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NFL Rookie Watch: Tops, Flops und die Quarterback-Klasse zur Saisonhalbzeit

Von Pascal De Marco
SPOX präsentiert zur Saison-Halbzeit den ersten Rookie-Watch der Saison.
© getty

Die Herausragenden

Saquon Barkley (RB, New York Giants, 1/2)

Wenn die Offense der Giants nur halbwegs so gut funktionieren würde, wie die Namen es versprechen, wäre es spannend zu sehen, welche Zahlen Barkley auflegen würde. Der Second-Overall-Pick mag nicht der Turnaround-Pick gewesen sein, den sich die Franchise erhofft hatte, als man ihn teuer zog. Barkley hat bislang jedoch die hohen Erwartungen an ihn selbst voll bestätigt. Er ist als Runner und als Receiver eine gefährliche Waffe, sorgt mit vielen Broken Tackles für große Raumgewinne und neue First Downs und ist jetzt schon das Herz der ansonsten enttäuschenden Offense.

Denzel Ward (CB, Cleveland Browns, 1/4)

Manch einer war über den Pick überrascht, doch hat Ward bislang eine hervorragende Saison gespielt und entwickelt sich zu einem weiteren Hochkaräter in Clevelands Defense. Der Corner schafft eine Menge Impact Plays und hat ein Händchen dafür, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Der vierte Pick des Drafts hatte in Week 8 die Ehre Antonio Brown zu verteidigen und hielt einen der Elite-Receiver der Liga bei 30 Yards und einem Touchdown. Ward ist sicher einer der Kandidaten für den Defensive Rookie-of-the-Year Award.

Bradley Chubb (DE, Denver Broncos, 1/5)

Chubb startete sofort als Gegenpart zu Von Miller und lief nach einem ruhigen Start auf Hochtouren. Der Defensive End hat nunmehr 7 Sacks und 24 Tackles gesammelt, einen Pass verteidigt und einen Fumble forciert. Chubb scheint die Erwartungen an ihn als elementarer Teil eines Elite-Pass-Rushs für die Zukunft erfüllen zu können.

Mike McGlinchey (OT, San Francisco 49ers, 1/9)

Wer über das starke Run Game der Niners in dieser Saison überrascht ist, der sollte sich die Arbeit von McGlinchey einmal genauer ansehen. Der Tackle spielt eine bärenstarke Rookie-Saison und ragt dabei im Run Game heraus. Seine Run-Blocking-Note von 88,6 ist nach Pro Football Focus die mit Abstand beste seiner Klasse und zugelassene Druck bei 5,9 Prozent der Pass-Blocking-Snaps lässt sich ebenfalls sehen.

Derwin James (S, Los Angeles Chargers, 1/17)

Wie um alles in der Welt konnte Derwin James an die 17 fallen? Diese Frage werden wir uns vermutlich auf Jahre stellen. James ist ein absoluter Alleskönner und gibt den Chargers extrem viel Flexibilität. Er wurde als Free Safety, als Strong Safety, als Outside Corner, als Slot Corner und als Linebacker eingesetzt. Er spielt enorm physisch, bringt eine tolle Agilität und Geschwindigkeit mit und hat einen herausragenden Instinkt. James hat schon jetzt wahnsinnig viele Impact Plays gemacht und wirkt omnipräsent. Dieser Spieler macht seine Präsenz bei so vielen Snaps bemerkbar und wird auf Jahre ein Leader dieser Defense sein, die schon jetzt sehr stark ist, obwohl ihr noch Star-Pass-Rusher Joey Bosa fehlt.

Jaire Alexander (CB, Green Bay Packers, 1/18)

Die Packers haben in Jaire Alexander einen Top-Corner für die nächsten Jahre gefunden. Der 18. Pick des Drafts hat schon jetzt enorm großen Einfluss auf die gesamte Defense. Gegen die Rams hatte Alexander wahnsinnige 5 Pass Break Ups und 7 Tackles. Nach Pro Football Focus hat Alexander an jedem vierten Pass die Hände dran, der in seine Richtung geworfen wird. Es sollte nicht verwundern, wenn er einer der großen Shut-Down-Corner der nächsten Jahre wird, mit seiner Agilität und Explosivität kann er zudem die kleineren, schnellen Nummer-1-Receiver der NFL verteidigen.

Darius Leonard (LB, Indianapolis Colts, 2/36)

Wenn man so viele hohe Picks wie die Colts hat, dann wird der ein oder andere schon richtig einschlagen. So zumindest sollte man denken und dies scheint auch Darius Leonard, das Small-School-Product von der South-Carolina-State-Universität zu bestätigen. Leonard ist ein wahnsinnig sicherer Tackler in Running- und in Passing-Plays, so hat er im Vergleich zu seinen 66 erfolgreichen Tackles (Ligabestwert) nur 3 verpasst. Mit seinen 31 defensiven Stops, also Tackles, die als Verlust für die Offense bewertet werden, steht er gleichauf mit Luke Kuechly. Außerdem hat Leonard schon 52 Snaps als Cornerback gespielt.

Jessie Bates (S, Cincinnati Bengals, 2/54)

Die Bengals-Defense hat sich einen absoluten Steal in der zweiten Runde gesichert. Jessie Bates hat nach acht Spielen lediglich 59 Yards zugelassen wenn der Ball in seine Richtung geworfen wurde. Das ist der viertbeste Wert aller Safeties. Das erlaubte Passer Rating in seine Coverage ist nach Pro Football Focus mit 19,5 sogar der zweitbeste Wert. Neben William Jackson scheinen die Bengals den nächsten Teil einer hochtalentierten Secondary gefunden zu haben.

Seite 1: Die Quarterback-Klasse

Seite 2: Die Enttäuschungen

Seite 3: Die Überraschungen

Seite 4: Die Herausragenden

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