Montag, 26.04.2010

NHL-Playoffs, 1. Runde

Schreibe niemals die Coyotes ab!

Die Coyotes sind nicht totzukriegen. Phoenix gewinnt Spiel 6 in Detroit nach einer beeindruckenden Vorstellung und gleicht die Serie aus. Besonders das Powerplay ist nicht zu stoppen.

Die Coyotes haben in Spiel 7 gegen Detroit Heimrecht
© Getty
Die Coyotes haben in Spiel 7 gegen Detroit Heimrecht

Detroit Red Wings (5) - Phoenix Coyotes (4) 2:5

Nachdem die Red Wings Spiel 4 und 5 der Serie (3:0, 4:1) überzeugend gewonnen hatten, waren sich praktisch alle Experten einig. Phoenix hat eine tolle Saison gespielt, sich in der Serie gegen die Red Wings teuer verkauft, aber jetzt ist dann doch eben Endstation. So ungefähr hatte sich das wohl auch Detroit vorgestellt.

Es gibt nur ein großes Problem: Phoenix macht da nicht mit. Die Coyotes haben mit einem beeindruckenden Auswärtssieg in der Joe Louis Arena zurückgeschlagen - und jetzt können sie plötzlich vor heimischem Publikum in Spiel 7 Detroit eliminieren. Das wäre ein echter Hammer.

Lauri Korpikoski brachte Phoenix, das gleich zu Beginn eine 3:5-Unterzahl zu überstehen hatte, in Detroit in der fünften Minute mit einem Shorthander in Führung. Dank eines ganz starken Ilja Bryzgalow (insgesamt 31 Saves) im Tor hielten die Coyotes dem Druck der Red Wings im ersten Drittel stand - und im zweiten Drittel baute Mathieu Schneider die Führung mit einem Powerplay-Tor auf 2:0 aus (23.)

Brad Stuart gelang nur 24 Sekunden später der Anschlusstreffer, aber die Coyotes ließen sich davon nicht schocken. Radim Vrbata im Powerplay (31.) und Wojtek Wolski mit seinem vierten Treffer der Serie (35.) brachten Phoenix endgültig auf die Siegerstraße.

Detroit sollte sich von diesem Drei-Tore-Rückstand nicht mehr eholen. Im Gegenteil. Im Schlussdrittel nützten die Coyotes, die im Übrigen erneut auf ihren verletzten Captain Shane Doan verzichten mussten, eine weitere Powerplay-Chance durch Taylor Pyatt zum 5:1 (46.).

Darren Helm (57.) erzielte kurz vor Schluss nur noch einen Ehrentreffer für Detroit. Am Dienstag kommt es in Phoenix zum entscheidenden Showdown. Ausgang völlig offen.

Los Angeles Kings (6) - Vancouver Canucks (3) 2:4

Nach den San Jose Sharks sind auch die Vancouver Canucks im Westen in die nächste Runde eingezogen. Die Kings gingen durch Alexander Frolow (11.) und Verteidiger-Star Drew Doughty (36.) zwar zweimal in Führung, aber im Schlussdrittel waren es die Canucks um Christian Ehrhoff, die das Spiel doch noch zu ihren Gunsten entschieden.

Kevin Bieksa erzielte in der 42. Minute den Ausgleich und dann war es 2 Minuten und drei Sekunden vor Schluss Daniel Sedin, der auf Vorarbeit von Mikael Samuelsson und seinem Bruder Henrik den Game-Winner für Vancouver schoss. Wenig später machte Alex Burrows mit einem Empty-Netter alles klar.

Während Canucks-Goalie Roberto Luongo mit 30 Saves sein wohl bestes Spiel der Serie machte, sah Kings-Keeper Jonathan Quick wie schon so häufig in der Serie einige Male nicht glücklich aus. Für Vancouver steht als nächstes wahrscheinlich ein Rematch mit Chicago auf dem Programm.

Pittsburgh und San Jose in der nächsten Runde

SPOX

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