Freitag, 20.04.2012

NHL-Playoffs

Bruins verzweifeln an Caps-Goalie Holtby

Die Washington Capitals gleichen dank Goalie Braden Holtby die Playoff-Serie gegen Boston aus. In New Jersey spielen die Devils großen auf. Martin Brodeur stellt dabei einen neuen Shutout-Rekord auf. Und zwischen Chicago und den Coyotes fällt die Entscheidung natürlich mal wieder in der Verlängerung.

Caps-Golie Braden Holtby verbuchte in Spiel vier gegen Boston 44 Saves
© Getty
Caps-Golie Braden Holtby verbuchte in Spiel vier gegen Boston 44 Saves

Das Spiel der Nacht:

Washington Capitals - Boston Bruins 2:1 (1:1, 1:0, 0:0) - Serie: 2-2

Tore: 1:0 Johansson (2.), 1:1 Peverley (14.), 2:1 Semin (39./PP)

Vor einiger Woche bestand die einzige Playoff-Erfahrung von Braden Holtby darin, die Partien am Fernseher verfolgt zu haben. Mittlerweile beweist er aber die Ruhe eines alten Hases. Beweis gefällig? In Spiel vier machte er bei Bostons Ausgleichstreffer keine allzu glückliche Figur, als der Puck durch seine Hosenträger ging.

Doch Holtby ließ sich davon nicht beeindrucken und war in der Folgezeit maßgeblich daran beteiligt, dass Washington den 2-2-Ausgleich in der Serie schaffte. Am Ende des Abends hatte der Caps-Goalie 44 Saves auf seinem Konto. Nicht schlecht für einen Post-Sesaon-Rookie.

"Das ist etwas, was ich bereits früh gelernt habe: Zu erkennen, was man falsch gemacht hat, und das dann aber auch schnell abhaken", so Holtby nach der Partie.

Auch sein Torwart-Trainer Olaf Kölzig, der jahrelang in Washingtons Kasten gestanden hatte, war sichtlich erfreut über die Reaktion seines Schützlings: "Natürlich sieht er beim Gegentor nicht gut aus. Aber ich wusste, dass er die Fähigkeiten hat, sich davon nicht unterkriegen zu lassen. Genau so jemanden brauchst du in den Playoffs", so Kölzig.

So gut Holtby auch war, fürs Tore schießen ist dann doch jemand anderes zuständig. Beispielsweise Alexander Semin, der kurz vor dem Ende des zweiten Drittels mit einem Hammer den entscheideden Treffer erzielte. "Das war ein echter Kracher. Thomas hatte keine Chance", so Caps-Coach Dale Hunter.

So zufrieden Hunter mit seinem Team war, so enttäuscht zeigte sich sein Gegenüber. "Wir waren in Tornnähe einfach nicht aufmerksam genug. Das muss besser werden. Da hat heute ein wenig das Engagement gefehlt", so Claude Julien.

Die weiteren Spiele:

New Jersey Devils - Florida Panthers 4:0 (0:0, 1:0, 3:0) - Serie: 2-2

Tore: 1:0 Parise (27./PP), 2:0 Bernier (43.), 3:0 Zajac (44.), 4:0 Kovalchuk (49./PP)

Rekord für Martin Brodeur: Der Devils-Goalie sorgte mit dem 24. Playoff-Shutout (26 Saves) seiner Karriere für eine neue Bestleistung. "Er war heute einfach nicht zu stoppen", so New Jerseys Kapitän Zach Parise. Ein Grund dafür war sicherlich auch die Pleite in Spiel drei, als Brodeur und die Devils einen 3:0-Vorsprung verspielten. Die Panthers fahren dennoch guten Gewissens zurück nach Florida. "Jetzt geht es wieder zurück zu uns. Die Serie ist ausgeglichen, warum sollten wir also nicht optimistisch sein?", so Center Stephen Weiss.

