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NFL Pro Bowl 2018: Die größten Fehler bei der Pro-Bowl-Wahl

Wer fehlt? SPOX blickt auf die größten Fehler in der Pro-Bowl-Wahl.
© getty

Die Entscheidung ist gefallen - die Pro-Bowl-Teilnehmer der Saison 2018 stehen fest! Die Wahl hierfür setzt sich zu je einem Drittel aus den Abstimmungen unter Fans, Spielern und Coaches zusammen; dementsprechend viel Diskussionsstoff gibt es auch anschließend. SPOX-NFL-Redakteur Adrian Franke nennt seine größten Fehler unter den Nicht-Nominierten.

Jones, Luck, Wilson und Co. - diese Spieler gehören in den Pro Bowl

10. DeForest Buckner, DT, San Francisco 49ers

In der NFC sind zwei Interior Defensive Linemen gesetzt - an den ultra-dominanten Aaron Donald und Fletcher Cox führt kein Weg vorbei. Dahinter lässt sich über Hicks und Buckner streiten, beide bewegen sich in etwa auf Augenhöhe. Buckner war gefährlicher im Pass-Rush, und das obwohl Offenses sich regelmäßig auf ihn konzentrieren konnten - im Gegensatz zu Hicks in Chicago. Buckner war zweifellos ein Top-5-DT in der NFC in dieser Saison.

9. Tre'Davious White, CB, Buffalo Bills

Top-5 in Cover-Snaps pro zugelassener Reception, Top-5 in zugelassenen Yards pro Cover-Snap, nur zwei Touchdowns in Coverage zugelassen und ganz nebenbei auch noch Top-5 in zugelassenen Yards nach dem Catch: Tre'Davious White spielt eine herausragende Saison in Buffalo und ist ein zentraler Grund dafür, dass die Bills-Defense insgesamt so unangenehm zu spielen ist.

8. Jason Kelce, C, Philadelphia Eagles

Mack und vor allem Unger spielen gute Saisons - Kelce aber war weitestgehend klar vor beiden. Kelce ist mit seiner Athletik und Beweglichkeit der vielleicht beste Run-Blocking-Center der gesamten Liga, gleichzeitig gehört er auch technisch zur absoluten Liga-Spitze, was man in Pass-Protection besonders merkt. Hat in dieser Saison ganze neun QB-Pressures zugelassen und steht somit auch hier vor den beiden NFC-Konkurrenten.

7. Christian McCaffrey, RB, Carolina Panthers

Ähnlich wie Buckner gehört auch McCaffrey in den Pro Bowl - die Konkurrenz auf der Position macht die Entscheidung aber zumindest etwas nachvollziehbar. Allerdings ist McCaffrey einer der explosivsten Back ligaweit dieses Jahr (29 Runs über mindestens 10 Yards), vor allem aber hat er die meisten Targets (108) und Receptions (95) aller Running backs dieses Jahr. In vielen Spielen war McCaffrey im Alleingang die Panthers-Offense und eine echte Waffe auch im Passing Game.

6. Russell Wilson, QB, Seattle Seahawks

Russell Wilson hat dieses Jahr endlich eine funktionierende Offensive Line vor sich - das Play-Calling allerdings macht ihm das Leben Woche für Woche schwer und zwingt Wilson regelmäßig in lange Downs und wenig vorteilhafte Situationen. Wilson ist dieses Jahr einer der gefährlichsten und aggressivsten Downfield-Passer der Liga und gleichzeitig in der Red Zone in der Top-5 ligaweit.

Wenn man ihm etwas vorwerfen will, dann sind es die vielen Sacks, die er kassiert - wofür er zu häufig selbst verantwortlich ist. Umgekehrt hilft sein Stil der Offensive Line auch häufig genug, während Rodgers in diesem Jahr eine absurd hohe Anzahl an Throwaways hat. Goff ist seit ein paar Wochen merklich in der Krise und zunehmend diskutabel; Rodgers gehört dieses Jahr aber nicht vor Wilson.

