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NFL Draft Grades 2019 - Cardinals, Raiders, Giants und Co.

SPOX blickt auf alle 32 Draft-Klassen 2019 und gibt seine Einschätzungen ab.

Der Draft ist Geschichte, und SPOX-Redakteur Adrian Franke zieht Bilanz: Welche Teams haben geglänzt? Wer hatte mögliche Steals? Oder anders gesagt - wer hatte den besten (und schlechtesten) Draft? Die 2019er Draft Grades!

So funktionieren die Einschätzungen: Die Noten gehen von 1 (Elite-Draft) bis 5 (sehr schlechter Draft). Eine 3 ist demnach Durchschnitt und für jedes Team die Ausgangslage, danach geht es nach oben oder nach unten. Mit "+" und "-" werden Abstufungen gemacht.

Value, Positional Value, Position im Draft, Anzahl und Platzierung der Picks eines Teams und andere Optionen an der jeweiligen Position spielen eine Rolle, via Picks ertradete Spieler - Beckham, Brown, Clark, Rosen, Ford und so weiter - werden gelegentlich erwähnt, aber fließen nicht in die reine Draft-Grade mit ein.

Draft Grades AFC East

Buffalo Bills

  • Runde 1 (9 Overall): Ed Oliver, DT, Houston
  • Runde 2 (38): Cody Ford, OT/OG, Oklahoma
  • Runde 3 (74): Devin Singletary, RB, FAU
  • Runde 3 (96): Dawson Knox, TE, Ole Miss
  • Runde 5 (147): Vosean Joseph, LB, Florida
  • Runde 6 (181): Jaquan Johnson, S, Miami
  • Runde 7 (225): Darryl Johnson, Edge, North Carolina A&T
  • Runde 7 (229): Tommy Sweeney, TE, Boston College

Die Bills haben mit ihren ersten beiden Picks enormen Value mitgenommen: Ed Oliver ist der beste Defensive Tackle dieser Draftklasse nach Quinnen Williams und könnte in einer 3-Technique-Rolle - also nicht wie im College meist zu sehen als Nose Tackle gegen Double Teams - eine spektakuläre Rookie-Saison haben. Ford war ein First-Round-Kandidat und einer der besten Pass-Protector der vergangenen Saison. Beide Positionen waren zudem hohe Needs.

Danach war der Value durchwachsener. Singletary ist ein spektakulärer (wenn auch kleiner) Running Back mit herausragenden Cuts, der in seinem Stil durchaus an LeSean McCoy erinnert - könnten sich die Bills noch von McCoy trennen? Knox bringt enorme Athletik mit und könnte vor allem als Receiver eine frühe Rolle einnehmen, zeigte bei Ole Miss aber auch als Blocker sehr gute Ansätze.

Vosean Joseph ist der ultimative Boom-or-Bust-Spieler: Bei einigen seiner Plays denkt man, man sieht den besten Linebacker dieser Klasse; wenn er aber komplexere Plays lesen muss und sich nicht nur auf seine Athletik verlassen kann, sieht man auch Desaster.

SPOX-Grade: 2

Miami Dolphins

  • Runde 1 (13): Christian Wilkins, DT, Clemson
  • Runde 3 (78): Michael Deiter, OG, Wisconsin
  • Runde 5 (151): Andrew van Ginkel, LB, Wisconsin
  • Runde 6 (202): Isaiah Prince, OT, Ohio State
  • Runde 7 (233): Chandler Cox, FB, Auburn
  • Runde 7 (234): Myles Gaskin, RB, Washington

"Solide" beschreibt den Dolphins-Draft wohl am besten. Der Downtrade mit den Saints beschert Miami einen zusätzlichen Zweitrunden-Pick 2020, ein Plus und ein Move, der perfekt in den Dolphins-Plan passt. Wilkins ist ein rundum guter, vielseitig einsetzbarer All-Around-Lineman. Deiter ist eher ein Run-Blocker als gut in Pass-Protection und war etwas höher als erwartet, das gilt auch für van Ginkel.

Miami hat sich in diesem Draft, abgesehen von Wilkins, eher Projekte geholt, was genau in den langfristigen Plan der Dolphins passt. Das führt zu einer durchschnittlichen Draft-Klasse, wobei der Trade für Josh Rosen das alles auf den Kopf stellen kann, falls er sich als Franchise-Quarterback in South Beach entpuppt. Falls Rosen das wird, wäre er der größte Steal seit einer ganzen Weile und Miami könnte sich im 2020er Draft auf den Edge-Rush konzentrieren. Hier nämlich stehen die Dolphins auch nach dem Draft noch immer ziemlich blank da.