Chicago Blackhawks - Phoenix Coyotes 2:3 OT (0:0, 0:0, 2:2, 0:1) - Serie: 1-3

Tore: 0:1 Doan (48.), 0:2 Pyatt (48.), 1:2 Morrison (51.), 2:2 Frolik (59.), 2:3 Boedker (63./OT)

Spiel eins: Verlängerung! Spiel zwei: Verlängerung! Spiel drei: Verlängerung! Die Zuschauer durften sich also schon mal auf das vierte Duell zwischen Chicago un den Coyotes freuen. Und sie wurden nicht enttäuscht. Auch das vierte Treffen wurde erst in der Overtime entschieden. Und wie in der letzten Begegnung war es wieder Mikkel Biedker, der für den Schlusspunkt sorgte. Damit fehlt Phoenix nur noch ein Sieg, um in die nächste Runde einzuziehen. Da Spiel fünf wieder in Arizona stattfindet, spricht einiges dafür, dass die Saison der Blackhawks bereits am Samstag zu Ende geht.

San Jose Sharks - St. Louis Blues 1:2 (0:1, 0:0, 1:1) - Serie: 1-3

Tore: 0:1 Crombeen (8.), 0:2 McDonald (52./PP), 1:2 Thornton (59.)

Vor dieser Post-Sesaon hatten die Blues seit acht Jahren kein Playoff-Spiel mehr gewonnen. Doch das war einmal. Nach dem dritten Erfolg in Serie ist St. Louis nur noch ein Sieg von der nächsten Runde entfernt. In Spiel vier sorgten B.J Crombeen und Andy McDonald für die entscheidenden Momente. Zudem verbuchte Brian Elliot 24 Saves. "Das hätte ich in einer Million Jahre nicht für möglich gehalten", so Blues-Coach Ken Hitchcock.

NHL: Der Spielplan der Playoffs

NHL: Die Stanley-Cup-Sieger der letzten 20 Jahre
1995: New Jersey Devils. Playoffs-MVP: Claude Lemieux (Forward)
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1995: New Jersey Devils. Playoffs-MVP: Claude Lemieux (Forward)
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1996: Colorado Avalanche. Playoffs-MVP: Joe Sakic (Forward)
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1997: Detroit Red Wings. Playoffs-MVP: Mike Vernon (Goalie)
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1998: Detroit Red Wings. Playoffs-MVP: Steve Yzerman (Forward)
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1999: Dallas Stars. Playoffs-MVP: Joe Nieuwendyk (Forward)
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2000: New Jersey Devils. Playoffs-MVP: Scott Stevens (Defenseman)
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2001: Colorado Avalanche. Playoffs-MVP: Patrick Roy (Goalie)
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2002: Detroit Red Wings. Playoffs-MVP: Nicklas Lidström (Defenseman)
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2003: New Jersey Devils. Playoffs-MVP: Jean-Sebastien Giguere (Goalie, Mighty Ducks of Anaheim)
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2004: Tampa Bay Lightning. Playoffs-MVP: Brad Richards (Forward)
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Wegen eines Streiks fiel die NHL-Saison 2005 aus. 2006: Carolina Hurricanes. Playoffs-MVP: Cam Ward (Goalie)
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2007: Anaheim Ducks. Playoffs-MVP: Scott Niedermayer (Defenseman)
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2008: Detroit Red Wings. Playoffs-MVP: Henrik Zetterberg (Forward)
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2009: Pittsburgh Penguins. Playoffs-MVP: Evgeni Malkin (Forward)
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2010: Chicago Blackhawks. Playoffs-MVP: Jonathan Toews (Center)
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2011: Boston Bruins. Playoffs-MVP: Tim Thomas (Goalie)
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2012: Los Angeles Kings. Playoffs-MVP: Jonathan Quick (Goalie)
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2013: Chicago Blackhawks. Playoffs-MVP: Patrick Kane (Forward)
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2014: Los Angeles Kings. Playoffs-MVP: Justin Williams (r., Forward)
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2016: Pittsburgh Penguins. Playoffs-MVP: Sidney Crosby (r.)
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Die Caps gleichen gegen Boston aus, ihrem Goalie sei Dank. In New Jersey schreibt Martin Brodeur Geschichte und der Marathon zwischen Chicago und den Coyotes geht auch in Spiel vier weiter.

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