NHL

Toronto bezwingt den Bruins-Fluch

SID
Die Toronto Maple Leafs schlagen gegen die Boston Bruins nach acht Pleiten wieder zu
© getty

Die Maple Leafs kämpften Angstgegner Boston nieder, obwohl Dennis Seidenberg traf. Vancouver feierte einem Low-Scoring-Sieg beim Champion, Rekord-Torhüter Martin Brodeur sein 666. Mal.

Das Spiel der Nacht:

Toronto Maple Leafs (17-12-3, 37 Pts) - Boston Bruins (20-7-3, 43 Pts) 3:2

Tore: 1:0 Kadri, 2:0 Grabovski, 3:0 McLaren, 3:1 Seidenberg, 3:2 Ference

Sie können es doch noch: Im Air Canada Centre endete Torontos Durststrecke. Erstmals seit dem 31. März 2011 wurden die Bruins wieder bezwungen. Defender Cody Franson gestand: "Damit fällt eine Last von unseren Schultern. Wir hatten sicherlich bessere Spiele, diesmal klappte es."

Nazem Kadri bescherte den Maple Leafs nach 4:58 Minuten die Führung. Im zweiten und dritten Abschnitt legten Mikhail Grabovski und Frazer McLaren nach. Klare Sache - bis Dennis Seidenberg per Handgelenksschuss zuschlug.

Kurz vor der Sirene verkürzte Andrew Ference erneut, doch James Reimer hielt die restlichen 1:16 Minuten den Kasten sauber. "Wir waren nicht unterlegen im klassischen Sinn", meinte der Torhüter in Anbetracht der 13:33 Schussausbeute. "Wir haben hart und ehrlich geackert, endlich wurden wir dafür belohnt."

Boston-Betreuer Claude Julien monierte inden die fehlende Konsequenz: "Wir hätten den Sieg nicht verdient, müssen endlich über 60 Minuten kämpfen und das Niveau hochhalten - wie nach dem 0:3." Zwar sind die Bruins weiterhin drittbestes Team der Eastern Conference, der Anschluss zu Spitzenreiter Pittsburgh ging allerdings verloren.

Die weiteren Spiele:

Los Angeles Kings (17-12-2, 36 Pts) - Vancouver Canucks (16-9-6, 38 Pts) 0:1

Tor: 0:1 Raymond

Ein Offensiv-Spektakel bekamen die Zuschauer im Staples Center nicht gerade zu sehen: 33 Schüsse feuerten die Teams ab, mit deutlichem Übergewicht für den amtierenden Stanley-Cup-Champion. Die Kings wussten davon nicht zu profitieren. "Anze Kopitar, Jeff Carter, Mike Richards oder Jarret Stoll - wir haben ein Scoring-Problem", erklärte Head Coach Darryl Sutter.

Bei den Canucks avancierte Cory Schneider zum Helden. "Er war überragend. Hier aufzulaufen, ist nie einfach. In solchen Spielen lässt man Möglichkeiten zu, dann braucht man einen starken Torhüter", lobte Henrik Sedin.

Schneider schnaufte nach "20 Saves der härteren Sorte" durch. Der Vollständigkeit: Forward Mason Raymond bescherte schon im ersten Drittel das Goldtor. Für die Canucks war es der dritte Sieg in Folge.

Montreal Canadiens (20-6-5, 45 Pts) - Buffalo Sabres (13-15-4, 30 Pts) 1:2

Tore: 0:1 Vanek (PP), 0:2 Vanek, 1:2 Ryder (PP)

Die Canadiens verzweifelten: An Ryan Miller. An Buffalo-Topscorer Thomas Vanek. Und am eigenen Unvermögen. Nur einmal konnte man den Schlussmann bei 39 Versuchen überwinden. "Wir spielten gut, hatten Chancen. Es war eines dieser Spiele, die man eben verliert", so Michael Ryder.

Im Powerplay ließ der Right Wing nochmals Hoffnung aufkeimen. Die Sabres retteten jedoch ihren minimalen Vorsprung über die Distanz. Miller jubelte: "Wir durchlebten eine dunkle Phase, nun sehen wir endlich wieder Land." Lediglich zwei Punkte fehlen noch auf den Playoff-Spot.

New Jersey Devils (15-11-6, 36 Pts) - Florida Panthers (9-17-6, 24 Pts) 2:1

Tore: 1:0 Elias, 2:0 Clarkson, 2:1 Mueller

Martin Brodeur schrieb in den Rekordbüchern ein neues Kapitel: Der 40-jährige Torhüter bejubelte gegen die Florida Panthers seinen 666. Karriere-Erfolg. "Mein Bruder hat sich bereits gemeldet, er möchte unbedingt meinen Stock als Andenken." Wir gratulieren!

Der Wermutstropfen: Franchise-Player Ilya Kovalchuk eilte Mitte des Schlussdrittels schmerzverzerrt in die Kabine. Er verletzte sich an der Schulter. "Wir müssen versuchen, diese Lücke irgendwie zu füllen", rätselte Coach Peter De Boer. Wie lange Kovalchuk fehlen wird, ist ungewiss.

Ottawa Senators (17-9-6, 40 Pts) - Tampa Bay Lightning (13-17-1, 27 Pts) 5:3

Tore: 1:0 Silfverberg, 2:0 Gryba, 3:0 Latendresse, 4:0 Alfredsson (PP), 4:1 Johnson, 4:2 Johnson, 4:3 Purcell, 5:3 Alfredsson (EN)

Minnesota Wild (18-10-2, 38 Pts) - San Jose Sharks (13-11-6, 32 Pts) 2:0

Tore: 1:0 Parise, 2:0 Spurgeon (PP)

Edmonton Oilers (11-12-7, 29 Pts) - St. Louis Blues (17-11-2, 36 Pts) 0:3

Tore: 0:1 Stewart, 0:2 Steen, 0:3 Oshie

Dallas Stars (15-13-3, 33 Pts) - Colorado Avalanche (11-15-4, 26 Pts) 5:2

Tore: 1:0 Roy, 2:0 Benn (PP), 3:0 Nystrom, 4:0 Eakin, 4:1 Parenteau (PP), 4:2 Stastny, 5:2 Jagr

Nashville Predators (13-13-6, 32 Pts) - Columbus Blue Jackets (13-13-6, 32 Pts) 5:2

Tore: 1:0 Beck, 2:0 Weber (PP), 2:1 Umberger (PP), 3:1 Legwand, 4:1 Halischuk, 4:2 Anisimov, 5:2 Josi (PP/EN)

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