Donnerstag, 07.06.2012

Stanley Cup Final - Spiel 4

Devils verhindern Kings-Party

Die New Jersey Devils gewinnen Spiel 4 des Stanley Cup Finals mit 3:1 bei den Los Angeles Kings und verkürzen in der Best-of-seven-Serie damit auf 1-3. Rookie Adam Henrique erzielt einmal mehr in den Playoffs einen Game-Winner, Martin Brodeur packt sensationelle Saves aus.

Devils-Keeper Martin Brodeur mit seinem unfassbaren Poke Check gegen Trevor Lewis
© Getty
Devils-Keeper Martin Brodeur mit seinem unfassbaren Poke Check gegen Trevor Lewis

Los Angeles Kings - New Jersey Devils 1:3 (0:0, 0:0, 1:3) - Serie: 3-1

Tore: 0:1 Elias (Salvador, Zubrus/48.), 1:1 Doughty (Richards, Kopitar/49./PP), 1:2 Henrique (Clarkson, Ponikarovsky/56.), 1:3 Kovalchuk (Greene, Salvador/60.)

Noch leben die Devils! Es war alles vorbereitet für die große Party der Kings. Der Stanley Cup war im Staples Center, mit einem Sieg in Spiel 4 hätten die Kings nach fast 45 Jahren zum ersten Mal in ihrer Franchise-Geschichte den Stanley Cup gewinnen können - und das nach einem magischen Playoff-Run per Sweep vor den eigenen Fans.

Aber die Devils hatten etwas dagegen und crashten die Party. Fast 48 Minuten lang blieb es in Spiel 4 beim 0:0, dann brachte Patrik Elias die Devils mit seinem fünften Playoff-Tor in Führung.

Quicks Shutout-Streak endet nach knapp 139 Minuten

Für Kings-Goalie Jonathan Quick endete damit ein Shutout-Streak von fast 139 Minuten. New Jersey hatte aber nur sehr kurz Zeit, sich über Elias' Treffer zu freuen.

Genau 60 Sekunden später kassierten sie nämlich schon den Ausgleich. David Clarkson musste wegen eines Bandenchecks auf die Strafbank - und im Power Play dauerte es nur 4 Sekunden, da schlug der Schuss von Star-Verteidiger Drew Doughty (4. Playoff-Tor) schon hinter Martin Brodeur ein.

Es war das nächste Power-Play-Tor für die Kings, die in den gesamten Playoffs in Überzahl nichts zustande gebracht, dann aber in Spiel 3 plötzlich eine perfekte Power-Play-Quote (2/2) aus dem Hut gezaubert hatten. Die Spannung war jetzt greifbar im Staples Center.

Henrique mit dem Game-Winner

Jetzt ein Treffer für die Kings, es wäre wohl der goldene Moment zur Championship gewesen. Aber statt den Kings schlugen die Devils zu. Viereinhalb Minuten vor Schluss war es einmal mehr Rookie Adam Henrique, der einen Game-Winner für New Jersey markierte.

Henrique schoss die Devils gegen Florida in der zweiten Overtime von Spiel 7 in die nächste Runde, Henrique schoss die Devils gegen die Rangers in der Overtime von Spiel 6 ins Finale - und jetzt sorgte der 22-Jährige dafür, dass es zumindest ein fünftes Spiel geben wird. Henrique nahm einen Pass von Clarkson an und feuerte einen Handgelenksschuss ins Netz.

Nach Henriques Tor kassierte Kings-Verteidiger Wilie Mitchell noch eine bittere 2-Minuten-Strafe wegen hohen Stocks, 20 Sekunden vor Schluss machte Ilya Kovalchuk mit seinem Empty-Net-Goal zum 3:1 alles klar. Für den Russen war es sein achtes Tor in den Playoffs, es war aber vor allem sein erster Scorerpunkt in der Finalserie.

Brodeur mit irren Saves

Devils-Captain Zach Parise wartet auch nach Spiel 4 noch auf seinen ersten Scorerpunkt des Stanley Cup Finals. Devils-Coach Peter DeBoer hatte seine Lineup vor Spiel 4 auf zwei Positionen verändert, für Verteidiger Peter Harrold und Stürmer Jacob Josefson brachte er Henrik Tallinder und Petr Sykora.