SPOX-Grade: 3+

New England Patriots

  • Runde 1 (32): N'Keal Harry, WR, Arizona State
  • Runde 2 (45): Joejuan Williams, CB, Vanderbilt
  • Runde 3 (77): Chase Winovich, Edge, Michigan
  • Runde 3 (87): Damien Harris, RB, Alabama
  • Runde 3 (101): Yodny Cajuste, OT, West Virginia
  • Runde 4 (118): Hjalte Froholdt, OG, Arkansas
  • Runde 4 (133): Jarrett Stidham, QB, Auburn
  • Runde 5 (159): Byron Cowart, DL, Maryland
  • Runde 5 (163): Jake Bailey, P, Stanford
  • Runde 7 (252): Ken Webster, CB, Ole Miss

Harry - den ich in der NFL primär als Big Slot Receiver mit gelegentlichen Outside-Snaps sehe - passt perfekt zu den Patriots, genau wie Chase Winovich: Ein High-Motor-Edge-Spieler, der über Athletik und Technik verfügt und lediglich noch ein wenig cleverer spielen muss. Joejuan Williams war höher als erwartet, mit seiner Physis und seiner Vielseitigkeit passt er aber ebenfalls in das Anforderungsprofil der Pats-Secondary.

Cajuste und Froholdt in den Runden 3 und 4 waren ebenfalls sehr gute Picks - Cajuste ist bereits ein sehr guter Pass-Blocker und könnte langfristig als Starter übernehmen, Froholdt ist mindestens eine Option für 2020, sollten die Pats mal wieder einen Lineman anderswo teuer unterschreiben lassen. Der Däne kann Guard und Center spielen und ist ebenfalls stark in Protection, letztes Jahr ließ er bei 418 Pass-Block-Snaps ganze 5 QB-Pressures zu.

Damien Harris in Runde 3 war mir deutlich zu hoch, umso mehr, nachdem die Pats letztes Jahr bereits einen Erstrunden-Pick in einen Running Back investiert haben. Stidham ist ein Projekt, für mich noch ein sehr langfristiges (bestenfalls, sein Tape hat mir überhaupt nicht gefallen) und auch hier war mir die vierte Runde zu früh. Insgesamt sprechen wir bei den Pats aber von mindestens vier sehr guten Picks und mutmaßlich mehreren sofortigen Startern.

SPOX-Grade: 1-

New York Jets

  • Runde 1 (3): Quinnen Williams, DT, Alabama
  • Runde 3 (68): Jachai Polite, Edge, Florida
  • Runde 3 (92): Chuma Edoga, OT, USC
  • Runde 4 (121): Trevon Wesco, TE, West Virginia
  • Runde 5 (157): Blake Cashman, LB, Minnesota
  • Runde 6 (196): Blessuan Austin, CB, Rutgers

Die Jets haben den für mich besten Spieler dieser Klasse an 3 Overall bekommen - in der Top-3 einen Value-Pick hinzulegen ist nicht leicht, die Jets haben es geschafft.

Polite hat den Pre-Draft-Prozess mit seinen Interviews und auch den athletischen Tests in den Sand gesetzt und er muss noch an Power zulegen; sein Tape rein als Edge-Rusher mit Explosivität, Balance und Agilität hat mir aber sehr gut gefallen und er deckt einen noch immer riesigen Need in New York ab. Gang Green hatte keinen Zweitrunden-Pick, Polite Mitte der zweiten Runde wäre für mich auch in Ordnung gewesen.

Die Jets haben allerdings den benötigten Center nicht geholt, Edoga könnte perspektivisch aber ein O-Line-Starter werden. Einen dicken Bonus gibt es für den Fünftrunden-Pick: Blake Cashman war mein Nummer-3-Linebacker, ein Spieler mit sehr guter Athletik, mit Power, mit Agilität - und mit Coverage-Fähigkeiten. In Mosley, Avery Williamson und Blake Cashman (Darron Lee könnte jetzt umso mehr ein Trade-Kandidat sein) haben die Jets ein sehr starkes Linebacker-Trio.

SPOX-Grade: 2

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