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Madden NFL 20 Review: Philly Special und College Playoffs

Patrick Mahomes ist auf dem Cover von Madden 20.

Das beliebte Videospiel Madden 20 kommt im Vorfeld der neuen NFL-Saison auf den Markt und liefert zahlreiche Neuerungen. Neben Ergänzungen im Gameplay wird auch ein neuer Storymodus präsentiert. SPOX testet die neueste Version der berühmten Franchise auf Herz und Nieren und klärt die Frage, ob es sich dieses Jahr lohnt, das offizielle Spiel der größten Sportliga der Welt zu kaufen.

Es ist wieder soweit, Madden startet in die neue Saison. Rund einen Monat vor der "echten" NFL beginnt die neue Spielzeit der virtuellen NFL. mit "Madden 20" startet EA Sports den nächsten Anlauf, um seine so erfolgreiche Football-Franchise wieder ein Stück besser zu machen und neue Innovationen zu präsentieren.

Ob ihnen das gelungen ist, hat SPOX-Redakteur Marcus Blumberg ausgiebig mit einer Vorabversion, die EA freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat, getestet.

Madden NFL 20: Es geht los!

Wer Madden 20 erstmals in die Playstation - oder Xbox - wirft, wird direkt in den Pro Bowl nach Orlando befördert. Automatisch spielt der User dann die AFC-Auswahl, schließlich ist Quarterback Patrick Mahomes von den Kansas City Chiefs der Cover-Star des Spiels. Mahomes ist darüber hinaus zugleich der Posterboy der ersten großen Neuerung in diesem Jahr, den "Superstar X-Factors".

Ein X-Faktor ist gemeinhin der Spieler, der den Unterschied ausmacht. Und da es sich beim Pro Bowl um ein All-Star Game handelt, sind naturgemäß diverse Superstars mit von der Partie. Der User bekommt also direkt mal einen Eindruck, wie dieses neue Feature im Spiel aussieht.

Damit einhergehend haben solche Spieler dann auch "Zone Abilities", heißt: Spezielle Fähigkeiten, die bei der Ausführung bestimmter Taten (zum Beispiel fünf Completions in Folge) freigeschaltet werden. Sprich: Der Spieler ist dann in "the Zone" - ungleich DAZN - und ist dann eben heiß und noch effektiver.

Madden 20 Superstar X-Factors: Tom Brady läuft im vierten Viertel heiß

Mahomes etwa zeichnet eine "Bazooka" aus, also ein Raketenarm, wenn man so will. Tom Brady wiederum kann Audibles an der Line schneller ausführen als andere QBs und hat die "Clutch"-Fähigkeiten. Er läuft im vierten Viertel schneller heiß als andere. Und defensiv ist ein Khalil Mack, wenn er mal heiß läuft, einfach nicht mehr zu stoppen. EA selbst weist derweil darauf hin, dass diese Features besonders im Arcade-Mode zur Geltung kommen, während es im "normalen" Simulation-Mode nur einen bedingten Unterschied macht. Was wiederum auch gut so ist.

Jedenfalls spielt man einen Pro Bowl und wird eventuell wie der Autor dieses Textes gegen Ende von Mack vernichtet.

Anschließend geht's ins neu gestaltete und im Vergleich zu früher aufgeräumte Hauptmenü, wo man sich entscheiden muss, welchen der Modi man denn spielen will. Zur Auswahl stehen "Face of the Franchise: QB1", Franchise, Madden Ultimate Team sowie Exhibition. Zudem gibt es über dieses Menü Zugriff auf die X-Factor-Database, in der alle entsprechenden Superstars samt ihren speziellen Fähigkeiten aufgelistet werden. Man will ja wissen, was man kriegt.

Exhibition ist der einfachste Weg, einfach ein Spiel zu spielen. Hier gibt es auch die gerade für Anfänger hilfreichen Features "Skills Trainer" - man bekommt hier eine umfassende Einführung über die Steuerung sowie die grundlegenden und fortgeschrittenen Spielzüge im Spiel - sowie Free Practice.

Bei Letzterem kann man ohne Probleme - und ohne wahlweise ohne Gegner - auf den Trainingsplatz gehen und alle möglichen Spielzüge austesten. Auch hinter diesem Menüpunkt zu finden sind die Option für ein einfaches Onlinespiel sowie der Pro Bowl.

Madden 20 Storymodus: "Face of the Francise: QB1"

Das Main Event, wenn man so will, ist allerdings ganz klar der Storymodus "Face of the Franchise: QB1". Wie auch bei den anderen EA-Sports-Titeln (FIFA, NBA Live, NHL) gibt es bei Madden seit ein paar Jahren einen Storymodus, in dem der User einen einzelnen Spieler steuert und dessen Karriere begleitet.

