Mittwoch, 10.02.2010

Starten die Bruins eine Serie?

Shootout-Sieg für Sturm gegen Hecht

Die Boston Bruins feiern gegen die Buffalo Sabres einen knappen, aber wichtigen Sieg. Zwei Deutsche stehen im Fokus. Christian Ehrhoff und die Canucks verloren.

Marco Sturm wird nach seinem Treffer im Penaltyschießen von seinen Teamkollegen gefeiert
© Getty
Marco Sturm wird nach seinem Treffer im Penaltyschießen von seinen Teamkollegen gefeiert

Buffalo Sabres (32-18-8, 72 Punkte) - Boston Bruins (25-22-11, 61 Punkte) 2:3 n.P.

Die Boston Bruins haben ihre aufsteigende Form bestätigt und ihren zweiten Sieg in Folge gefeiert. Dabei setzte sich das Team von Nationalstürmer Marco Sturm erst nach Penaltyschießen bei den Buffalo Sabres mit Jochen Hecht durch.

Daniel Paille hatte die Bruins im ersten Drittel mit einem Doppelpack in Führung gebracht, Derek Roy und Tyler Myers mit ihren Treffern im zweiten Abschnitt eine Verlängerung erzwungen. Sturm verwandelte im entscheidenden Shootout einen Penalty. Hecht scheiterte bei seinem Versuch an Bruins-Goalie Tuukka Rask.

Ottawa Senators (34-22-4, 72 Punkte) - Calgary Flames (29-22-9, 67 Punkte) 3:2

Okay, die Siegesserie der Senators ist gegen Toronto gerissen. Aber warum nicht gleich die nächste starten? Jason Spezza, der sein zehntes Tor in den letzten zehn Spielen erzielte, sorgte für den Game-Winner gegen Calgary, zuvor hatten Alexei Kowalew und Jarkko Ruutu jeweils eine Führung der Flames ausgeglichen.

Für die Kanadier hatten die Neuzugänge Niklas Hagman und Matt Stajan getroffen. "Ich bin überhaupt nicht zufrieden", ärgerte sich Calgarys Coach Brent Sutter. "Das Spiel hätten wir gewinnen können, aber die zweiten 30 Minuten waren einfach nicht mehr gut genug."

Tampa Bay Lightning (26-21-11, 63 Punkte) - Vancouver Canucks (35-21-2, 72 Punkte) 3:1

Das kann ja noch ein langer Roadtrip für die Canucks werden. Im fünften Spiel einer 14 Partien währenden Reise durch gegnerische Arenen kassierten die Kanadier ihre dritte Pleite und sahen gegen Tampa Bay kein Land.

Na gut, Vancouver hatte Chancen und schoss 40 Mal aufs Tor, aber mit den meisten hatte Antero Niittymaki keine Mühe. Nur Ryan Kesler konnte den Goalie überwinden. Steven Stamkos und Martin St. Louis (2) trafen für die Lightning, für die Jeff Halpern seine 700. NHL-Partie bestritt. Glückwunsch!

St. Louis Blues (26-25-9, 61 Punkte) - Detroit Red Wings (27-21-11, 65 Punkte) 4:3 n.P.

15 Monate war es her, dass Paul Kariya in einem Heimspiel für seine Blues hatte. Doch gegen die Red Wings durchbrach der Leftwinger diese schier unglaubliche Negativserie. Mit einem Doppelpack hatte er großen Anteil daran, dass das schlechteste Heimteam einen seltenen Erfolg im Scottrade Center feiern durfte.

"Keine Ahnung, warum es so lange gedauert hat", sagte Kariya anschließend. "Aber ich bin froh, dass ich diese Serie hinter mir habe. Hoffentlich geht's jetzt richtig rund." Das dritte Tor für St. Louis erzielte Andy MacDonald, für Detroit trafen Kris Draper, Pavel Datsyuk und Valtteri Filppula. Für die Entscheidung im Shootout sorgten T.J. Oshie und Brad Boyes mit ihren Treffern.

Chicago Blackhawks (39-15-5, 83 Punkte) - Dallas Stars (26-21-12, 64 Punkte) 4:3 n.P.

Für Kris Versteeg gab es im Shootout nur eine Taktik: bloß nicht Nachdenken! "Ich bin einfach drauflos gestürmt und habe gehofft, dass der Puck reingeht", so Versteeg, nachdem er in der fünften Runde für den entscheidenden Treffer gesorgt hatte. "Marty Turco ist ein höllischer Goalie, da darf man nicht zu viel wollen."

Die gleiche Taktik verfolgte übrigens auch Chicagos Backup-Goalie Antti Niemi: "Nachdenken bringt nichts. Ich reagiere einfach nur auf das, was der Spieler macht." In der regulären Spielzeit war ihm das noch nicht so gut gelungen, als Loui Eriksson vier Minuten zum 3:3 ausglich. Im Shootout blieb er dann ohne Gegentreffer. Zuvor hatten Mike Ribeiro und James Neal für Dallas getroffen, für die Blackhawks waren Patrick Kane (2) und Troy Brouwer erfolgreich.

New York Islanders (24-27-8, 56 Punkte) - Nashville Predators (31-22-5, 67 Punkte) 4:3 n.P.

Tore: Freddy Meyer, Bruno Gervais, Mark Streit - Cal O'Reilly, Joel Ward, Steve Sullivan

Carolina Hurricanes (22-30-7, 51 Punkte) - Florida Panthers (24-26-9, 57 Punkte) 4:1

Tore: Jussi Jokinen, Joni Pitkanen, Matt Cullen, Tuomo Ruutu - Cory Stillman

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