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NFL Coin Toss Week 15: Carolina Panthers - New Orleans Saints

Die New Orleans Saints treffen zum Week-15-Abschluss auf die Carolina Panthers.
© getty

Week 15 endet mit einem enorm wichtigen Monday Night Game: Die Carolina Panthers empfangen die New Orleans Saints und müssen um jeden Preis gewinnen - andernfalls droht das baldige Aus im Playoff-Rennen. Für die Saints auf der anderen Seite geht es nach einigen wackligen Auftritten darum, den Top-Seed zu verteidigen. Wer kann den Division-Sieg einfahren? Im SPOX Coin Toss wird diskutiert, zu sehen gibt es die Partie in der Nacht zum Dienstag ab 2.15 Uhr live auf DAZN!

Preview: Carolina Panthers (6-7) - New Orleans Saints (11-2) (Di., 2.15 Uhr live auf DAZN)

mySPOX-User Don_Ron: Bei solchen Division-Duellen sollte es für die Spieler keinerlei Motivationsprobleme geben; denn auch wenn die Saints den South-Titel und damit ihr Playoff-Ticket schon sicher haben, ist dieses Spiel dennoch wichtig: Es geht nicht nur darum, die Vormachtstellung in der NFC South zu zementieren, sondern dem Gegner, auf den die Saints in Woche 17 erneut treffen, durch einen Sieg weiter zu demoralisieren. Und dann geht es natürlich auch darum, den Top-Seed zu verteidigen.

Auch wenn die Saints die Panthers in der letzten Saison drei Mal geschlagen haben und in dieser Saison mit dem eindeutig besseren Record dastehen, so fangen solche Divisionsduelle immer bei Null an. Offensiv haben die Saints vor der zweiten Halbzeit der letzten Woche über sechs Viertel keinen guten Football gespielt, es wird darauf ankommen, offensiv zeitig einen guten Rhythmus zu finden.

Aber: einige Spieler der O-Line sind etwas angeschlagen, worunter teilweise auch das Spiel der Offense in den letzten Wochen litt. Left Tackle Terron Armstead ist weiterhin nicht dabei, aber Jermon Bushrod hat ihn bisher solide ersetzt. Ein wichtiges Matchup wird wahrscheinlich auf der anderen Seite stattfinden, wo sich der angeschlagene Right Tackle Ramczyk mit Julius Peppers auseinandersetzen muss.

Die Panthers haben eine der besseren Run-Defenses, dennoch sollten die Saints das Laufspiel nicht vernachlässigen; auch wenn es bis zur zweiten Hälfte dauern könnte, bis die Läufe effektiver werden. Außerdem müssen sich die Panthers auf etwas einstellen, das sie von den Saints noch nicht kennen: die QB-Runs durch Taysom Hill. Diese Dimension des Saints-Spiel haben sie selbst noch nicht erfahren.

Panthers vs. Saints: Saints-Offense wieder stärker?

Vor allem aber für die Pass-Offense könnte dieses Spiel mal wieder eine bessere Partie werden, ist doch gerade die Secondary der Panthers anfällig. Carolina setzt oft auf Zone Defense, aber da Brees durch die gute O-Line genug Zeit bekommt, findet er Lücken. Die Blitze, die mit Sicherheit wieder kommen, bekämpfen die Saints oft und erfolgreich mit Screens und Dump-Offs. Wenn die Panthers dort nicht aufpassen, kann es ordentliche Raumgewinne geben.

Das größte Problem für die Saints-Defense bei Spielen gegen die Panthers in den letzten Jahren war immer wieder Tight End Greg Olsen - der allerdings muss verletzt passen, deshalb muss New Orleans besonders auf Christian McCaffrey aufpassen, vor allem in der Passverteidigung. Gegen den Lauf ist die Saints-Defense aktuell eine der Besten der Liga, aber sollte man McCaffrey zu leicht Teil der Pass Offense der Panthers werden lassen, könnte das schnell ein Problem werden.

Das zu verhindern, dafür sind PJ Williams, der sich langsam stabilisiert hat, sowie auch die Linebacker Anzalone und Davis, die ebenfalls eine gute Saison spielen, verantwortlich. Überrascht sollte man zudem nicht sein, wenn man auch mal Sheldon Rankins in Coverage droppen sieht um die kurzen Pass-Fenster hinter der Line abzudecken. Das hat zuletzt öfter gut funktioniert.

