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NFL-Spielbericht: 9 Monate nach dem Miracle: Saints schlagen Vikings deutlich

Von Pascal De Marco
Marshon Lattimore sammelte Adam Thielens Fumble im ersten Durchgang auf.

Die New Orleans Saints haben sich am Ort des Minnesota Miracles für das Ausscheiden in der NFC Divisional Round im Januar revanchiert. Beim 30:20-Erfolg gegen die Minnesota Vikings war der Pass-Rush der Schlüssel zum Erfolg.

Neun Monate nach dem Minnesota Miracle kam es zum erneuten Aufeinandertreffen der beiden Schwergewichte der NFC. Wo die Vikings aber im Januar das bessere Ende für sich hatten, standen die Zeichen in diesem Spiel nicht so gut: Minnesota musste nämlich auf Xavier Rhodes, Riley Reiff, Andrew Sendejo und Anthony Barr verzichten. Während zwar Everson Griffen zum ersten Mal seit Week 2 wieder zum Einsatz kam, waren diese Ausfälle nur schwer zu kompensieren.

Beide Mannschaften legten los wie die Feuerwehr. Mit einer ganzen Menge flexiblem Play-Calling beeindruckten beide Teams ihren Gegner und scorten mit dem ersten Drive. Dann aber kamen die Defenses besser ins Spiel und schafften mit dem Pass-Rush die gegnerischen Offenses immer wieder in eine schlechte Ausgangssituation bei 2nd und 3rd Down zu bringen.

Es dauerte bis kurz vor der Pause, als der erste Schlüsselmoment der Partie geschah. Adam Thielen fing einen Pass von Kirk Cousins (31/41, 259 YDS, 2 TD, INT) an der 14-Yard-Linie von New Orleans, fumblte diesen aber, und sah dabei zu, wie Marshon Lattimore den Ball zurück an die 33 Minnesota trug. Anstatt einer möglichen 10-Punkte-Führung Minnesotas gingen die Saints in Führung.

Die Vikings hat dies offenbar eine Menge Selbstvertrauen gekostet. Im zweiten Durchgang war die Leistung der Offense nämlich zu großen Teilen schlampig. Angefangen von der Protection, über das nicht zu Ende laufen von Routen und schlechten Entscheidungen von Kirk Cousins gaben die Vikings das Spiel zu diesem Zeitpunkt aus der Hand. Cousins hatte schon bei einem Sack von Marcus Davenport Glück, dass er vor dem Fumble mit dem Knie am Boden war. Dann warf er eine üble Interception in die Hände von P.J. Williams.

Die Saints kontrollierten die Uhr ab diesem Zeitpunkt und spielten eine kontrollierte Offense mit vielen kurzen Pässen von Drew Brees (18/23, 120 YDS, TD, INT) über die Mitte des Feldes. Minnesotas Comeback-Versuche waren zeitspielig und resultierten in nur einem Touchdown von Thielen. Die Saints holen sich den sechsten Sieg in Serie und empfangen am kommenden Wochenende die ungeschlagenen Rams. Minnesota empfängt die Lions.

Vikings vs. Saints - Die wichtigsten Statistiken

Minnesota Vikings (4-3-1) - New Orleans Saints (6-1) 20:30 (7:7, 6:10, 0:10, 7:3) BOXSCORE

  • Adam Thielen hat einen neuen Rekord für aufeinanderfolgende Spiele mit 100-Yard-Receiving-Games zum Start einer Saison aufgestellt. Seine 103-Yard-Performance gibt ihm das achte 100-Yard-Spiel in dieser Saison.
  • Dass Thielen und Diggs beide die 100-Receiving-Yards-Marke knacken, ist in dieser Saison zum dritten Mal vorgekommen. In nur einer Saison ist dies zuletzt dem Receiver-Duo Cris Carter und Randy Moss 2000 gelungen.
  • Im zweiten Viertel hat Drew Brees seinen ersten Pick der Saison geworfen. Unter Druck überwarf er seinen Intended Receiver Michael Thomas in die Hände von Harrison Smith. Vorher warf Brees 231 Pässe ohne Interception.

Der Star des Spiels: Marcus Davenport (New Orleans Saints)

Der Rookie kommt immer besser in Fahrt. Davenport dominierte in der zweiten Halbzeit sein Matchup und brach immer wieder in die Pocket ein. Am Ende sammelte er zwei Sacks und war steuerte maßgeblichen Anteil dazu bei, dass die Vikings-Offense im zweiten Durchgang keinen Rhythmus mehr entwickeln konnte. Ebenfalls stark: Alvin Kamara.

Der Flop des Spiels: Pat Elflein (Minnesota Vikings)

Die Vikings ließen in der zweiten Halbzeit viel zu viel Druck gegen Kirk Cousins zu. Elflein war ein Hauptgrund dafür. Der Vikings-Center ließ sich mehrmals von Sheldon Rankins überfahren.

Analyse Vikings vs. Saints: Die Taktiktafel

  • Die Saints finden weiterhin verrückte Wege ihre Quarterbacks einzusetzen. Taysom Hill stand im ersten Viertel Under Center, als Drew Brees und Teddy Bridewater beide in einem außergewöhnlichen Design als Wide Receiver aufgestellt waren. Hill, der normalerweise für Scrambles oder Hand Offs zuständig ist, warf danach einen 44-Yard-Pass in die Hände von Michael Thomas.
  • Gegen den Pass-Rush und die vielseitigen Blitz-Pakete spielte Brees immer wieder kurze Pässe auf Kamara. Dabei hatten die Vikings große Probleme, den schnellen Running Back mit den physisch robusten Linebackern zu verteidigen. Kamara wurde so sehr effizient eingesetzt.
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