Donnerstag, 15.04.2010

NHL-Playoffs: 1. Runde

Die Nacht der Underdogs

Die erste Nacht der NHL-Playoffs war gleich eine voller Überraschungen: Ottawa zieht den Penguins den Zahn, die Flyers siegen bei den Devils, San Jose unterliegt Colorado und Phoenix schlägt Detroit.

Am Ende hatten die Ottawa Senators mit 5:4 die Nase gegen die Pittsburgh Penguins vorn
© Getty
Am Ende hatten die Ottawa Senators mit 5:4 die Nase gegen die Pittsburgh Penguins vorn

Pittsburgh Penguins - Ottawa Senators 4:5

Das erste Spiel der Playoffs hatte sich Titelverteidiger Pittsburgh irgendwie anders vorgestellt. Spannend ja, aber dann doch bitte auch mit einem Sieg am Ende. Daraus wurde allerdings nichts.

"Wir können unsere Köpfe jetzt nicht hängen lassen. Wir müssen uns einfach verbessern und den Rest der Serie gewinnen", resümierte Alexej Ponikarowski nach der Niederlage geknickt.

Dabei lief es anfangs optimal für die Penguins: Jewgeni Malkin erzielte in der 4. Spielminute ein Powerplay-Tor und setzte die Senators wie geplant unter Druck.

Die reagierten aber nicht mit einem starren Schockzustand, sondern drehten ordentlich auf.

Noch im ersten Drittel eroberten sie sich durch Tore von Peter Regin und Chris Neil die 2:1-Führung.

Chris Kelly erhöhte zu Beginn des zweiten Drittels auf 3:1, ehe Malkin erneut in Überzahl den Anschlusstreffer erzielte. Doch wieder hatte Ottawa eine schnelle Antwort parat: Erik Karlsson schob den Puck nur knapp drei Minuten später zum 4:2 ins Pens-Tor.

Im letzten Drittel kämpften sich die Penguins durch einen Treffer von Craig Adams noch einmal heran, doch Jaarko Ruutu konterte prompt. Da half Pittsburgh auch ein spätes Tor von Alex Goligoski in der 58. Spielminute nichts mehr.

New Jersey Devils - Philadelphia Flyers 1:2

So schwierig sich für die Flyers der Einzug in die Playoffs gestaltete, so gut lief es im ersten Spiel gegen die New Jersey Devils. Grund für den Sieg war unter anderem ein überragender Goalie Brian Boucher, der 23 Schüsse der Gastgeber abwehrte.

Die Tore für Philadelphia markierten Chris Pronger (30.) im Powerplay und Mike Richards (37.). Erst in der 58. Spielminute gelang Travis Zajac der Ehrentreffer für die Devils.

Flyers-Forward Ian Laperriere hält den Puck trotz des Sieges flach: "Wir sind trotzdem noch Underdogs. Wir hatten am Anfang der Saison Erwartungen an uns, die wir nicht erfüllt haben. Hoffentlich überraschen wir noch so einige Leute. Wir glauben an unseren Goalie und an unser Team - schauen wir mal, was die Zukunft noch für uns bereit hält."

Devils-Coach Jacques Lemaire hingegen hat bereits erste Sorgenfalten auf der Stirn. "Wir haben das erste Spiel in den Playoffs verloren. Wir müssen jetzt einfach einen Weg finden, wie wir gewinnen können."

San Jose Sharks - Colorado Avalanche 1:2

Für die Sharks kann die Niederlage eigentlich keine Überraschung sein. Denn dass sie das erste Spiel der Playoffs zuhause verlieren, daran müssten sie sich im mittlerweile vierten Jahr in Folge gewöhnt haben.

Aber dass sie ausgerechnet gegen das achtplazierte Team aus Colorado verlieren müssen, das ging ihnen schon wirklich nahe. Vor allem die Art und Weise, da Chris Stewart der Siegtreffer erst 50 Sekunden vor Schluss gelang. Zuvor hatten John-Michael Liles für Colorado (33.) und Ryane Clowe (48.) für San Jose getroffen.

Für Colorado bedeutete der Sieg eine Menge neuer Motivation. "Wir wussten, dass wir Außenseiter sind, so wurden wir ja schon das ganze Jahr über betitelt. Ich glaube aber, wir haben bewiesen, dass wir eben nicht die großen Underdogs sind, und genau das wollen wir jetzt auch weiterhin in den Playoffs zeigen", sagte Matchwinner Stewart.

Phoenix Coyotes - Detroit Red Wings 3:2

Hin und wieder siegt die Unbekümmertheit über die Erfahrung. Wie Spiel eins in der Jobing.com Arena in Glendale zeigte.

Zwar sind die Coyotes als Vierte einen Platz vor den Red Wings in die Playoffs gegangen, aber Detroit hat wesentlich mehr Erfahrung, was die Postseason betrifft. Die Red Wings stehen das 19. Jahr in Folge in den Playoffs, die Coyotes das erste Mal seit 2002.

Dass es ein erfolgreiches Meisterrunden-Comeback wurde, lag vor allem am hervorragenden Powerplay der Gastgeber. Zwar ging Detroit durch Tore von Thomas Holmström (13.) und Nicklas Lidström (17.) mit 1:0 bzw. 2:1 in Führung, doch am Ende hatten die Coyoten durch drei Überzahltreffer von Keith Yandle (15.), Wojtek Wolski (27.) und Derek Morris (43.) die Nase vorn.

Der SPOX-Playoff-Check

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