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NFL Power Ranking nach Week 13: Wer geht als Favorit Richtung Playoffs?

SPOX blickt in seinem letzten Power Ranking für diese Regular Season auf das Playoff-Rennen - und den Nummer-1-Draft-Pick!
© getty

Crunchtime in der NFL - jetzt trennt sich endgültig die Spreu vom Weizen! Wer geht als Topfavorit auf die Regular-Season-Zielgerade? Wer muss plötzlich wieder um die Playoffs zittern - und wer darf umgekehrt hoffen? SPOX-NFL-Redakteur Adrian Franke gibt seine Einschätzungen im letzten Regular Season Power Ranking für diese Saison ab.

 

NFL Power Ranking vor Week 14:

32. San Francisco 49ers (Bilanz: 2-10)

Platzierung im letzten Ranking: 29.

San Franciscos Offense schien nach Nick Mullens' überraschendem Debüt gegen die Raiders plötzlich doch nochmal einen interessanten Aspekt über die zweite Saisonhälfte bereiten zu können - vier Wochen später ist davon nicht mehr viel übrig. Die Niners können im Run Game noch immer punkten, hier ist die Line gut und hier kann Kyle Shanahan mit seinem Scheme auch den direktesten Einfluss ausüben. Im Passing Game sind die Niners doch arg limitiert, das liegt einerseits an Mullens selbst, andererseits auch an den Ausfällen im Receiving-Corps; insbesondere Goodwin und Garcon fehlten zuletzt mehrfach. Gleichzeitig wurde der Pass-Rush über den Saisonverlauf ein immer größeres Problem, und in Coverage sind wohl nur die Buccaneers noch anfälliger.

31. New York Jets (3-9)

Platzierung im letzten Ranking: 31.

Der Jets-Defense kann man dieses Jahr, das Bills-Spiel mal ausgeklammert, nur vereinzelte Vorwürfe machen - der seit grob geschätzt zehn Jahren problematische Edge-Rush ist auch in dieser Saison die Achillessehne dieser Defense, ansonsten aber macht New York hier vieles gut: die Run-Defense ist besser als die Total Stats auf die Saison betrachtet aussehen und obwohl Trumaine Johnson bislang eher eine Enttäuschung ist, funktioniert die Secondary gut zusammen; nicht zuletzt dank Mo Claiborne und vor allem dank dem herausragenden Jamal Adams. Doch so desolat wie sich das Passing Game offensiv präsentiert - sowohl mit Sam Darnold als auch mit Josh McCown - reicht das schlicht nicht. Dass Todd Bowles zuletzt auf McCown setzte, obwohl Darnold angeblich fit war, wirkt wie ein finaler Offenbarungseid. Derweil hat das Run Game hinter der wackligen Offensive Line ebenfalls die Segel gestrichen. Die Jets brauchen dringend einen offensiven Neustart, und das in mehreren Bereichen.

30. Oakland Raiders (2-10)

Platzierung im letzten Ranking: 32.

Zu den Raiders ist mehr oder weniger alles gesagt. Die Offense hat kaum noch Waffen, die Offensive-Tackle-Situation ist und bleibt äußerst schwierig und wenn Defenses Derek Carr unter Druck setzen können, ist das meist das Ende für die Raiders-Offense. Positive Nachrichten? Carr hatte aus sauberer Pocket in der zweiten Saisonhälfte auch einige gute Spiele - und Jared Cook hat sich zu einer wirklich guten Waffe gemausert. Das Spiel gegen die Chiefs war aller Ehren wert, Carr sammelt zumindest Argumente, um vorerst der Raiders-QB zu bleiben. Defensiv kann man überall die Problemzonen finden: die Secondary, der Edge-Rush, das Tackling, die ultra-anfälligen Linebacker; nahezu alles ist problematisch. Immerhin: mit Arden Key und Maurice Hurst sind zwei Rookies die größten Lichtblicke in Oaklands Defense und zwei Spieler, mit denen man an der Defensive Line wohl längerfristig planen kann.

29. Cincinnati Bengals (5-7)

Platzierung im letzten Ranking: 21.

Die Idee für die Bengals schien vor der Saison relativ klar: mit einer soliden bis guten Defense auf der einen sowie einer verbesserten Offensive Line, einem besseren Run Game und mehr Spread-Offense auf der anderen Seite des Balles zurück in die Erfolgsspur finden. Das sah früh in der Saison auch durchaus vielversprechend aus - seither gab es allerdings einen drastischen Absturz. Die Line ist zwar immer noch besser als die Vorjahres-Version, allerdings nicht konstant genug. Offensiv waren die Bengals ohnehin von Verletzungen gebeutelt, inklusive inzwischen auch noch Andy Dalton und A.J. Green jetzt auch wieder. Nimmt man all diese Faktoren zusammen, dann bleiben nicht mehr viele positive Elemente übrig. Die Bengals haben in einzelnen Spots (Green, Geno Atkins, William Jackson beispielsweise) noch immer sehr hohe individuelle Qualität; auf dem Feld sah man davon aber dieses Jahr viel zu wenig, womit man wieder beim Coaching wäre.

