NHL

Auch Sulzer wechselt nach Vancouver

Von SPOX
Alexander Sulzer spielt in der kommenden NHL-Saison für die Vancouver Canucks
© Getty

Alexander Sulzer wechselt von den Florida Panthers zu den Vancouver Canucks. Das gab Canucks-General-Manager Mike Gillis am Donnerstag bekannt. Damit wird der deutsche Verteidiger Teamkollege von Marco Sturm, der vor kurzem nach Kanada kam.

Sulzer hatte in der abgelaufenen Saison 40 Spiele für die Panthers und Nashville Predators bestritten und dabei fünf Scorerpunkte erzielt sowie 14 Strafminuten abgesessen. Der Nationalverteidiger unterschrieb einen Einjahresvertrag. Allerdings handelt es sich dabei um einen sogenannten Zwei-Wege-Kontrakt. Somit kann Sulzer nicht nur in der NHL bei den Canucks, sondern auch im Farmteam (Chicago Wolves) eingesetzt werden.

"Wir haben ihn schon seit geraumer Zeit beobachtet. Er ist gut im Powerplay und ein sehr guter Schlittschuhläufer. Er gibt uns Tiefe und hat eine gute Chance, es ins NHL-Team zu schaffen", sagte Assistenz-Manager Lorne Henning.

Sowohl für Sulzer als auch für Sturm ist der Wechsel zu den Canucks ein Neuanfang. "Die letzten Jahre waren hart", sagte Sturm der "Vancouver Sun". "Ich will mir und allen anderen beweisen, dass ich es noch kann. Solange ich gesund bleibe, kann ich dem Team helfen."

Und weiter: "Besonders jetzt, wo ich endlich wieder in die Form komme, die ich einmal hatte. Jetzt kann ich wieder einen Haufen Tore schießen."

Sturm kontert Kritiker

Zuletzt hatte Sturm nach einer Knie-Operation in der Offseason nur 35 Spiele bestritten und war von den Boston Bruins erst zu den Los Angeles Kings getradet, dort allerdings entlassen worden. Er landete in Washington und durfte dort immerhin in neun Playoff-Spielen ran. Dabei erzielte er ein Tor und zwei Assists.

Das hat die Verantwortlichen der Canucks offenbar so beeindruckt, dass sie den 32-Jährigen mit einem Einjahresvertrag im Wert von umgerechnet 1,57 Millionen Euro ausstatteten. Ein Wagnis, sagen Kritiker. Die richtige Entscheidung, erklärt Sturm.

Seine schlechten Leistungen in der abgelaufenen Saison hätten schließlich einen einfachen Grund gehabt: sein zu frühes Comeback.

Sturm: "Es gab keine andere Wahl"

"Ich war ganz einfach noch nicht bereit. Meine Schnelligkeit und meine Kraft waren noch nicht da", erklärte Sturm, dessen Schnelligkeit sonst immer als seine Stärke galt.

"Das ganze Jahr war ich nur damit beschäftigt, wieder gesund zu werden - das habe ich auf dem Eis gemerkt. Ich war einfach nicht ich selbst." Die Medien schrieben: Er sei mehr Volkswagen als BMW.

Doch das soll sich in der kommenden Saison ändern. "Die komplette Vorbereitung läuft anders", so Sturm. "Ich arbeite wieder richtig hart und merke das Knie dabei überhaupt nicht. Ich bin wirklich aufgeregt. Die Canucks sind für mich noch immer das beste Team der Liga - es gab keine andere Wahl."

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