Dienstag, 05.06.2012

Stanley Cup Final - Spiel 3

Kings: Noch ein Schritt zum heiligen Gral!

Die Los Angeles Kings gewinnen Spiel 3 des Stanley Cup Finals gegen die New Jersey Devils mit 4:0 und bauen ihre Führung in der Best-of-seven-Serie auf 3-0 aus. Am Mittwoch können die Kings zum ersten Mal in ihrer Geschichte den Stanley Cup holen.

Die Los Angeles Kings stehen kurz vor ihrem ersten Stanley-Cup-Triumph
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Die Los Angeles Kings stehen kurz vor ihrem ersten Stanley-Cup-Triumph

Los Angeles Kings - New Jersey Devils 4:0 (0:0, 2:0, 2:0) - Serie: 3-0

Tore: 1:0 Martinez (King, Lewis/26.), 2:0 Kopitar (Brown, Williams/36.), 3:0 Carter (Richards, Mitchell/45./PP), 4:0 Williams (Doughty, Kopitar/47./PP)

Die Story der Kings ist unfassbar und wird mit jedem Spiel nur noch unfassbarer. 3705 Regular-Season- und Playoff-Spiele haben die Kings seit 1967 in ihrer Franchise-Geschichte absolviert - Spiel Nummer 3706 am Mittwoch könnte magisch werden. Der Stanley Cup wird im Staples Center sein - und die Kings könnten ihn zum ersten Mal in ihrer Geschichte hochheben und die Championship gewinnen.

Der heilige Gral ist so nahe. Man muss es sich mal vorstellen: Die an acht gesetzten Kings, bekanntermaßen 10-0 auswärts, haben in den Playoffs jetzt eine 15-2-Bilanz. Sie liegen in der vierten Serie zum vierten Mal 3-0 in Führung. Das muss man einfach mal wirken lassen.

Kings überstehen 3-5-Situation

Das gab es in der Geschichte noch nie und das ist so außer dieser Welt, dass es kaum in Worte zu fassen ist. Im ersten Drittel von Spiel 3 gab es die entscheidende Situation der Partie. Mike Richards und Jeff Carter saßen auf der Strafbank, die Devils konnten eine volle Minute lang 5:3 spielen.

Es war die goldene Gelegenheit für New Jersey. Aber das Kings-Penalty-Killing war zu gut. Der Fels Jonathan Quick im Tor, dazu das Trio Jarrett Stoll, Willie Mitchell und Block-Monster Matt Greene - die Kings überstanden dank dieser Jungs die 3-5-Situation und zogen daraus Momentum.

Das PK der Kings hat im Stanley Cup Final alle 12 Power Plays der Devils zunichte gemacht, in den gesamten Playoffs hat L.A. erst fünf Power-Play-Tore zugelassen. "Das PK war fantastisch, so wie schon in der ganzen Saison. Es ist sicherlich ein Eckpfeiler unseres Team", sagte Star-Verteidiger Drew Doughty.

Kings treffen im Power Play!

Im zweiten Drittel war es dann Verteidiger Alec Martinez, der die Kings mit seinem ersten Playoff-Tor mit 1:0 in Führung schoss. Martin Brodeur (17 Saves) dachte, er hätte den Puck lange genug unter Kontrolle gehabt, um einen Pfiff der Refs zu bekommen, der Pfiff kam aber nicht.

Dwight King sorgte dafür, dass der Puck wieder frei wurde und Martinez stocherte ihn ins Tor. Bitter für die Devils. Anze Kopitar baute die Führung noch im zweiten Drittel nach starker Vorarbeit von Captain Dustin Brown zum 2:0 aus - für den Slowenen-Star war es schon sein achter Playoff-Treffer.

Dass wirklich alles für die Kings läuft, zeigte dann das Schlussdrittel. Jeff Carter - nach Traumpass von Mike Richards - und Justin Williams erhöhten mit ihren Toren auf 4:0. Und beide Toren fielen im Power Play! Vor Spiel 3 gegen die Devils stand die grauenvolle PP-Quote der Kings in der Postseason bei 6/77. Die Quote in Spiel 3: 2/2.

Quick: 17 Gegentore in 24 Spielen

Die Kings erhielten in Spiel 3 auch noch einen emotionalen Schub durch das Comeback von Simon Gagne. Der Left Wing hatte wegen einer Gehirnerschütterung seit dem 26. Dezember nicht mehr gespielt. Quick parierte alle 22 Schüsse der Devils und feierte seinen dritten Shutout der Playoffs.

