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NFL Power Ranking nach Week 5: Los Angeles Rams, Kansas City Chiefs - und sonst?

SPOX zieht sein erstes ligaweites Zwischenfazit für diese Saison - das Power Ranking nach Week 5!
© getty

Das erste Saisonviertel ist nach Week 5 auch offiziell für alle Teams vorbei, Zeit für das erste Saison-Zwischenfazit im SPOX Power Ranking: Die Los Angeles Rams und die Kansas City Chiefs klettern ordentlich nach oben, auch die Cleveland Browns befinden sich in ungewöhnlichen Höhen. Mehrere vermeintliche Schwergewichte dagegen rutschen ab - teilweise deutlich.

32. Buffalo Bills (Bilanz: 2-3)

Platzierung vor Saisonstart: 32.

Die Bills, das kann ihnen niemand streitig machen, spielen Woche für Woche hart. Das macht sie zu unangenehmen Gegnern - wenn das andere Team das zulässt. Denn an sich ist Buffalo noch immer wahnsinnig limitiert, und das beginnt mit Josh Allen. Der Rookie-Quarterback hatte gelegentlich gute Momente, wenn er seine Athletik einsetzen konnte; muss er aber aus der Pocket spielen und bekommt keinen klaren ersten Read, dann hat er massive Probleme - genau wie generell mit seiner Accuracy. Ein positiver Trend ist in der Defense und vor allem in der Secondary festzustellen, hier kommt Buffalo zunehmend näher an das Level, das man vor der Saison eigentlich erwartet hatte. Offensiv aber ist kaum ein Team so leicht zu stoppen.

31. San Francisco 49ers (1-4)

Platzierung vor Saisonstart: 13.

Es ist eine extrem bittere Saison für die Niners, überhaupt keine Frage. Selbst mit Jimmy Garoppolo und Jerick McKinnon wäre es ein harter Kampf um ein Playoff-Ticket geworden - vor allem ohne Garoppolo ist die Saison für die Niners gelaufen. Die Pass-Protection ist noch immer ein Problem, mit C.J. Beathard, der den Ball einfach konstant zu lange hält, wird das immer deutlicher. Die Niners haben - wie befüchtet - defensiv keinen Edge-Rush und sind gleichzeitig eines der schlechtesten Coverage-Teams der Liga, auch weil unter anderem Akhello Witherspoon bisher nicht die erhoffte Entwicklung genommen hat. Kyle Shanahan bekommt jede Woche einige Big Plays im Passing Game über das Scheme hin, in der Summe aber haben die Niners Probleme damit, konstant den Ball zu werfen und konstant den Pass zu verteidigen. Eine schlechte Kombination.

30. Arizona Cardinals (1-4)

Platzierung vor Saisonstart: 22.

Josh Rosen hat, vor allem mit seinem Start-Debüt gegen Seattle, in Arizona für merklich frischen Wind gesorgt, die Offense hat mit ihm deutlich mehr Möglichkeiten als zuvor mit Bradford und gerade was Pässe in enge Fenster, Accuracy und Pocket-Verhalten angeht, ist Rosen für einen Rookie-Quarterback schon beachtlich weit. Das Problem? Arizona nutzt all das nur zu einem sehr überschaubaren Grad aus, weil einerseits die Line, andererseits aber auch das offensive Play-Calling mitunter desaströs und extrem konservativ sind. Noch immer gehen der Offense im Play-Calling Dynamik, Explosivität und Kreativität komplett ab, nach wie vor wird David Johnson gerade im Passspiel viel zu häufig komplett falsch eingesetzt. Positiv: Rookie-Receiver Christian Kirk steigert sich konstant, und auch die Defense findet ihre Form immer mehr - zumindest gegen den Pass. Die Run-Defense ist und bleibt ein (teilweise großes) Problem.

29. Oakland Raiders (1-4)

Platzierung vor Saisonstart: 31.

Die Raiders konnten jetzt einige Spiele, teilweise auch überraschend, eng gestalten und bei aller Kritik an Jon Gruden dem Manager: Das offensive Play-Calling ist nicht das Problem in Oakland. Das wäre eher die deutlich anfälligere Offensive Line, in Kombination mit inkonstanten Receivern - und Derek Carr, der sich mit Blake Bortles um den Titel für die meisten hässlichen Interceptions dieser Saison streiten darf. Carr hat immer wieder gute Szenen, ist aber nach wie vor extrem konservativ und vorsichtig - und Pressure ist noch immer sein großes Problem und ein Turnover-Magnet. Oaklands beste Qualität ist offensiv das Run Game über einen sehr starken Marshawn Lynch, allerdings können die Raiders das nicht mit einer guten Defense kombinieren: Die Coverage ist extrem anfällig, der Pass-Rush einer der zwei, drei zahnlosesten der Liga.