Der Held des Spiels war aber ganz klar Brodeur. Der Devils-Keeper kam wie Quick auf 21 Saves, aber bei seinen Paraden waren einige sensationelle Big Saves dabei. Im zweiten Drittel lief Simon Gagne einen Breakaway für die Kings, Brodeur verhinderte mit einem starken Pad-Save den Rückstand für die Devils.

Im Schlussdrittel kam dann die nächste Brodeur-Heldentat. Gagne lief mit Trevor Lewis einen 2-1-Break und Brodeur verhinderte in letzter Sekunde mit einem spektakulären Poke Check, dass Lewis den Puck ins leere Tor schieben konnte. Wieder blieb es beim 0:0.

Spiel 5 am Samstag in New Jersey

Wenn man weiß, dass die Kings praktisch immer gewinnen, wenn sie 1:0 führen (10-1), dann ist klar, welche Bedeutung diese Stops von Brodeur hatten. Beim Stand von 1:1 war Brodeur dann noch ein weiteres Mal zur Stelle, als er bei einem Semi-Breakaway von Dustin Penner weit raus kam und dafür sorgte, dass Penner nur noch vorbei schießen konnte.

"Die Jungs haben so hart gearbeitet. Ich wollte ihnen wenigstens eine Chance geben, das Spiel zu gewinnen. Wir wollten, dass sie noch mal ins Flugzeug steigen und nach New Jersey kommen müssen. Wir mussten ohnehin zurück, also können wir auch gleich noch mal ein Spiel machen", sagte Brodeur. Dank ihrer 40-jährigen Legende im Tor und dank ihres 22-jährigen Mr. Clutch im Sturm haben die Devils das Finale erst mal verlängert.

Spiel 5 findet am Samstag wieder im Prudential Center in New Jersey statt. Die nächste Chance für die Kings, den Stanley Cup zu gewinnen. Und auswärts sind sie ja noch ungeschlagen (10-0)...

NHL: Der komplette Playoff-Spielplan

NHL: Die Stanley-Cup-Sieger der letzten 20 Jahre
1995: New Jersey Devils. Playoffs-MVP: Claude Lemieux (Forward)
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1996: Colorado Avalanche. Playoffs-MVP: Joe Sakic (Forward)
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1997: Detroit Red Wings. Playoffs-MVP: Mike Vernon (Goalie)
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1998: Detroit Red Wings. Playoffs-MVP: Steve Yzerman (Forward)
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1999: Dallas Stars. Playoffs-MVP: Joe Nieuwendyk (Forward)
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2000: New Jersey Devils. Playoffs-MVP: Scott Stevens (Defenseman)
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2001: Colorado Avalanche. Playoffs-MVP: Patrick Roy (Goalie)
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2002: Detroit Red Wings. Playoffs-MVP: Nicklas Lidström (Defenseman)
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2003: New Jersey Devils. Playoffs-MVP: Jean-Sebastien Giguere (Goalie, Mighty Ducks of Anaheim)
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2004: Tampa Bay Lightning. Playoffs-MVP: Brad Richards (Forward)
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Wegen eines Streiks fiel die NHL-Saison 2005 aus. 2006: Carolina Hurricanes. Playoffs-MVP: Cam Ward (Goalie)
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2007: Anaheim Ducks. Playoffs-MVP: Scott Niedermayer (Defenseman)
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2008: Detroit Red Wings. Playoffs-MVP: Henrik Zetterberg (Forward)
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2009: Pittsburgh Penguins. Playoffs-MVP: Evgeni Malkin (Forward)
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2010: Chicago Blackhawks. Playoffs-MVP: Jonathan Toews (Center)
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2012: Los Angeles Kings. Playoffs-MVP: Jonathan Quick (Goalie)
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2013: Chicago Blackhawks. Playoffs-MVP: Patrick Kane (Forward)
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2016: Pittsburgh Penguins. Playoffs-MVP: Sidney Crosby (r.)
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