Samstag, 17.04.2010

NHL: Playoffs, 1. Runde

Nashville überrascht Chicago

Die Predators schocken die Blackhawks, die Penguins und Sharks erledigen ihre Pflichtaufgaben daheim. Phoenix patzt in einem wilden Shootout gegen Detroit.

Riesenjubel bei den Gästen: Nashville klaut Spiel eins von den Chicago Blackhawks
© Getty
Riesenjubel bei den Gästen: Nashville klaut Spiel eins von den Chicago Blackhawks

Chicago Blackhawks (2) - Nashville Predators (7) 1:4

Die Nashville Predators haben zum Auftakt ihres Playoff-Duells mit den favorisierten Chicago Blackhawks mit einem 4:1-Auswärtssieg überrascht.

Die an sieben gesetzten Predators gerieten gegen die Nummer zwei im Osten zwar Mitte des zweiten Drittels durch Patrick Kane in Rückstand, als der amerikanische Nationalspieler einen Rebound verwertete.

Doch im Schlussabschnitt drehte zunächst J.P. Dumont mit zwei Treffern die Partie, die Jerred Smithson und Martin Erat mit zwei Toren in das von Goalie Antti Niemi verlassene Gehäuse endgültig entschieden. Der Deutsche Marcel Goc legte dabei Smithsons Treffer auf.

Damit hat Nashville gezeigt, dass der fantastische Lauf zum Ende der regulären Saison mehr als nur ein Strohfeuer war. Die Preds sind ernst zu nehmen. Den Heimvorteil haben sie sich jetzt schon mal gesichert.

San Jose Sharks (1) - Colorado Avalanche (8) 6:5 OT

Die Sharks mussten in ihrem zweiten Spiel gegen die Avs trotz eines Torschussverhältnisses von 52:22 gleich fünfmal einen Rückstand ausgleihen, den letzten egalisierte Joe Pavelski gar erst 32 Sekunden vor der Schlusssirene.

Nach der Pleite zum Auftakt musste unbedingt der Sieg her, wollte man nicht schon aussichtslos ins Hintertreffen geraten. Und nach 5:22 Minuten der Overtime erlöste Davin Setoguchi sein Team dann tatsächlich mit seinem zweiten Tor des Abends.

Phoenix Coyotes (4) - Detroit Red Wings (5) 4:7

Wow, was für ein Shootout, und das in den Playoffs! Da soll es ja normalerweise besonders eng zugehen, aber in Arizona waren die ganz eigenen Gesetze der Postseason für einen Abend außer Kraft gesetzt.

Dass Detroit ein Spiel in Phoenix klauen würde, dürfte niemanden überraschen. Immerhin sind die Wings extrem erfahren, und erleben in der entscheidenden Phase der Saison ihre besten Wochen.

Dabei sah es zu Beginn der Partie noch ganz gut aus für die Hausherren. Nachdem Defenseman Keith Yandle sein Team in Führung brachte, nahmen die Coyotes das 1:0 auch mit in die erste Drittelpause.

Doch im Anschluss fielen auch für Detroit die Tore. Dreimal glichen die Männer aus der Motor City aus, bevor Justin Abdelkader im dritten Drittel die erste Führung für die Wings erzielte. Danach hatte der Finalist der letzten beiden Jahre Blut geleckt: Der überragende Henrik Zetterberg (3 Tore) und Valtteri Filppula (2) machten den Sieg perfekt.

 

Pittsburgh Penguins (4) - Ottawa Senators (5) 2:1

Wenn die Sharks ihren Sieg brauchten, dann gilt das gleiche sicher auch für die Penguins. Der Meister stand nach der bitteren Auftaktpleite mit dem Rücken zur Wand, und der Druck belastete die Spieler offenbar sehr.

Denn wieder war es ein zähes Ringen, dass den Heimfans da geboten wurde. Das Pittsburgh schon nach 18 Sekunden in Rückstand geriet tat natürlich sein Übriges. Peter Regin hatte die Senators in Führung gebracht.

Aber: Die Pens haben da ja immer noch einen gewissen Sidney Crosby. Der Superstar erzwang noch im ersten Drittel den Ausgleich, und nach weiteren 45 quälenden Minuten, in denen nichts klappen wollte bei den Hausherren, war es wieder Crosby, der für die Entscheidung sorgte.

Diesmal nicht mit einem eigenen Treffer, sondern mit einem Assist auf Kris Letang. Aber wie Crosby zuvor sekundenlang den Puck hinter dem gegnerischen Tor behauptet, und den dann trotzdem konzentriert die entscheidende Schusschance vorbereitet, war ungleich beeindruckender als das Tor selbst.

New Jersey Devils (2) - Philadelphia Flyers (7) 5:3

Tore: Zach Parise, Colin White, Andy Greene, Dainius Zubrus, Ilya Kovalchuk - Arron Asham, Claude Giroux, Chris Pronger

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