Sonntag, 03.06.2012

Stanley Cup Finale - Spiel 2

Kings-Rekord! Sieg im zehnten Auswärtsspiel

Diese Auswärtsserie ist nicht mehr zu fassen: Die Los Angeles Kings gewinnen auch Spiel 2 der Finalserie bei den New Jersey Devils in der Overtime. Matchwinner Jeff Carter besiegelte mit einer Einzelaktion den zehnten Auswärtserfolg für L.A. in den Playoffs. Das ist NHL-Rekord.

Jeff Carter überwand Devils-Goalie Martin Brodeur in der Overtime zum zweiten Auswärtssieg
© Getty
Jeff Carter überwand Devils-Goalie Martin Brodeur in der Overtime zum zweiten Auswärtssieg

New Jersey Devils - Los Angeles Kings 1:2/OT (0:1, 0:0, 1:0) - Serie: 0-2

Tore: 0:1 Doughty (8.), 1:1 Ryan Carter (Zidlicky, Bernier/43.), 1:2 Jeff Carter (Penner, Martinez/74.)

In der Regular Season war L.A. "nur" die Nummer acht des Westens. Jetzt fehlen den Kings noch zwei Siege zu ihrem ersten NHL-Titel.

Final-Check: Das Matchup ist sehr wohl sexy!

Ein Wahnsinnslauf von 14:2 Siegen in den Playoffs ist das eine. Auswärts jedoch in zehn Spielen keine einzige Niederlage zu kassieren, ist ein irres Kunststück, das Los Angeles da bisher gelungen ist.

Zwei Auswärtsrekorde für L.A.

Saisonübergreifend reicht diese Postseason-Serie gar über 12 Auswärtssiege - beides ist NHL-Rekord! Theoretisch ist es möglich, dass der zweite 2:1-Sieg in der Overtime das letzte Kings-Auswärtsspiel der diesjährigen Playoffs waren.

Dass die ersten beiden Final-Spiele in der Verlängerung entschieden werden, dass gab es zuletzt 1951. Damals waren alle fünf Spiele zwischen Toronto und Montreal in die Overtime gegangen.

New Jersey muss nun vier der fünf nächsten Spiele gewinnen, um doch noch den Stanley Cup in die Höhe hieven zu dürfen. Das Team von Peter DeBoer war immerhin mit einer Bilanz von 8 Siegen in den letzten 10 Spielen ins Finale gegangen. Die Devils nach zwei so bitteren OT-Heimpleiten wieder aufzurichten, dürfte dennoch eine ganz schwere Aufgabe werden.

Immerhin nicht abgeschossen

Kapitän Zach Parise versucht es trotzdem: "Sie sind ein großartiges Team, aber immerhin sind wir nicht abgeschossen worden. Wir werden unser Bestes geben."

Das Beste, das genügte den Devils am Samstagabend nicht. Zwar glich Ryan Carter Drew Doughtys schnelle Führung im Schlussdrittel aus, doch die Kings waren insgesamt erneut das kleine Stückchen besser.

L.A. rult in der OT

Vor allem in der Overtime. Da gab Los Angeles mit 11:3 Torschüssen ganz deutlich den Ton an.

Es dauerte jedoch bis zur 14. (!) Minute, ehe Jeff Carter mit einer Einzelaktion aus der zweiten Reihe für die Entscheidung sorgte. Carter war erst in dieser Saison von den Columbus Blue Jackets nach L.A. gekommen.

Es war Goalie Martin Brodeur in seinem 200. (!) Postseason-Game zu verdanken, dass die Devils so lange im Spiel blieben. In der Endabrechnung hatte aber auch hier King Jonathan Quick mit 33:32 Saves hauchdünn die Nase vorn.

Durchdrehen gilt nicht

In Hollywood träumen sie nun schon ein bisschen.

