Freitag, 15.11.2013

NHL-Roundup

Blackhawks ringen Phoenix nieder

Die Chicago Blackhawks beweisen gegen die Coyotes einen langen Atem. Tampa Bay schießt die Colorado Avalanche ab und Alexander Steen trifft für die Blues weiter und weiter. Außerdem: Ein Stars-Duo überrollt Calgary und San Jose hat den Eishockey-Gott auf seiner Seite.

Brandon Pirri erzielte im Shootout das entscheidende Tor für die Blackhawks
© getty
Brandon Pirri erzielte im Shootout das entscheidende Tor für die Blackhawks

Das Spiel der Nacht:

Chicago Blackhawks (13-2-4, 30 Pts) - Phoenix Coyotes (13-4-3, 29 Pts) 5:4 SO (BOXSCORE)

Feuerwerk im United Center! Chicago und Phoenix lieferten sich einen intensiven Schlagabtausch. Vor allem der Gastgeber ballerte aus allen Lagen und hatte am Ende 52 Schüsse auf dem Konto (Saison-Bestwert). Trotzdem mussten die Blackhawks lange warten, bis der siebte Sieg in den letzten acht Partien perfekt war.

Der Grund: Mike Smith (48 Saves). Der Coyotes-Goalie hat Erfahrung damit, Schüsse en masse auf seinen Kasten zu bekommen. In 18 Partien in dieser Saison flogen ihm bereits 607 Pucks entgegen. Damit hat in dieser Statistik jeder andere Goalie in der Liga das Nachsehen. "Wir wussten, dass er was drauf hat. Deswegen wollten wir für viel Betrieb vor ihm sorgen", so Brandon Saad.

Smith ließ sich davon aber kaum verunsichern und machte vor allem im dritten Abschnitt einige starke Saves. Der Shootout musste also her - mit dem besseren Ende für die Blackhawks. Jonathan Toews und Brandon Pirri behielten die Nerven und ließen die heimischen Fans jubeln.

Die weiteren Spiele:

Boston Bruins (12-5-1, 25 Pts) - Columbus Blue Jackets (6-10-2, 14 Pts) 3:2 OT (BOXSCORE)

Großer Auftritt von Milan Lucic in der Overtime. Bostons Left Wing blockte erst einen Schussversuch von Cam Atkinson, um wenige Momente später im Breakaway das entscheidende Tor in der Verlängerung zu erzielen. "Das war mein erstes Tor in der Overtime überhaupt. Ein klasse Gefühl", so Lucic im Anschluss.

New York Islanders (7-10-3, 17 Pts) - Los Angeles Kings (12-6-1, 25 Pts) 2:3 (BOXSCORE)

Was für ein letztes Drittel von den Kings. Die Gäste legten im dritten Abschnitt ein furioses Comeback hin und drehten die Partie nach einem 0:2-Rückstand noch zu ihren Gunsten. Für den Siegtreffer war Tyler Toffoli knapp 90 Sekunden vor dem Ende verantwortlich. "Ich habe einfach gehofft, dass der Puck über die Linie kullert. Das war ein besonderer Moment für mich", so der Kings-Center.

Tampa Bay Lightning (14-5-0, 28 Pts) - Anaheim Ducks (15-5-1) 5:1 (BOXSCORE)

Die Nummer eins im Ostens gegen die Nummer eins im Westen. Mehr geht eigentlich nicht. Doch das Duell zweier Spitzenreiter im Tampa Bay Times Forum wurde zu einer eindeutigen Angelegenheit. Auch ohne Steven Stamkos, der nach seinem Beinbruch am Dienstag operiert wurde, schossen die Lightning Anaheim aus der Halle.

Die Gastgeber konnten sich insbesondere auf Valtteri Filppula (2 Tore, 1 Assist) und Martin St. Louis (1 Tor, 2 Assists) verlassen. Tampa Bay wahrte damit seine weiße Weste gegen Teams aus dem Westen (7-0-0). Bei den Ducks machte sich nach der zweiten Pleite in Folge dagegen Ernüchterung breit.

