Freitag, 21.05.2010

NHL-Playoffs, Conference-Finale

Klassisch den Hintern versohlt

Die Toten sind wieder lebendig - und bezwingen die "Unbesiegbaren": Die Montreal Canadiens verkürzen dank einer eindrucksvollen Leistung gegen die Philadelphia Flyers. Plötzlich ist die Serie nach dem 5:1 von Montreal wieder offen.

Szenen wie beim DEB-Viertelfinale: Philadelphias Scott Hartnell (r.) gegen Montreals Roman Hamrlik
© Getty
Szenen wie beim DEB-Viertelfinale: Philadelphias Scott Hartnell (r.) gegen Montreals Roman Hamrlik

Montreal Canadiens - Philadelphia Flyers 5:1

Eigentlich ist nicht viel passiert. Die gastgebende Mannschaft gewann nach zwei Auswärtsniederlagen zu Beginn der Eastern-Conference-Finals das erste Heimspiel und verkürzte auf 1-2. Eigentlich.

Denn das 5:1 der Montreal Canadiens über die Philadelphia Flyers war nicht nur ein Sieg. Es war ein Statement-Win. Eine Partie, die womöglich das so oft zitierte Momentum gedreht hat.

Zu dominant traten die Flyers in den ersten beiden Spielen auf. Zu unterlegen wirkten die Canadiens. Doch in Spiel drei wurden die Rollen einfach vertauscht.

Cammalleri Top-Torjäger

Montreal zeigte die vielleicht beste Leistung der Post-Season und ließ vom ersten Drittel an keinen Zweifel daran, wer der Herr im Haus ist.

Topscorer Mike Cammalleri brachte die Kanadier nach 8 Minuten mit dem 13. Playoff-Tor (Liga-Bestwert) in Front, Tom Pyatt erhöhte auf 2:0 (17.).

Spätestens als im Mitteldrittel Dominic Moore das 3:0 erzielte (32.), war die Partie für die erschreckend schwachen Flyers gelaufen. Dabei war Philadelphia mit einer Serie von 6 Siegen angereist.

Halak nur von Gagne überwunden

Brian Gionta (43.) und Marc-Andre Bergeron (60.) erzielten die weiteren Treffer für Montreal. Abwehrspieler P.K. Subban leistete für insgesamt drei Treffer die Vorarbeit.

Philadelphias Simon Gagne (49.) gelang gegen den wieder erstarkten Canadiens-Goalie Jaroslav Halak das zwischenzeitliche 1:4 - was jedoch nichts am Gesamteindruck änderte. Montreal ist zurück in der Serie.

"Aus Verzweiflung wird Hoffnung"

Oder wie es "ESPN" formulierte: "Das Spiel hat gezeigt, wie schnell Tote wieder lebendig werden können. Wie schnell Unbesiegbare wieder menschlich werden können. Und wie schnell sich Verzweiflung in Hoffnung wandeln kann."

Flyers-Captain Mike Richards fasste das Spiel weniger poetisch zusammen: "Montreal hat uns ganz klassisch den Hintern versohlt. Ich habe keine Ahnung, ob wir dachten, dass es einfach für uns wird. Aber die Canadiens waren einfach besser."

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SPOX

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