28. Arizona Cardinals (3-9)

Platzierung im letzten Ranking: 27.

Die Cardinals und die Jets sind in einigen Aspekten durchaus vergleichbar. Auch Arizona hatte mehrere gute Auftritte seiner Defense in dieser Saison, zuletzt beim völlig überraschenden Sieg in Green Bay, und kann hier ebenfalls mit individueller Qualität auf mehreren Leveln - angeführt von Chandler Jones und Patrick Peterson - punkten. Doch in der heutigen NFL ist das nur von bedingtem Wert, wenn die eigene Offense nicht zumindest funktional ist; bei den Cardinals war das dieses Jahr viel zu häufig nicht der Fall. Ja, die Offense ist offener, kreativer und moderner, seitdem Byron Leftwich für den entlassenen Mike McCoy übernommen hat. Und Josh Rosen zeigt zumindest Woche für Woche vielversprechende Ansätze als Passer. Darüber geht es allerdings noch nicht hinaus. Arizonas oberste Priorität in der kommenden Offseason muss es sein, Rosen eine gute Offensive Line zu bauen und den jungen Quarterback weiter zu entwickeln.

27. Washington Redskins (6-6)

Platzierung im letzten Ranking: 18.

Wenn man sieht, mit welchen Problemen die Cowboys in die Saison gestartet sind und wie anfällig sich die Eagles nicht nur in der eigenen Secondary präsentieren - Redskins-Fans dürften im Januar irgendwann auf diese Saison zurückblicken, und sich fragen, was vielleicht möglich gewesen wäre. Wenn, ja wenn Washington nicht derart dezimiert worden wäre, und das über Wochen und Monate hinweg. Mehrere O-Line-Starter, einige der Top-Waffen im Receiving-Game und letztlich auch noch Quarterback Alex Smith, gefolgt von Colt McCoy am Montagabend gegen die Eagles: Eine fitte Redskins-Offense, so konservativ sie auch von Anfang an war, wäre mit ihrem Run Game und dem Kurzpassspiel in Kombination mit einer sehr guten Defensive Front ohne Frage in der Lage gewesen, diese Division zu gewinnen. Stattdessen wird im Januar nur die Zuschauerrolle statt ein Playoff-Heimspiel bleiben, nachdem man das letzte Saisonviertel mit Mark Sanchez bestritten hat.

26. Jacksonville Jaguars (4-8)

Platzierung im letzten Ranking: 22.

Wenige (gar keine?) Teams blicken auf eine enttäuschendere Saison zurück. Die Jaguars hatten bis zum Sonntag, als die Defense eine Vintage-Performance auspackte, die längste Niederlagenserie der Liga (7 Spiele in Folge), offensiv versuchten die Jags über Wochen eindrucksvoll, Blake Bortles zu verstecken und vollzogen schließlich den Quarterback-Tausch hin zu Cody Kessler - nachdem man sich auch von Offensive Coordinator Nathaniel Hackett getrennt hatte. Kessler leistete sich gegen die Colts immerhin keine gravierenden Fehler, mehr aber auch nicht. Und das dürfte auch das Thema für den Rest der Saison sein. Die Jaguars sind mit der Idee in die Saison gegangen, dass man eine Elite-Defense-Saison wiederholen und offensiv mit dem Run Game konstant Spiele gewinnen kann sowie mit der Hoffnung, dass sich die guten Spiele von Bortles in der Vorsaison konservieren lassen. Für diese Einschätzung zahlte man einen heftigen Preis, und sie könnte einen größeren Umbruch im Sommer nach sich ziehen.

25. Buffalo Bills (4-8)

Platzierung im letzten Ranking: 30.

Vor den Auftritten der Bills in den vergangenen Wochen kann man nur den Hut ziehen. Mit einer äußerst wackligen Offensive Line, dem neben Oakland schlechtesten Waffenarsenal der Liga und einem Karussell auf der Quarterback-Position haben sich die Bills in den vergangenen beiden Wochen stabilisiert, getragen von einer sehr guten Defense. Die hat auch schon den Patriots zuvor Probleme bereitet, genau wie den Bears - in beiden Partien waren die letztlich deutlichen Ergebnisse durchaus etwas irreführend. Offensiv bleiben die Probleme aber dennoch. Buffalo ist im Passing Game unglaublich limitiert und hat nicht die Blocking-Möglichkeiten, um mit dem Run Game zu dominieren. Es ist kein Zufall, dass Rookie-Quarterback Josh Allen zuletzt als Runner intensiv und als fester Teil der Rushing-Offense eingesetzt wurde und die Bills-Offense vor allem darüber funktionierte. In dieser Rolle hatte Allen jetzt aber auch mehrere gute Spiele.

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