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NFL Power Ranking nach Week 10: Neue Nummer 1, neues Schlusslicht

Das SPOX Power Ranking ist zurück! Wer ist die neue Nummer 1?
© getty

Woche 10 verschwindet im Rückspiegel, Zeit für das neue SPOX Power Ranking! Dabei setzt sich die Spitzengruppe ab, doch es gibt eine neue Nummer 1 - und die Steelers klettern deutlich nach oben. Außerdem: ein Mittelfeld mit sehr vielen Fragezeichen, klare Kellerkinder - und ein neues Schlusslicht.

NFL Power Ranking vor Week 11:

32. Oakland Raiders (Bilanz: 1-8)

Platzierung im letzten Ranking: 29.

Kein Team in den vergangenen Jahren kam in der NFL systematischem Tanking so nahe, wie dieses Raiders-Team. Jon Gruden - mit der Sicherheit seines Zehnjahresvertrags und dem drastischen Cut durch den bevorstehenden Umzug nach Las Vegas am Horizont - hat in Amari Cooper und Khalil Mack seine besten Spieler offensiv wie defensiv abgegeben. Genau wie seinen besten verbliebenen Pass-Rusher in Bruce Irvin. Dominique Rodgers-Cromartie hat seine Karriere beendet, Rashaan Melvin hat seinen Platz scheinbar verloren, genau wie Reggie Nelson. Oaklands Offense ist schematisch extrem simpel, die Offensive Tackles sind ein riesiges Problem und Derek Carr hat keine Waffen mehr, die ihm mit dem Pressure helfen würden, während die Defense keinen Pass-Rush hat und in der Secondary anfällig ist. Die Raiders haben einige interessante junge Spieler in der Defensive Line - ansonsten gibt es viele, viele Fragezeichen.

31. New York Jets (3-7)

Platzierung im letzten Ranking: 25.

Das Spiel gegen die Bills war nichts anderes als eine Blamage, sollte aber auch nicht die schlechten Auftritte in den Wochen davor vergessen lassen. Gegen Miami war die Offense ein komplettes Debakel, Sam Darnold hatte nach einem schon über mehrere Wochen anhaltenden Abwärtstrend sein schlechtestes Saisonspiel und in den Partien davor waren die Jets letztlich gegen gute Teams schlicht chancenlos. Abgesehen von einem kleinen Zwischenhoch gegen Denver und die Colts spielen die Jets nun schon seit Wochen eine schlechte Saison mit klar negativem Trend. Die Offensive Line ist dabei ein riesiges Problem, defensiv kommt man immer wieder auf den Pass-Rush zurück. New York braucht einen Neustart, um die Entwicklung von Darnold in die richtigen Bahnen zu lenken; und dieser Neustart kann nicht früh genug kommen.

30. Buffalo Bills (3-7)

Platzierung im letzten Ranking: 32.

Buffalos Offense ist in einer Saison voller Offense-Explosionen auf Kurs, eine historisch schlechte Saison hinzulegen; und bei allem Verständnis für den Umbruch ist das Quarterback-Karussell mit Blick auf die Coach-Entscheidungen inzwischen nur noch schwer zu rechtfertigen. In Abwesenheit des verletzten Josh Allen war Derek Anderson die zu erwartende wenig inspirierende Veteran-Backup-Lösung, während Nathan Peterman von Turnover zu Turnover stolperte - und jüngst auch von Matt Barkley überholt wurde. Peterman ist inzwischen raus, Barkley überraschte gegen ein indisponiertes Jets-Team. Doch mit dieser Quarterback-Situation - selbst wenn Allen zeitnah zurückkehrt -, dieser Offensive Line und diesem Receiving-Corps wird von der Bills-Offense in der weiteren zweiten Saisonhälfte wenig zu erwarten sein. Die Defense dagegen ist doch die Top-12-Unit geworden, die man sich vor der Saison erhofft hat. Angesichts der fatalen eigenen Offense, da darf man sich von Jets-Spiel natürlich nicht blenden lassen, reicht auch das allerdings am Ende nicht.

29. San Francisco 49ers (2-8)

Platzierung im letzten Ranking: 31.

Man muss den 49ers lassen, dass sie kämpfen. Kyle Shanahan zeigt noch immer, dass er in jedem Spiel Receiver frei schemen kann und das Duell gegen die Raiders vor zwei Wochen zeigte drastisch die Unterschiede zwischen diesen beiden Teams auf - in puncto individueller Qualität, aber auch was das Coaching angeht. Letztlich ist aber auch klar, dass die Niners mit ihrem dritten Quarterback, einem zahnlosen Pass-Rush, einer der, außerhalb von Richard Sherman, anfälligsten Secondaries der Liga und anhaltenden Verletzungsproblemen auf den Skill-Positions in dieser Saison keine großen Sprünge mehr machen werden. Zumindest aber sollte diese Saison San Francisco im kommenden Draft die Chance auf einen der Top-Pass-Rusher liefern - und für die restlichen Saisonspiele können Niners-Fans die Entwicklung von Nick Mullens verfolgen.