In dieser Inkarnation darf jeder das Aussehen seines Akteurs selbst bestimmen. Anschließend steht der User vor der Qual der Wahl: Für welches College soll sich der Protagonist entscheiden? Der QB hat die Wahl zwischen namhaften Schulen wie USC, Oklahoma, Texas oder Oregon. Insgesamt stehen zehn Colleges samt Originallogos und -Trikots zur Auswahl.

Dann jedoch der Schock: Dein neuer Coach konfrontiert dich mit der Nachricht, dass sich "Marcus Washington", der Top-Recruit des Landes, in letzter Sekunde doch noch für deine Schule entschieden hast, es wartet also die Ersatzbank.

In animierten Filmszenen, die durchaus ansprechend sind, wird dann zügig vier Jahre vorgespult. Das College Football Playoff 2019 steht an. Im Halbfinale im AT&T Stadium in Arlington/Texas hat dein Team jedoch ein großes Problem: Der Star-QB hat sich verletzt und fällt aus, der Protagonist muss also nach vier Jahren auf der Bank und ohne einzigen Snap - das passiert an sich in der realen Welt nie, aber sei es drum - ran und die Kohlen aus dem Feuer holen.

Madden 20: QB1 im College Football Playoff

Nach einem letzten Training spielt der User dann das Halbfinale. Überraschend jedoch nicht nur als Quarterback, sondern der User steuert die komplette Mannschaft mit Defense. Ein Szenario das Erinnerungen an die guten alten Zeiten von "NCAA Football" von EA Sports weckt. Hach!

Die Krux des Ganzen ist, dass der Spieler den Sprung in die NFL über den Draft schafft und sich dann beweisen muss. Der Spieler ist - natürlich - ein Superstar, den man mit diversen Zone Abilities ausstatten kann. Das Ziel ist klar: den Spieler durch seine Rookie-Saison manövrieren, verbessern und schauen, was passiert. Dieser Modus ist absolut ergebnisoffen und wird durch eine individuelle Videosequenz abgeschlossen.

So schön diese Sequenzen über den Modus hinweg auch anmuten, so langatmig wirken sie jedoch auch. Jemand, der nur das Spiel spielen will, dürfte wenig Freude daran haben, minutenlang von Filmsequenzen aufgehalten zu werden. Und wegklicken kann man diese eben auch nicht.

Eine weitere Möglichkeit, langfristigen Spielfluss zu erreichen, ist der gute alte Franchise-Modus. Je nach Geschmack steht dem User die volle Kontrolle über ein Team zur Verfügung, es gibt Trainings, Preseason, Regular Season, Playoffs, Draft Scouting, Draft und Free Agency. Wie gehabt eben.

Franchise Mode in Madden 20: Setze Deine eigenen Ziele

Ganz neu ist dabei die Möglichkeit, vor der Saison sein persönliches Saisonziel festzulegen. Je höher die Messlatte, desto höher auch die mögliche Belohnung in Form von "XP" (Erfahrungspunkte), die zur Verbesserung des Teams eingesetzt werden können. Zudem gibt es gelegentlich auch Spieltags-Ziele, die ebenfalls für zusätzliche XP sorgen. Das Ziel ist, sein Team zum Erfolg zu führen, obgleich der natürlich je nach Team individuell definiert ist.

Der Modus mit der aber wohl höchsten Langzeitmotivation ist jedoch Ultimate Team. Wie bei FIFA auch spielt der User mit einem aus virtuellen Sammelkarten zusammengesetzten Team und versucht, dieses stetig zu verbessern. Das geht sowohl durch das Bestehen von Missionen und Challenges - Dinge wie "erreiche eine bestimmte Anzahl von Yards oder Touchdowns" - als auch über Erfolge in Online-Duellen, in denen man mit seinem jeweiligen Team antritt.

Der Punkt hierbei ist in erster Linie die Kurzweil. Challenges dauern in der Regel nicht sonderlich lang und bringen sofortige Belohnungen. Vorsicht: Suchtgefahr!

Wer sich indes nicht auf seine spielerischen Fähigkeiten beim Bau seines Teams verlassen will, kann im Übrigen auch einfach "Coins" kaufen und damit dann neue Spieler-Packs erwerben - oder eben Spieler per Auktion kaufen.

Was fehlt: ein simpler Season Mode, in dem ohne Blick auf eine weitere Spielzeit einfach nur eine Saison gespielt werden kann.

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