5. Darius Leonard, LB, Indianapolis Colts

Weder Mosley, noch McKinney gehören im diesjährigen Pro Bowl in der AFC vor den Rookie der Indianapolis Colts. Eine (sehr sichere) Tackling-Maschine mit Explosivität und Reichweite, dazu als Blitzer brandgefährlich und schon jetzt ein klarer Leader in der jungen, neuen Colts-Defense. Leonard hat eine genauso unerwartete wie exzellente Rookie-Saison gespielt, während insbesondere Mosley eher ein durchwachsenes Jahr hatte. In Coverage hat Leonard noch einiges an Luft nach oben - vor den beiden AFC-Konkurrenten muss er sich auch in dem Bereich dieses Jahr allerdings nicht verstecken.

4. Mitchell Schwartz, RT, Kansas City Chiefs

Kein Right Tackle hat eine bessere Saison gespielt. Schwartz ist sensationell stabil in Pass-Protection, hat ganze 19 Pressures zugelassen - bei 614 Pass-Blocking-Snaps, der vierthöchste Wert aller Offensive Tackles Jahr. Dazu ist er auch einer der besseren Run-Blocker ligaweit; Schwartz' Abwesenheit zeigt, dass nach wie vor zu viele Coaches und Spieler Left Tackles zu Unrecht als wichtiger erachten. Schwartz ist ein zentraler Grund dafür, dass die Chiefs Jahr für Jahr mit Von Miller und Joey Bosa vergleichsweise gut klarkommen.

3. David Bakhtiari, LT, Green Bay Packers

Mitchell Schwartz kann man noch mit der "Left Tackle/Right Tackle"-Thematik erklären. Bei Bakhtiari ist das nicht möglich, und dass Trent Williams sowie Tyron Smith vor ihm landeten, spricht doch stark für den im Pro Bowl häufiger auftretenden "Großer Name"-Bonus. Bakhtiari war neben Terron Armstead - der allerdings bereits fünf Spiele verpasst hat - der beste Offensive Tackle dieser Saison und insbesondere in Pass-Protection konnte niemand Green Bays Left Tackle das Wasser reichen.

2. Andrew Luck, QB, Indianapolis Colts

Andrew Luck spielt eine bessere Saison als Tom Brady. Punkt. Luck ist besser gegen Pressure, besser im vertikalen Passing Game und besser in der Red Zone. Luck ist definitiv agiler in der Pocket und als Passer, im Vergleich zu vergangenen Jahren, merklich effizienter geworden. Brady spielt keine schlechte Saison und die mitunter wieder auftretenden Abgesänge sind zumindest in ihrer Endgültigkeit verfrüht - Brady ist nach wie vor ein Top-5-AFC-Quarterback. Aber die Saison von Andrew Luck in einer für ihn komplett neuen Offense war schlicht und ergreifend besser.

1. Chris Jones, DT, Kansas City Chiefs

Kein Zweifel - einen größeren Fehler im diesjährigen Pro-Bowl-Voting gibt es nicht. Jones spielt eine unglaublich dominante Saison, hat die drittmeisten Quarterback-Pressures aller Defensive Tackles und die zweitmeisten Sacks hinter Aaron Donald. Lediglich zwei verpasste Tackles stehen laut Pro Football Focus auf seinem Konto, Jones ist der zentrale Faktor dafür, dass Kansas Citys Defense über den Pass-Rush im Laufe der Saison ein Identität gefunden hat. Und er ist dieses Jahr definitiv vor Jurrell Casey, Geno Atkins und Cam Heyward einzustufen, die letztlich alle vor ihm landeten.

Pro Bowl Snubs - Weitere Kandidaten:

  • JuJu Smith-Schuster, WR, Pittsburgh Steelers
  • Casey Hayward, CB, Los Angeles Chargers
  • Alvin Kamara, RB, New Orleans Saints
  • Leighton Vander Esch, LB, Dallas Cowboys
  • Justin Tucker, K, Baltimore Ravens
  • Joel Bitonio, OG, Cleveland Browns
  • Malcolm Jenkins, SS, Philadelphia Eagles
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