28. New York Giants (2-7)

Platzierung im letzten Ranking: 28

Zur Trade-Deadline haben die Giants zugegeben, dass ein Umbruch notwendig ist - und dass die Einschätzung, mit Eli Manning noch ein letztes Mal angreifen zu können, ein Fehler war. So dürfte die restliche zweite Saisonhälfte auch verlaufen. Die Offensive Line ist extrem anfällig, wodurch das Run Game inkonstant ist und Manning riesige Probleme mit Pressure hat. In der Folge wirft Manning immer weniger tiefe Pässe und ist dabei extrem ungenau, die Giants haben so nur durch individuelle Fähigkeiten von Beckham, Barkley und Co. die Möglichkeit, auf vereinzelte Big Plays. Die Defense ist gegen den Run solide, ansonsten weitestgehend unterdurchschnittlich. Die G-Men haben klare Aufgaben für die kommende Offseason auf dem Zettel, und das beginnt mit der Quarterback-Position.

27. Arizona Cardinals (2-7)

Platzierung im letzten Ranking: 30.

Ähnlich wie bei allen anderen Teams bisher in dieser Auflistung spielt auch für die Cardinals die weitere Saison rein sportlich keine allzu große Rolle mehr; individuelle Entwicklungen sowie Fortschritte was das Coaching angeht stehen im Vordergrund. Und da gibt es zumindest einige positive Tendenzen: Josh Rosen deutet sein Potential konstant an, die Offense ist seit dem Coordinator-Tausch wesentlich gefährlicher und zeitgemäßer; insbesondere was David Johnson angeht. Defensiv findet sich der Pass-Rush immer besser, hier konnte Arizona zuletzt den Chiefs überraschende Probleme bereiten. Wahr ist allerdings auch: Die Cardinals haben noch immer die schlechteste Offensive Line in der NFL, worunter Rosens Entwicklung selbstredend auch in den ausstehen Spielen leiden wird. Und die Linebacker-Problematik führt immer noch zu einigen Anfälligkeiten in der Run-Defense. Besserungen sind aber feststellbar, und das ist der bestmögliche Ausblick für die übrigen Partien.

26. Tampa Bay Buccaneers (3-6)

Platzierung im letzten Ranking: 20.

Dieses Bucs-Team ist ein Desaster. Nachdem sich Dirk Koetter - übrigens auch schon für das nächste Spiel gegen die Giants - doch wieder auf Ryan Fitzpatrick festgelegt hat, hatte der ein Achterbahn-Spiel gegen die Panthers und dann ein horrendes Red-Zone-Spiel gegen Washington. Tampa konnte den Ball problemlos bewegen, in der Red Zone übertrafen sich die Bucs aber mit Turnovern und schlechten Play-Calls gegenseitig, im ersten Spiel, in dem Koetter - warum auch immer - das Play-Calling wieder übernommen hat. Die Defense derweil ist eine der zwei, drei schlechtesten dieser Saison, und das trotz all der Investitionen. Die greifen zwar in der Run-Defense, gegen den Pass ist aber kaum ein Team anfälliger.

25. Miami Dolphins (5-5)

Platzierung im letzten Ranking: 27.

Die mit Abstand positivste Erkenntnis über Miami dürfte in dieser Saison das Coaching betreffen: In einer Saison, in der er ohne seinen Quarterback auskommen muss, in der er defensiv seinen wichtigsten Run-Verteidiger verliert und in der die Offensive Line genau wie das Receiving-Corps einmal mehr mit gravierenden Verletzungsproblemen zu kämpfen hat, hat Adam Gase Miami über die erste Saisonhälfte im Playoff-Rennen gehalten. Dass die Saison offensiv - in einer Offense, die stark auf Big Plays nach dem Catch setzt - ohne eine der wichtigsten Waffen in Person von Albert Wilson und mit einem absolut inkonstanten Run Game kein Highlight mehr wird, dürfte auch kein Geheimnis sein. Die zentrale Frage lautet: wann kommt Tannehill zurück, und kann die Offense mit ihm gut genug sein, um mit einer durchschnittlichen Pass-Defense noch einige enge Spiele zu gewinnen?

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