Freitag, 01.01.2010

NHL: Winter Classic

Freiluftspektakel mit Bruins und Flyers

Zum dritten Mal zieht das Winter Classic der NHL (19 Uhr im LIVESCORE) die Eishockey-Fans in seinen Bann. Im Fenway Park stehen sich an Neujahr die Boston Bruins und die Philadelphia Flyers gegenüber.

Im Fenway Park spielt normalerweise die Baseball-Mannschaft der Boston Red Sox
© sid
Im Fenway Park spielt normalerweise die Baseball-Mannschaft der Boston Red Sox

Ein einziges von mehr als 1200 Saisonspielen elektrisiert die Eishockey-Fans auf dem nordamerikanischen Kontinent seit zwei Jahren. Es handelt sich nicht etwa um das alljährliche All Star Game mit den Superstars der Gegenwart wie Sidney Crosby oder Alexander Owetschkin. Es ist ein Freiluft-Spiel, das sogenannte Winter Classic am Neujahrstag. Bei der dritten Auflage am Freitag (19.00 MEZ) ist das legendäre Baseball-Stadion Fenway Park in Boston der Spielort, es spielen die heimischen Bruins mit dem deutschen Star Marco Sturm gegen die Philadelphia Flyers.

"The game was born outside. Now it returns"

"The game was born outside. Now it returns" (Das Spiel wurde im Freien geboren. Dorthin kehrt es nun zurück) lautet der Slogan des Werbesports, der seit Wochen das Spektakel bewirbt.

Freiluft-Hockey ist derzeit das Aushängeschild der schnellsten Mannschaftssportart der Welt, die seit Jahren um ihre Existenz kämpft. Sinkende TV-Einnahmen, Einführung der Gehaltsobergrenzen und Arbeitskampf haben dem Sport schwer zugesetzt.

Blackhawks vs. Red Wings im Winter Classic
Zum zweiten Mal stand der Winter Classic in der NHL auf dem Programm
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Zum zweiten Mal stand der Winter Classic in der NHL auf dem Programm
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Die Chicago Blackhawks empfingen am Neujahrstag den Meister, die Detroit Red Wings, im Wrigley Field
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Die Chicago Blackhawks empfingen am Neujahrstag den Meister, die Detroit Red Wings, im Wrigley Field
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Normalerweise spielen im Wrigley Field die Baseballer der Chicago Cubs
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Normalerweise spielen im Wrigley Field die Baseballer der Chicago Cubs
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Das sind natürlich noch nicht die wahren Protagonisten. Zunächst spielten einige Jugendliche gegeneinander
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Das sind natürlich noch nicht die wahren Protagonisten. Zunächst spielten einige Jugendliche gegeneinander
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Nach der amerikanischen Nationalhymne donnerten zwei F-18-Jets über das Wrigley Field
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Nach der amerikanischen Nationalhymne donnerten zwei F-18-Jets über das Wrigley Field
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Dann kamen sie. In historischen Trikots liefen beide Teams auf. Hier Goalie Cristobal Huet von den Chicago Blackhawks
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Dann kamen sie. In historischen Trikots liefen beide Teams auf. Hier Goalie Cristobal Huet von den Chicago Blackhawks
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Kirk Maltby von den Detroit Red Wings machte sich auch warm
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Kirk Maltby von den Detroit Red Wings machte sich auch warm
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Und es war richtig kalt in der Windy City. Temperaturen um den Gefrierpunkt sorgten dafür, dass Chicagos Dave Bolland sich dick einmummte
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Und es war richtig kalt in der Windy City. Temperaturen um den Gefrierpunkt sorgten dafür, dass Chicagos Dave Bolland sich dick einmummte
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Allerdings schien es nicht allen kalt zu sein. Einem Fan war es warm genug, um mit freiem Oberkörper und ein paar Bier das Spiel zu verfolgen - Grippe inklusive
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Allerdings schien es nicht allen kalt zu sein. Einem Fan war es warm genug, um mit freiem Oberkörper und ein paar Bier das Spiel zu verfolgen - Grippe inklusive
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Dann ging es los - Face-off im Wrigley Field zwischen den Blackhawks und Red Wings
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Dann ging es los - Face-off im Wrigley Field zwischen den Blackhawks und Red Wings
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Den besseren Start erwischte Chicago. Nach dem ersten Drittel führten die Hawks mit 3:1. Hier traf Kris Versteeg (M.) zum 1:0
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Den besseren Start erwischte Chicago. Nach dem ersten Drittel führten die Hawks mit 3:1. Hier traf Kris Versteeg (M.) zum 1:0
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Doch im zweiten Drittel drehten die Red Wings auf. Jiri Hudler (2) und Pavel Datsyuk erzielten die Treffer zum 4:3
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Doch im zweiten Drittel drehten die Red Wings auf. Jiri Hudler (2) und Pavel Datsyuk erzielten die Treffer zum 4:3
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Im letzten Spielabschnitt ließen die Red Wings nichts mehr anbrennen und siegten mit 6:4
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Im letzten Spielabschnitt ließen die Red Wings nichts mehr anbrennen und siegten mit 6:4
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Somit sahen die 40.818 Zuschauer ein torreiches Spiel, auch wenn für die meisten Fans die falsche Mannschaft gewann
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Somit sahen die 40.818 Zuschauer ein torreiches Spiel, auch wenn für die meisten Fans die falsche Mannschaft gewann
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Der Zuschauerrekord wurde aber nicht getroffen. Letztes Jahr sahen 71.217 Zuschauer im Ralph Wilson Stadion den 2:1-Sieg der Pens bei den Sabres
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Der Zuschauerrekord wurde aber nicht getroffen. Letztes Jahr sahen 71.217 Zuschauer im Ralph Wilson Stadion den 2:1-Sieg der Pens bei den Sabres
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Vergleiche mit Woodstock

