Dienstag, 20.04.2010

NHL: Playoffs, 1. Runde

Caps zurück in der Spur

Zwischen den Capitals und den Canadiens hat sich der Wind gedreht, die Bruins halten die Sabres in Schach und die Kings trumpfen groß auf. In Vancouver gibt's lange Gesichter.

Die Washington Capitals führen die Serie 2-1 an
© Getty
Die Washington Capitals führen die Serie 2-1 an

Montreal Canadiens - Washington Capitals 1:5

Der Wind scheint sich gedreht zu haben in der Serie zwischen den Canadiens und den Capitals. Trumpfte Montreal im ersten Spiel noch groß auf und hatte auch in der zweiten Begegnung lange Zeit die Nase vorn, so unterlagen sie im dritten Spiel deutlich gegen die haushohen Favoriten aus Washington, die die Serie nun mit 2-1 anführen.

Dabei starteten beide Teams schleppend in die Partie: Im ersten Drittel fiel kein einziges Tor. Dann aber zündeten die Caps den Turbo - und wie: Im zweiten Abschnitt erzielten sie vier der fünf Tore.

Dabei traf Boyd Gordon in der 22. Spielminute zum 1:0 sogar in Unterzahl. Dreieinhalb Minuten später folgte der zweite Treffer, diesmal durch Brooks Laich.

Den Canadiens blieb keine Zeit, sich vom Schock zu erholen, denn sie wurden von den Gästen förmlich überrollt. Eric Fehr traf in der 29. Minute zum 3:0 und Alex Owetschkin machte knapp füneinhalb Minuten später den Deckel zu.

Zwar gelang Tomas Plekanec zu Beginn des letzten Drittels während des Powerplays in der 43. Minute noch der Ehrentreffer zum 4:1, doch ließ Matt Bradley es sich nicht nehmen, 45 Sekunden vor Schluss noch den Endstand zum 5:1 zu erzielen.

Washington setzte dieses Mal im Tor auf Semjon Warlamow, der bereits in der zweiten Partie Jose Theodore nach zwei Gegentreffern in den ersten acht Minuten abgelöst hatte.

Und der Russe machte einen souveränen Job: 26 Schüsse wehrte er ab und kassierte anschließend das Lob von Teamkollege Mike Green: "Wir brauchen einen starken Torwart und Warlamow hat stark gehalten. Er hat heute abend herausragend gespielt und war einer der Gründe, warum wir gewonnen haben."

Ganz anders die Lage bei den Canadiens: Jaroslav Halak wurde nach dem dritten Treffer der Caps durch Carey Price ersetzt, der zwar 21 Schüsse aufs Tor abwehrte, trotzdem aber zwei Treffer kassierte.

Montreals Glen Metropolit stand nach einer Schulterverletzung und einer Pause von acht Spielen erstmals wieder auf dem Eis (5.37 Min.).

Boston Bruins - Buffalo Sabres 2:1

Die Boston Bruins liegen nach dem 2:1-Heimsieg über die Buffalo Sabres in der Serie nun mit 2-1 vorne. Die mussten weiter auf den verletzten Jochen Hecht verzichten - und auch Topscorer Thomas Vanek war noch nicht wieder einsatzfähig.

Er hatte sich im ersten Drittel des zweiten Spiels am Bein verletzt, den Rest der Partie ausgesetzt und auch das dritte Spiel nur von der Bank aus verfolgt - ein schwerer Schlag für das Team aus Buffalo.

Dabei lief es für die Sabres zunächst nach Plan: In der siebten Spielminute gelang Mike Grier der Treffer zur 1:0-Führung der Gäste. Doch der Konter der Bruins erfolgte noch im selben Drittel: Gut acht Minuten später traf Dennis Wideman zum Ausgleich.

Das zweite Drittel verging so wie der Großteil des letzten Abschnitts: torlos. Erst sieben Minuten vor der Schlusssirene sorgte Patrice Bergeron für die Entscheidung und schob den Puck zum 2:1-Sieg ins Netz.

Bostons Goalie Tuukka Rask machte es den Sabres mit 32 Saves auch nicht einfacher.

Los Angeles Kings - Vancouver Canucks 5:3

Nach einer Auftaktniederlage fuhren die Kings nun zwei Siege in Folge ein und führen die Serie mit 2-1 an. Mason Raymond gelang bereits nach 2:09 Minuten der Führungstreffer für die Gäste. Doch die Kings nutzten knapp neun Minuten später eine Powerplay-Chance und erzielten durch Drew Doughty den Ausgleich zum 1:1.

Im zweiten Drittel ging Los Angeles dann in Führung - und wie: Michal Handzus erzielte in der 25. Spielminute das 2:1 im Powerplay und wiederholte das Ganze acht Minuten später gleich noch einmal. In der 34. Minute baute Brad Richardson die Führung der Kings auf 4:1 aus.

Grund genug, Canucks-Goalie Roberto Luongo durch Andrew Raycroft zu ersetzen. Das schien dem Team neue Motivation zu verleihen, denn nur eineinhalb Minuten später schob Mikael Samuelsson den Puck nach einem Assist von Ryan Kesler ins Tor und erzielte damit seinen vierten Treffer in der Playoff-Serie.

Im letzten Abschnitt kämpften sich die Canucks noch einmal durch einen Treffer von Daniel Sedin (45. Spielminute) heran, doch Ryan Smyth machte fünf Minuten später den Sack zu.

51 Saves! Sharks verzweifeln an Anderson

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