"Ich gebe zu, man denkt an den Titel", so Kings-Stümer Dustin Penner. "Man wird nostalgisch und denkt, noch zwei Siege und wir schreiben Geschichte. Aber in den Spielen werden wir das ausblenden."

Doughty warnt angesichts der Euphorie im Kings-Lager: "Wir müssen den Reset-Knopf drücken, uns wieder konzentrieren", sagte der Verteidiger.

"Im Flieger nach L.A. werden wir versuchen, diese beiden Spiele zu vergessen."

DeBoer: Es ist heftig

Vergessen, das würde New Jersey sicher gern. "Ja, es ist heftig", gab Devils-Coach DeBoer zu. "Aber wird dürfen uns nicht selbst bemitleiden. Wir haben viel besser gespielt."

Tatsächlich hatte New Jersey in der regulären Spielzeit mit 30:21 Torschüssen das Heft in die Hand genommen. Allein, es fehlte die Effizienz.

Montagnacht steigt Spiel 3 in Los Angeles. Kings-Verteidiger Doughty gibt weiter den Mahner: "Wir haben Heimvorteil. Aber es ist eine ganz neue Serie." New Jersey wünschte wohl, es wäre so...

NHL: Der komplette Playoff-Spielplan

NHL: Die Stanley-Cup-Sieger der letzten 20 Jahre
1995: New Jersey Devils. Playoffs-MVP: Claude Lemieux (Forward)
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1995: New Jersey Devils. Playoffs-MVP: Claude Lemieux (Forward)
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1996: Colorado Avalanche. Playoffs-MVP: Joe Sakic (Forward)
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1996: Colorado Avalanche. Playoffs-MVP: Joe Sakic (Forward)
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1997: Detroit Red Wings. Playoffs-MVP: Mike Vernon (Goalie)
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1997: Detroit Red Wings. Playoffs-MVP: Mike Vernon (Goalie)
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1998: Detroit Red Wings. Playoffs-MVP: Steve Yzerman (Forward)
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1998: Detroit Red Wings. Playoffs-MVP: Steve Yzerman (Forward)
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1999: Dallas Stars. Playoffs-MVP: Joe Nieuwendyk (Forward)
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2000: New Jersey Devils. Playoffs-MVP: Scott Stevens (Defenseman)
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2001: Colorado Avalanche. Playoffs-MVP: Patrick Roy (Goalie)
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2002: Detroit Red Wings. Playoffs-MVP: Nicklas Lidström (Defenseman)
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2003: New Jersey Devils. Playoffs-MVP: Jean-Sebastien Giguere (Goalie, Mighty Ducks of Anaheim)
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2004: Tampa Bay Lightning. Playoffs-MVP: Brad Richards (Forward)
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Wegen eines Streiks fiel die NHL-Saison 2005 aus. 2006: Carolina Hurricanes. Playoffs-MVP: Cam Ward (Goalie)
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2007: Anaheim Ducks. Playoffs-MVP: Scott Niedermayer (Defenseman)
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2008: Detroit Red Wings. Playoffs-MVP: Henrik Zetterberg (Forward)
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2009: Pittsburgh Penguins. Playoffs-MVP: Evgeni Malkin (Forward)
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2009: Pittsburgh Penguins. Playoffs-MVP: Evgeni Malkin (Forward)
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2010: Chicago Blackhawks. Playoffs-MVP: Jonathan Toews (Center)
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2011: Boston Bruins. Playoffs-MVP: Tim Thomas (Goalie)
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2012: Los Angeles Kings. Playoffs-MVP: Jonathan Quick (Goalie)
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2013: Chicago Blackhawks. Playoffs-MVP: Patrick Kane (Forward)
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2014: Los Angeles Kings. Playoffs-MVP: Justin Williams (r., Forward)
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2015: Chicago Blackhawks. Playoffs-MVP: Duncan Keith (l., Defenseman)
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2016: Pittsburgh Penguins. Playoffs-MVP: Sidney Crosby (r.)
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