Hits, Fights und Saves im Schneegestöber haben Eishockey wieder etwas Leben eingehaucht. Und wenn die Werbetrommel sich ohnehin gerade dreht, greift man gerne zu Superlativen. "Es ist wie das Woodstock des Hockey. Man könnte es auch Icestock nennen", erklärte der Kurator des Bostoner Sport Museum, Richard Johnson, in Anspielung auf das geschichtsträchtige Open-Air-Festival 1969.

Nun, 500.000 Menschen wie seinerzeit auf die Farm in Bethel im US-Bundesstaat New York passen nicht in den Fenway Park, sondern nur etwas mehr als 35.000. Aber das Ereignis an sich zieht die Menschen in seinen Bann und da kann man getrost mit Superlativen aufwarten.

Rund 75.000 Liter Wasser wurden zum Aufbau der Eisfläche benötigt, die im Schatten des "Green Monsters" steht. Diese gewaltige 11,3m hohe Mauer ist im US-Baseball berühmt, wer einen Homerun über das Green Monster schlägt, hat das Hohe C getroffen.

Beantown erwartet Schneeregen

1300 Liter Farbe wurden zur Erstellung der Logos unter dem Eis verwendet, ein 300 Tonnen schwerer Kühltruck zirkuliert 11.300 Liter Kühlflüssigkeit, um die optimale Eistemperatur von Minus 5,5 Grad gleichbleibend zu gewährleisten. Schließlich ist Open-Air-Hockey genauso von äußeren Bedingungen beeinflusst wie Fußball.

Für den Neujahrstag sind die Prognosen nicht so positiv. In Beantown soll es bei Temperaturen von bis zu 4 Grad Celsius Schneeregen geben. Im vergangenen Jahr waren im Wrigley Field in Chicago die Bedingungen nahezu ideal, Stanley-Cup-Sieger Detroit Red Wings und die Blackhawks hatten beim 6:4 echte Werbung betrieben.

Boston Favorit

Nachdem der fünfmalige Grammy-Award-Gewinner James Taylor die US-Nationalhymne geschmettert hat, geht es dann nur noch um den Sport.

Auch in diesem Duell, das von 75 TV-Kameras aus allen erdenklichen Perspektiven eingefangen wird, ereignet sich nach Meinung der Chronisten Historisches. Es ist das größte Spiel zwischen den Kontrahenten seit der Stanley-Cup-Finalserie 1974, die die Flyers seinerzeit in sechs Spielen gewann. Davon ist Philly derzeit weit entfernt, man ist außerhalb der Playoff-Plätze. Boston und Sturm gehen als Favoriten in den Open-Air-Ring.

Ehrhoff schießt die Canucks zum Sieg


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