"Wir sind ein ziemlich fragiles Gebilde, trotz unserer Bilanz. Wenn wir in Rückstand geraten, lassen wir die Köpfe hängen. Das geht schon die ganze Zeit so", wählte Anaheims Head Coach Bruce Boudreau nach der Partie deutliche Worte.

St. Louis Blues (12-2-3, 27 Pts) - Colorado Avalanche (14-4-0, 28 Pts) 7:3 (BOXSCORE)

Er trifft und trifft und trifft... Alexander Steen scheint momentan unaufhaltsam zu sein. Gegen Colorado verbuchte der Left Wing seine Saisontreffer Nummer 15 und 16 und hatte damit maßgeblichen Anteil am siebten Erfolg in den letzten neun Partien.

Ein weiterer Schlüssel zum Sieg: Das Powerplay der Blues erwachte endlich aus seinem Tiefschlaf. Nachdem man in den letzten Partien in Überzahl kaum etwas auf die Reihe bekam (1/15), trafen die Gastgeber diesmal bei drei von vier Powerplays.

"Wir bewegen uns besser und haben ab und zu auch einfach das Quäntchen Glück. Das hat uns in letzter Zeit ein wenig gefehlt", so T.J. Oshie, der zum ersten Mal in seiner Karriere ein 4-Punkte-Spiel ablieferte (4 Assists).

Auch bei den Avs gab es einige Premieren, wenn auch eher im negativen Sinne. Jean-Sebastien Giguere musste die erste Saisonniederlage als Starter hinnehmen. Zudem kassierte Anaheim zum ersten Mal in diesem Jahr zwei Pleiten Folge.

Calgary Flames (6-10-3, 15 Pts) - Dallas Stars (10-7-2, 22 Pts) 3:7 (BOXSCORE)

Die Flames dürften von der Top-Reihe der Stars wohl noch einige Zeit schlecht träumen. Vor allem Tyler Seguin und Jamie Benn waren schlicht und ergreifend zu schnell und trickreich für Calgarys Defense. Die Folge: Während es Seguin satte vier Mal klingeln ließ, verbuchte Benn mit einem Treffer und fünf Assists unfassbare sechs Punkte (Karriere-Bestwert).

"Es gab einen Moment, als wir uns nur angelacht haben. Eigentlich will man das andere Team nie lächerlich machen. Aber es gibt Abende wie heute, an denen einfach alles funktioniert", schmunzelte Benn nach der Partie.

Die Vorentscheidung im Scotiabank Saddledome fiel im zweiten Drittel, als die Stars auf 5:0 wegzogen. Für die Flames war es bereits die fünfte Pleite in Serie. "Wir wurden mal wieder an die Wand geknallt. Es ist immer dieselbe Geschichte", so ein enttäuschter Lee Stempniak.

Vancouver Canucks (11-7-3, 25 Pts) - San Jose Sharks (12-2-5, 29 Pts) 1:2 OT (BOXSCORE)

Die Vancouver Canucks schlagen die San Jose Sharks. So dürfte es wohl in den Texten der meisten Journalisten gestanden haben, als es in der Rogers Arena in die letzen Minuten ging. Doch ein Rookie machte den Reportern einen Strich durch die Rechnung.

Tomas Hertl glich die Begegnung 65 Sekunden vor dem Ende aus und schickte die Partie mit seinem elften Saisontor in die Verlängerung. Dort war es Dan Boyle, der die Canucks mit einem Powerplay-Tor endgültig ins Tal der Tränen beförderte. Es war aus Vancouvers Sicht der erste Gegentreffer in Unterzahl nach 28 Powerplay Kills.

"Wir waren heute sicherlich nicht das bessere Team. Aber manchmal hat man den Eishockey-Gott auf seiner Seite", so Sharks-Coach Todd McLellan. San Jose hat damit zehn der letzten elf Aufeinandertreffen mit den Canucks für sich entschieden.

Der NHL-Spieplan im Überblick

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