Die Saints haben mittlerweile einen funktionierenden Pass-Rush, allein in den letzten drei Spielen gelangen 17 Sacks. Vor allem Rankins schafft es zuletzt immer wieder für ordentlich Druck durch die Mitte zu sorgen. Aber bei einem mobilen QB wie Newton muss man natürlich auch aufpassen, dass die Verteidiger ihn nicht zu oft aus der Pocket entkommen lassen. Wenn man es schafft, Newton in der Pocket zu halten, hat dies den Vorteil, dass man ihn zu Würfen zwingt. Und durch seine aktuelle Schulterverletzung ist es eher unwahrscheinlich, dass man es dann mit langen Pässen zu tun bekommt.

Ich erwarte ein umkämpftes Spiel, in welchem die Saints in der ersten Halbzeit noch ein paar Probleme haben könnten. Aber ich denke, gegen Ende des dritten Viertels, Anfang des vierten Viertels können sich die Saints dann doch absetzen und den nächsten Sieg einfahren.

Marcus Blumberg (SPOX): Die Panthers stehen mit dem Rücken zur Wand: Nach fünf Pleiten in Serie können sie sich keine Niederlage mehr leisten im Kampf um eine Wildcard in der NFC. Insofern braucht es jetzt über die letzten drei Spieltage zwei Siege gegen den Division-Champion New Orleans.

An Selbstvertrauen mangelt es den Panthers trotz des Negativtrends dabei nicht. "Wir haben das Gefühl, dass wir jedes Spiel gewinnen werden", sagte Defensive End Julius Peppers: "Es liegt nicht an fehlendem Selbstvertrauen. Es lag an der mangelhaften Umsetzung in den Spielen."

Es mag zwar generell gerade nicht gut laufen für Carolina, doch gerade in Sachen Offensive können die Panthers durchaus mitreden in dieser Liga. Laut Football Outsiders belegen die Panthers Platz 8 in Sachen Offense DVOA mit 10,2 Prozent! Der Schlüssel zu dieser Offense ist zweifelsohne Running Back Christian McCaffrey, der das Team mit 13 Touchdowns insgesamt anführt und nur noch zehn Scrimmage-Yards benötigt, um den Franchise-Rekord von DeAngelo Williams aus dem Jahr 2008 zu brechen.

Die Saints sind zwar laut FO das drittbeste Team gegen den Lauf, doch gegen den Pass - und McCaffrey ist ein exzellenter Receiver aus dem Backfield - sind sie nur gut genug für Platz 20. Insofern dürften die Panthers auf zahlreichreiche Screens setzen, um McCaffrey viele Touches im freien Raum zu ermöglichen.

Panthers: Überwindet Cam Newton seine Schulterprobleme?

Darüber hinaus wird Newton einen Weg finden müssen, DJ Moore und Co. zu finden, was - das stimmt - angesichts seiner Schulterprobleme nicht ganz so einfach wird. Doch wenn einer auf die Zähne beißen kann, dann Superman! Carolina wird dennoch mehr auch nach dem Catch machen müssen.

Defensiv heißt es für die Panthers, sich voll auf McCaffreys Pendant bei den Saints, Alvin Kamara, zu stürzen. Auch dieser ist sowohl auf dem Boden als auch durch die Luft stark und darf keinen Raum bekommen, da er jede Lücke nutzen wird. Die Panthers haben jedoch besonders einen Spieler, der sich seiner annehmen kann - Linebacker Luke Kuechly. Gelingt es ihm, Kamaras Kreise einzuengen, dann haben die Panthers eine Chance.

Was außerdem für die Hausherren am Montagabend spricht, ist die Formkurve von Brees, die merklich gen Süden ging in den vergangenen Wochen. Spielte er in den ersten elf Wochen noch auf absolutem MVP-Niveau, wurde er in den vergangenen beiden Spielen doch merklich entzaubert. Gegen Dallas sah er kein Land und auch gegen die Buccaneers in der Vorwoche waren es eher Defense und Special Teams, die den Sieg ermöglicht haben.

Die Panthers müssen gewinnen und das lässt vermuten, dass "Riverboat" Ron Rivera seine Jungs mit dem Mute der Verzweiflung aufs Feld schicken wird. In der Primetime wird er alles versuchen, die Saison doch noch zu retten. Die Saints wiederum haben die Division schon in der Tasche und werden damit zumindest unterbewusst vielleicht nicht das letzte Quäntchen in die Waagschale legen, wenn es hart auf hart kommt. Darin liegt der Schlüssel für Carolina - wenn es ihnen gelingt, die Partie bis zum Ende offen zu gestalten.

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