Nach 113 Tagen Arbeitskampf

NHL-Einigung: Klubbesitzer als Sieger

SID
Montag, 07.01.2013 | 14:36 Uhr
Der deutsche Nationalspieler Christian Ehrhoff von den Buffalo Sabres
© Getty
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Nach 113 Tagen Arbeitskampf in der NHL haben sich die Klubbesitzer in den wichtigsten Streitpunkten durchgesetzt. Rentenverträge, wie vom deutschen Nationalspieler Christian Ehrhoff, wurden abgeschafft.

In der neuen Vereinbarung mit der Spielergewerkschaft NHLPA, die zehn Jahre läuft, ist eine Verteilung der jährlichen Einnahmen von 3,3 Milliarden Dollar im Verhältnis von 50:50 festgeschrieben. Nach der alten Regelung hatten die Spieler noch 57 Prozent erhalten.

Zudem wurde die Laufzeit der Verträge begrenzt. Neuzugänge dürfen nur noch für sieben Jahre unterschreiben; wer bei seinem Klub bleibt, kann maximal einen Achtjahresvertrag erhalten. Damit ist ein Kontrakt, wie ihn der deutsche Nationalspieler Christian Ehrhoff bei den Buffalo Sabres mit 40 Millionen Dollar über zehn Jahre erhielt, zukünftig nicht mehr möglich.

Zudem darf das Gehalt von Jahr zu Jahr nicht mehr so deutlich variieren wie zuletzt bei einigen "Rentenverträgen". Mindestens die Hälfte des höchsten Betrages muss der Spieler jederzeit verdienen. Ehrhoff erhielt in der vergangenen Saison zehn Millionen, in den letzten drei Jahren seines Vertrages mit Buffalo bekommt er dagegen nur jeweils eine Million.

Erfolg für NHLPA beim Salary Cap

Einen kleinen Erfolg konnte die NHLPA beim Salary Cap für sich verbuchen. In der nächsten kompletten Saison dürfen die Klubs maximal 64,3 Millionen Dollar für Spielergehälter ausgeben. Die Klubbesitzer hatten die Grenze auf 60 Millionen herabsetzen wollen. Zudem kamen die Klubs den Spielern bei einem Rentenplan entgegen.

Wichtige Fragen sind indes noch offen. Über die Teilnahme an den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi wurde noch nicht entschieden. Auch über die geplante Neuordnung der regionalen NHL-Divisionen gibt es noch keine Einigung. Offen ist auch noch, wann die verkürzte Saison beginnt. Der neue Tarifvertrag muss noch von beiden Seiten offiziell verabschiedet werden.

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