NHL-Playoffs, 2. Runde

Boston vor Einzug in die Conference Finals

Von SPOX
Donnerstag, 06.05.2010 | 08:27 Uhr
Bruins-Goalie Tuukka Rask schien in Spiel gegen die Flyers drei phasenweise unbesiegbar zu sein
© Getty
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Die Bruins gewinnen klar in Philadelphia und können sich schon auf die nächste Runde vorbereiten. Vancouver dagegen hat den Heimvorteil gegen Chicago wieder aus der Hand gegeben.

Philadelphia Flyers (7) - Boston Bruins (6) 1:4

Marco Sturm ist immer noch "sprachlos", dass seine Saison nach einem Kreuzbandriss gelaufen ist. "Es gibt nichts Schlimmeres, als in den Playoffs zu fehlen. Aber ich werde zurückkommen", sagte der Deutsche auf einer Pressekonferenz.

So traurig Sturms Geschichte auch ist: Für sein Team läuft es auch ohne ihn perfekt. Schon erstaunlich, wie klar die Bruins die Flyers beherrschen. Schon im ersten Drittel stellte Boston die Weichen auf Sieg, nachdem Blake Wheeler und Miroslav Satan Philadelphias Führung durch Arron Asham drehte.

Im Schlussabschnitt machten Mark Recchis Power-Play-Tor und Patrice Bergerons Empty-Netter dann den Sieg perfekt. "Wir sind richtig gut drauf, aber ein Sieg fehlt immer noch", warnte Tuukka Rask allerdings vor allzu übertriebener Euphorie. Doch wenn der Goalie weiter so hält wie bisher, dann könnte die Reise der Bruins noch eine ganze Weile weitergehen.

Rask parierte 34 von 35 Schüssen der Flyers (97,1 Prozent). "Es war eins dieser Spiele, in denen ich viele Schüsse gut sehen konnte", sagte Rask ganz bescheiden. "So kam ich in einen guten Rhythmus, musste mich gar nicht viel bewegen und es schien fast so, als ob mich der Puck immer ganz von allein getroffen hätte."

Philadelphias Torschütze Asham machte jedoch klar, dass das Wort "aufgeben" im Wortschatz der Flyers nicht vorkommt: "Ich glaube, dass wir zwei Drittel lang das bessere Team waren. Wir konnte nur den Goalie nicht überwinden. Aber wenn wir genau so im vierten Spiel auftreten, bin ich überzeugt, dass wir gewinnen werden."

Vancouver Canucks (3) - Chicago Blackhawks (2) 2:5

Da ist er schon wieder dahin, der schöne Heimvorteil. Nach dem überzeugenden Auftakt in die Serie gegen Chicago liefen die letzten beiden Spiele für die Canucks komplett verkehrt. In Spiel zwei verschenkten sie eine komfortable Führung, jetzt ließen sie sich schon im ersten Drittel den Schneid abkaufen.

Und das auch noch im heimischen GM Place. Koloss Dustin Byfuglien verspeiste Vancouvers Verteidigung zum Frühstück und schien immer schon da zu sein, wo der Puck gerade hinwollte. Der bislang torlose Rightwinger verbuchte im Power Play sein erstes Tor, das gleichbedeutend mit einer 2:0-Führung seines Teams war - zuvor hatte bereits Kris Versteeg den Reigen eröffnet.

Im zweiten - erneut im Power Play - und im dritten Abschnitt fügte Byfuglien seiner Bilanz je einen weiteren Treffer hinzu und durfte am Ende getrost als Matchwinner bezeichnet werden. "Wir haben usn in Spiel zwei viel Selbstvertrauen geholt", erklärte Kapitän Jonathan Toews, der drei Assists beisteuerte. "Aber uns war klar, dass all das nichts wert ist, wenn wir in Spiel drei nicht so weitermachen."

Marian Hossa traf ebenfalls für die Blackhawks. Jannik Hansens und Alexandre Burrows' Tore für die Canucks waren letztlich bedeutungslos. "Wir müssen unseren Goalie besser beschützen und den Raum vor dem Tor freihalten", hatte Coach Alain Vigneault die Gründe für die Pleite schnell ausgemacht. "Auf der anderen Seite: Wir wissen natürlich, was auf dem Eis alles erlaubt ist. Also frage ich mich, warum wir nicht genauso aggressiv gespielt haben wie der Gegner."

NHL: Ergebnisse der Playoffs im Überblick

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