Quick hat in 17-Playoff-Spielen nur 24 Tore (2 in den Finals) kassiert. Auch diese Statistik ist ohne Worte. "Wir sind zweifellos in einer großartigen Position. Gleichzeitig müssen wir aber auch den Reset-Button drücken und uns wieder neu fokussieren. Vor diesem Spiel hätte es auch leicht 2-0 für die Devils stehen können", warnte Doughty.

Es stand aber eben nicht 2-0 für die Devils. Es stand 2-0 für die Kings, obwohl diese noch gar nicht ihr bestes Eishockey gespielt hatten. In Spiel 3 zeigte L.A. klar die beste Leistung der Serie und setzte einen der spektakulärsten Playoff-Runs in der NHL-Geschichte nahtlos fort.

Wo sind Parise und Kovalchuk?

Am Mittwoch könnte die Party im La-La-Land schon steigen. "ESPN" bezeichnet die Devils bereits als "deam team walking". Von den großen Stars der Devils war in Spiel 3 auch überhaupt nichts zu sehen. Captain Zach Parise machte vielleicht sein schlechtestes Playoff-Spiel, von Ilya Kovalchuk kam erneut rein gar nichts. Beide haben im Finale noch keinen einzigen Scorerpunkt zu Buche stehen.

Wenn die Devils den Cup noch holen wollen, müssen sie als erst viertes Team einen 0-3-Rückstand drehen. Das einzige Team, das nach einem 0-3 noch ein Stanley Cup Final gewonnen hat, waren die Toronto Maple Leafs. 1942.

Mit einem Sweep hat im Übrigen seit den Detroit Red Wings (1998 gegen Washington) kein Team mehr den Cup gewonnen - wäre aber irgendwie passend zu ihrem Run, wenn die Kings das Finale 4-0 für sich entscheiden würden.

NHL: Der komplette Playoff-Spielplan

NHL: Die Stanley-Cup-Sieger der letzten 20 Jahre
1995: New Jersey Devils. Playoffs-MVP: Claude Lemieux (Forward)
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1995: New Jersey Devils. Playoffs-MVP: Claude Lemieux (Forward)
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1996: Colorado Avalanche. Playoffs-MVP: Joe Sakic (Forward)
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1996: Colorado Avalanche. Playoffs-MVP: Joe Sakic (Forward)
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1997: Detroit Red Wings. Playoffs-MVP: Mike Vernon (Goalie)
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1997: Detroit Red Wings. Playoffs-MVP: Mike Vernon (Goalie)
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1998: Detroit Red Wings. Playoffs-MVP: Steve Yzerman (Forward)
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1999: Dallas Stars. Playoffs-MVP: Joe Nieuwendyk (Forward)
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1999: Dallas Stars. Playoffs-MVP: Joe Nieuwendyk (Forward)
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2000: New Jersey Devils. Playoffs-MVP: Scott Stevens (Defenseman)
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2000: New Jersey Devils. Playoffs-MVP: Scott Stevens (Defenseman)
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2001: Colorado Avalanche. Playoffs-MVP: Patrick Roy (Goalie)
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2002: Detroit Red Wings. Playoffs-MVP: Nicklas Lidström (Defenseman)
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2003: New Jersey Devils. Playoffs-MVP: Jean-Sebastien Giguere (Goalie, Mighty Ducks of Anaheim)
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2004: Tampa Bay Lightning. Playoffs-MVP: Brad Richards (Forward)
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Wegen eines Streiks fiel die NHL-Saison 2005 aus. 2006: Carolina Hurricanes. Playoffs-MVP: Cam Ward (Goalie)
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2007: Anaheim Ducks. Playoffs-MVP: Scott Niedermayer (Defenseman)
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2008: Detroit Red Wings. Playoffs-MVP: Henrik Zetterberg (Forward)
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2009: Pittsburgh Penguins. Playoffs-MVP: Evgeni Malkin (Forward)
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2010: Chicago Blackhawks. Playoffs-MVP: Jonathan Toews (Center)
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2011: Boston Bruins. Playoffs-MVP: Tim Thomas (Goalie)
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2012: Los Angeles Kings. Playoffs-MVP: Jonathan Quick (Goalie)
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2013: Chicago Blackhawks. Playoffs-MVP: Patrick Kane (Forward)
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2014: Los Angeles Kings. Playoffs-MVP: Justin Williams (r., Forward)
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2015: Chicago Blackhawks. Playoffs-MVP: Duncan Keith (l., Defenseman)
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2016: Pittsburgh Penguins. Playoffs-MVP: Sidney Crosby (r.)
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