Samstag, 02.11.2013

NHL-Roundup

164 Strafminuten! Caps schlagen Flyers

Die Washington Capitals schießen Philadelphia aus der Halle. Die Flyers antworten auf ihre Art und Weise. Pittsburgh feiert Marc-Andre Fleury und Paul Stastny sichert den Avalanche-Sieg in Dallas.

Ray Emery (o.) und Braden Holtby lieferten sich ein besonderes Tete-a-Tete
© getty
Ray Emery (o.) und Braden Holtby lieferten sich ein besonderes Tete-a-Tete

Das Spiel der Nacht:

Philadelphia Flyers (3-9-0, 6 Pts) - Washington Capitals (6-7-0, 12 Pts) 0:7 BOXSCORE

Die Capitals können es auch ohne Alex Ovechkin. Der Superstar reiste wegen einer Oberkörperverletzung nicht mit nach Philadelphia. Seine Teamkollegen fingen den Ausfall allerdings in beeindruckender Manier auf.

Angeführt von Joel Ward, der seine Hattrick-Premiere in der NHL ablieferte, gewannen die Caps zum ersten Mal in dieser Saison ohne ein Ovechkin-Tor.

Neben Ward stachen beim Schützenfest im Wells Fargo Center vor allem Jason Chimera und Braden Holtby heraus. Während Left Wing Chimera einen Treffer und drei Assists verbuchte, hielt der Goalie seinen Kasten sauber und feierte einen Shutout (30 Saves).

Kein Wunder also, dass die Flyers irgendwann ihrem Frust freien Lauf lassen mussten. Die Folge: Strafminuten en masse! Am Ende standen 164 Minuten zu Buche, 99 für Philly, 65 für Washington. Selbst Flyers-Goalie Ray Emery lieferte sich mit Holtby einen Fight.

"Es war einfach enttäuschend. Die Fans haben sich das ganz anders vorgestellt. Und wir natürlich auch. Manchmal findet man dann einfach ein Ventil und lässt alles raus", so Emery, der nach seinem Tete-a-Tete mit Holtby ejected wurde.

Die weiteren Spiele:

Pittsburgh Penguins (10-4-0, 20 Pts) - Columbus Blue Jackets (5-7-0, 10 Pts) 4:2 BOXSCORE

Starke Performance von Marc-Andre Fleury! Nachdem der Goalie in den letztjährigen Playoffs arg in Kritik geraten war, nahmen sich die Pens vor, mehr Wert auf die Defense zu legen. Gegen Columbus bewies Fleury aber, dass er auch selbst weiterhin ein X-Faktor sein kann.

Der 28-Jährige parierte 37 Schüsse (Saison-Rekord) und hatte damit großen Anteil am zehnten Saisonsieg der Pens. "Wir haben zu viel zugelassen. Flower hat uns im Spiel gehalten. Er hat einen klasse Job gemacht", lobte Brandon Sutter seinen Teamkollegen.

Carolina Hurricanes (4-6-3, 11 Pts) - Tampa Bay Lightning (9-4-0, 18 Pts) 0:3 BOXSCORE

Erster Shutout in dieser Saison für Ben Bishop! Der Goalie ließ die Hurricanes mit 31 Saves verzweifeln und feierte mit den Lightning nach einem starken Oktober den perfekten Start in den November. Carolina musste dagegen die vierte Pleite in Folge hinnehmen.

Ottawa Senators (4-6-3, 11 Pts) - New York Islanders (5-5-3, 13 Pts) 4:5 SO BOXSCORE

Jack Capuano wollte mehr Schüsse sehen. Und seine Mannen gehorchten ihrem Head Coach. Die Islanders feuerten im Canadien Tire Centre aus allen Lagen und stellten mit 54 Versuchen einen neuen Saison-Rekord auf.

"Der Coach müsste jetzt zufrieden sein. Er hat viel davon geredet, dass wir aggressiver sein müssen. Das ist uns heute gelungen", schmunzelte Captain John Tavares.

Das war allerdings auch bitter nötig, denn die Islanders rannten zweimal einem Zwei-Tore-Rückstand hinterher. Am Ende bescherte Frans Nielsen den Gästen mit seinem Shootout-Treffer aber doch noch den dritten Sieg in den letzten zehn Partien.

Florida Panthers (3-8-2, 8 Pts) - St. Louis Blues (8-1-2, 18 Pts) 0:4 BOXSCORE

Alexander Steen ist weiter on fire. St. Louis' Left Wing erzielte im sechsten Spiel in Folge mindestens einen Treffer. Bei den Panthers setzte er mit dem 4:0 im zweiten Drittel den Schlusspunkt.

Beim dritten Erfolg in Serie wurde Steen dennoch ein wenig die Show gestohlen. Brian Elliott trug einen Shutout zu seinem ersten Sieg seit dem 27. April gegen Chicago bei: " Es hat sich gut angefühlt. Die Jungs haben mir natürlich auch perfekt dabei geholfen."

Minnesota Wild (7-4-3, 17 Pts) - Montreal Canadiens (8-6-0, 16 Pts) 4:3 BOXSCORE

In Pominville we trust. So könnte momentan der Leitspruch in Minnesota lauten. Der Grund: Jason Pominville scheint derzeit einfach immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Das bewies der Right Wing auch gegen die Canadiens.

Nachdem Montreal im letzten Abschnitt innerhalb von drei Minuten aus einem 1:3 ein 3:3 machten, erzielte Pominville gut fünf Minuten vor dem Ende den Siegtreffer. Es war bereits sein zweites Tor an diesem Abend und das fünfte in den vergangenen drei Partien.

"Der Puck findet mich, und ich finde einen Weg ins Tor. Das hört sich komisch an, aber so ist es momentan. Vielleicht werden wir gerade auch für die ganze harte Arbeit belohnt", so der Matchwinner.

Dallas Stars (5-6-2, 12 Pts) - Colorado Avalanche (11-1-0, 22 Pts) 2:3 OT BOXSCORE

Die Avs marschieren weiter durch die Liga. In Dallas musste Colorado allerdings bis zum Ende kämpfen. Nachdem das Team von Patrick Roy im dritten Drittel eine Zwei-Tore-Führung herschenkte, war es Paul Stastny, der in der Overtime mit seinem zweiten Treffer des Abends den nächsten Avs-Sieg perfekt machte.

"Das war ein perfekter Schuss. Lehtonen (Stars-Goalie Kari Lehtonen, Anm. d. Red.) hatte keine Chance", lobte Rookie-Coach Roy seinen Matchwinner. Bei den Avs kehrte damit wieder ein wenig Alltag ein, nachdem Goalie Semyon Varlamov zwei Tage zuvor wegen häuslicher Gewalt eine Nacht im Gefängnis verbringen musste.

"Er hat schwierige 48 Stunden hinter sich. Es war wichtig für ihn, einfach wieder aufs Eis zu dürfen", so Stastny.

Calgary Flames (5-6-2, 12 Pts) - Detroit Red Wings (8-4-2, 18 Pts) 3:4 BOXSCORE

Erfolgreiches Jubiläum für Mike Babcock! Das Gastspiel in Calgary war das 800. NHL-Spiel für Detroits Head Coach. Allerdings musste der 50-Jährige im zweiten Drittel mächtig um den Sieg zittern, nachdem Chris Butler und Sean Monahan für die Flames ausglichen.

Tomas Tatar und Justin Abdelkader brachten die Red Wings im letzten Abschnitt aber doch wieder auf die Siegerstraße zurück. Detroit konnte damit das Momentum aus dem Erfolg bei den Canucks am Mittwoch weiter ausbauen.

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