assists) und Frans Nielsen (2 Tore) hatten großen Anteil am Sieg der Isles.

Carolina Hurricanes (15-16-9, 39 Pts) - Montreal Canadiens (23-14-4, 50 Pts) 5:4 OT BOXSCORE

Die Hurricanes beendeten in einem verrückten Spiel ihre 5-Spiele-Pleitenserie. Nach 40 Minuten führten die Habs dank Toren von Lars Eller und Max Pacioretty (Doppelpack) mit 3:0, dann explodierte Carolina aber zwischen der 42. und 49. Minute und führte plötzlich mit 4:3. Jeff Skinner (2 Tore, 1 Assist) hatte den größten Anteil am furiosen Comeback. P.K. Subban glich zwar sofort wieder für Montreal aus, in der Overtime erzielte dann aber Alexander Semin den Siegtreffer für die Canes.

Winnipeg Jets (19-18-5, 43 Pts) - Buffalo Sabres (11-25-4, 26 Pts) 3:0 BOXSCORE

Sollte Al Montoya der neue Nummer-1-Goalie der Jets sein? Montoya führte Winnipeg jedenfalls mit seinem Shutout (27 Saves) zum dritten Sieg in Folge und ist seit Wochen stark in Form. Ryan Millers Backup Jhonas Enroth hatte dagegen keinen guten Tag. Als er einen ungefährlichen Schuss von Keaton Ellerby im ersten Drittel nicht parieren konnte, schenkte er Winnipeg die Führung. Jacob Trouba und Anthony Peluso erzielten die weiteren Jets-Treffer.

Dallas Stars (20-12-7, 47 Pts) - Los Angeles Kings (25-12-5, 54 Pts) 3:2 BOXSCORE

Dallas gewann das Spiel dank des Power Plays (2 Tore), das gibt es ganz selten! Kaum ein Team hat ein so mieses Power Play wie die Stars, zuhause hat Dallas sogar das schlechteste Überzahl-Spiel der NHL (4,8 Prozent). Erik Cole traf doppelt und ist plötzlich heiß gelaufen - schon am letzten Freitag hatte er beim Sieg gegen Nashville zweimal genetzt. Dazu erzielte Tyler Seguin sein 20. Saisontor. Für die Kings, die vier Spiele in Folge verloren haben, trafen Jeff Carter und Anze Kopitar.

Colorado Avalanche (24-11-4, 52 Pts) - Columbus Blue Jackets (17-19-4, 38 Pts) 5:3 BOXSCORE

Die Avs beendeten dank ihres Power Plays (3/3) ihre 4-Spiele-Niederlagenserie. Ryan O'Reilly, Gabriel Landeskog und Nathan MacKinnon scorten in Überzahl. Die Blue Jackets dominierten das Spiel 5-5, Colorado hatte aber einen starken Semyon Varlamov (35 Saves) im Kasten. First Star of the Game war Matt Duchene (2 Assists).

Calgary Flames (14-20-6, 34 Pts) - Philadelphia Flyers (20-16-4, 44 Pts) 1:4 BOXSCORE

Die Flyers werden immer stärker! Philly hat seine ersten drei Auswärtsspiele auf einem Western-Trip gewonnen, insgesamt steht die Siegesserie jetzt bei vier Spielen. Brayden Schenn erlebte bei seinem Homecoming einen großen Abend (1 Tor, 2 Assists), außerdem trafen Mark Streit, Scott Hartnell und Braydon Coburn für die Flyers. Jungstar Sean Monahan erzielte das einzige Tor der Flames.

Phoenix Coyotes (20-19-9, 49 Pts) - Edmonton Oilers (13-24-5, 31 Pts) 4:3 OT BOXSCORE

Die Oilers lagen nach Toren von Ryan Nugent-Hopkins, David Perron und Justin Schultz (3 Assists von Tayor Hall) auf der Siegerstraße, brachten es aber nicht über die Zeit. Mikkel Boedker rettete die Coyotes 70 Sekunden vor Ende in die OT - und dort machte der überragende Verteidiger Keith Yandle 7 Sekunden vor dem Buzzer mit seinem zweiten Tor des Abends alles klar. Thomas Greiss ersetzte nach dem zwischenzeitlichen 1:3 Mike Smith und ließ keinen Gegentreffer mehr zu (15 Saves).

Der NHL-Spielplan im Überblick

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