Thomas treibt Tampa zur Verzweiflung

Von SPOX
Dienstag, 24.05.2011 | 09:00 Uhr
Bostons Matchwinner Tim Thomas machte sein Gehäuse nach dem frühen Gegentreffer dicht
© Getty
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Nach dem Sieg in Boston führen die Bruins in der Serie gegen Tampa Bay mit 3-2 und sind nur noch einen Sieg von der ersten Finals-Teilnahme seit 21 Jahren entfernt. Zu verdanken haben sie das vor allem ihrem überragenden Rückhalt Tim Thomas, der selbst die vermeintlich unhaltbaren Schüsse der Lightning-Stürmer rausfischte.

Das Spiel der Nacht

Boston Bruins - Tampa Bay Lightning 3:1 (0:1, 2:0, 1:0) - Serie 3-2

Tore: 0:1 Simon Gagne, 1:1 Nathan Horton, 2:1 Brad Marchand, 3:1 Rich Peverley

Nur noch ein mickriger Erfolg. Ein Sieg gegen Tampa fehlt Dennis Seidenberg und seinen Bruins noch zum Einzug in die Stanley-Cup-Finals. Es wäre die erste Finalteilnahme Bostons seit 1990, als sie in fünf Spielen gegen die Edmonton Oilers unterlagen.

Held des Abends war einmal mehr ihr überragender Rückhalt Tim Thomas. Nachdem Lightning-Flügel Simon Gagne ihn gleich nach einer Minute überwinden konnte, hielt der Goalie sein Gehäuse in der Folge dicht und zeigte insgesamt 33 Saves.

Besonders in Erinnerung bleiben wird seine Parade gegen Steve Downie knapp elf Minuten vor Ende des Spiels: Thomas kam aus dem Tor, um den Überblick zu behalten, als ein Schuss von der blauen Linie knapp vorbei an die Bande knallte und von dort zurück zum wartenden Dowdie sprang. Der Right Wing versuchte prompt, ins kurze Eck zu schieben.

Aber nicht mit Thomas: Während der Schuss an den Pfosten sprang, warf Bostons Lebensversicherung sich nach hinten, machte den rechten Arm lang und klärte den Puck mit seinem Schläger. "Das war einfach nur Reaktion und, ehrlich gesagt, Verzweiflung", so der Vezina-Trophy-Gewinner von 2009: "Ich gebe zu, dass ich in der Szene etwas Glück hatte."

Die Wende kam zu Beginn des zweiten Drittels, als Nathan Horton nach schönem Zuspiel durch Milan Lucic von rechts vor dem Kasten von Mike Smith (17 Saves), der erstmals in den Playoffs starten durfte, freistand und einnetzte.

Knapp zwölf Minuten später war es dann Patrice Bergeron, erneut vom rechten Flügel aus, der mit einem Zuckerpass auf Brad Marchand die Führung vorbereitete.

Das möglicherweise entscheidende sechste Spiel steigt in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag in Florida. "Unser Ziel ist es jetzt, ein mögliches Spiel 7 zu verhindern, erklärte Bruins-Coach Claude Julien nach der Partie. "Dafür werden wir unsere bestmögliche Leistung abrufen müssen."

NHL: Die Playoffs auf einen Blick

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