28. New York Giants (1-4)

Platzierung vor Saisonstart: 23.

Die Pass-Protection der Giants ist nicht gut, aber sie ist auch nicht so schlecht, wie sie teilweise gemacht wird. Eli Manning ist unabhängig davon einer der schlechtesten Deep-Passer dieser Saison: Zwar versuchen die Giants sogar halbwegs regelmäßig solche Pässe, Manning aber ist einfach extrem ungenau dabei. Das Run Game ist die mit Saquon Barkley erwartete Hit-or-Miss-Problematik, während die Defense größere Probleme mit dem Run hat. Hier wäre ein Comeback von Olivier Vernon hilfreich, das womöglich endlich bevorsteht. Unter dem Strich aber fällt man bei den Giants immer auf die gleiche Thematik zurück: Eli Manning hat gelegentlich noch gute Momente, ist aber nicht konstant in der Lage, eine vertikale Offense umzusetzen - wie das Case Keenum in Minnesota letztes Jahr für Pat Shurmur machen konnte. Das macht die Offense eindimensional und unter dem Strich wird das letztlich auch das Urteil über diese Giants-Saison maßgeblich prägen.

27. Miami Dolphins (3-2)

Platzierung vor Saisonstart: 27.

Die Offense der Dolphins ist besorgniserregend. Die durch Verletzungen ausgedünnte Line wird immer löchriger, gegen Cincinnati war das ein ganz zentraler Faktor für die Niederlage. Gleichzeitig fehlt der Offense jegliche Basis: Miami lebt bisher von Big (Trick-)Plays, Ryan Tannehill ist einer der aggressiveren Downfield-Passer der bisherigen Saison. Klappen die aber nicht, haben die Dolphins offensiv nichts, worauf sie zurückfallen könnten; das gilt inklusive des Run Games, wo Kenyan Drake überraschend wenig zum Einsatz kommt und sich das Backfield mit Frank Gore teilt. Einige der erfolgreichsten Runs kamen über Tannehill selbst, der als Passer aber ein ganz schwaches erstes Saisonviertel hatte. Und die Defense? Gut gegen den Run - bis zur Verletzung von William Hayes. Auch hier prägt eine gewisse Inkonstanz, beginnend bei Nummer-1-Cornerback Xavien Howard, das Bild.

26. Denver Broncos (2-3)

Platzierung vor Saisonstart: 19.

Irgendwie sind die Broncos an einem sehr ähnlichen Punkt, an dem sie letztes Jahr zu diesem Zeitpunkt ebenfalls waren. Die Defense ist gut, aber nicht mehr auf Elite-Level. Die Offensive Line ist sogar ein gutes Stück besser als letztes Jahr, was sich auch auf das Run Game merklich auswirkt, und das Waffenarsenal im Passing Game muss sich nur hinter sehr wenigen Teams einordnen. Wenn Denver jetzt nur einen konstant soliden Quarterback finden könnte - Case Keenum war das jedenfalls über die ersten fünf Partien nicht. Aggressiv in seinem Ansatz, dabei aber auch sehr Turnover-anfällig und risikobereit, sowie als Passer schlicht zu ineffizient. In der Summe keine wahnsinnig neuen Erkenntnisse über Keenum, Denver läuft aber Gefahr, dass diese Saison letztlich eine leicht verbesserte Version der Vorjahres-Spielzeit wird.

25. New York Jets (2-3)

Platzierung vor Saisonstart: 30.

Über mehrere Wochen haben die Jets erfolgreich Sam Darnold versteckt, und damit auch gleich ihre ganze Offense. Das Spiel gegen Denver könnte jetzt so etwas wie die Trendwende markieren: Darnold war in Week 5 der ligaweit drittaggressivste Quarterback, die Jets spielten viel mehr aus offenen Formationen und attackierten die Broncos tief. Setzt sich dieser Trend fort, könnte Gang Green eine der spannenderen Downfield-Offenses bekommen; das Spielermaterial dafür haben sie jedenfalls, auch wenn die Offensive Line noch weit davon entfernt ist, sattelfest zu sein. Defensiv derweil ist es bei den Jets ein immer wiederkehrendes Thema: Pass-Rush, Pass-Rush, Pass-Rush.

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