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NFL: Coin Toss Week 2 Preview - Chicago Bears vs. Seattle Seahawks

Russell Wilson und die Seahawks müssen zu den Chicago Bears.
© getty

Zum Abschluss von Week 2 empfangen die Chicago Bears die Seattle Seahawks - und wollen die bittere Pleite in Green Bay vergessen. Können Khalil Mack und Co. Russell Wilson stoppen? Im SPOX Coin Toss wird diskutiert, zu sehen gibt es die Partie ab 2.15 Uhr live auf DAZN!

Preview Chicago Bears (0-1) - Seattle Seahawks (0-1) (Di., 2.15 Uhr live auf DAZN)

mySPOX-User BearDown91: Nachdem in der Vorwoche der bereits sicher geglaubte Sieg noch aus der Hand gegeben wurde, wollen die Bears nun vor heimischer Kulisse für Wiedergutmachung sorgen. Zusätzlich soll den Fans bei der Ehrung von Team-Legende Brian Urlacher, anlässlich seiner Aufnahme in die Hall of Fame, ein weiterer Grund zum Feiern gegeben werden.

Damit dieses Vorhaben gelingen kann, wird in der Offense primär Quarterback Mitchell Trubisky gefragt sein. Er muss ein besseres Spielverständnis zeigen und für eine bessere Ausführung der Offense sorgen. Gleichzeitig wird Matt Nagy seinen Quarterback auch deutlich mehr entlasten müssen als noch gegen Green Bay.

Die erforderlichen Zutaten hierfür haben die Bears jedoch zumindest. Allen Robinson gibt Trubisky ein großes und physisches Ziel, das Laufspiel um Jordan Howard und Tarik Cohen funktioniert (nach Football Outsiders in Woche 1 die zweitbeste Laufoffensive mit einem VOA von 33,4 Prozent) und die Offensive Line spielte größtenteils überzeugend. Außerdem sollte Trubisky im Zusammenspiel mit Trey Burton gegen das dezimierte Linebacker-Corps der Seahawks seine Stärken über die Mitte des Feldes ausspielen können.

Bears-Defense: Die nächste Khalil-Mack-Show?

Auf der anderen Seite des Balles ist von der Front Seven, nach ihrem dominanten Auftritt in der Vorwoche, sogar noch einmal ein Schritt nach vorne zu erwarten. Das liegt hauptsächlich an zwei Personalien: Roquan Smith und Khalil Mack.

Smith konnte sein enormes Potenzial in der Vorwoche andeuten und wird nun deutlich mehr Spielzeit erhalten. Vor allem in Coverage ist Smith ein deutliches Upgrade zu Nick Kwiatkoski und sollte helfen, kurze Pässe besser zu verteidigen. Schaffen es die Bears, diese kurzen Pässe zu verhindern, schlägt wiederum die Stunde von Mack: Der feierte in der Vorwoche einen Einstand nach Maß und darf nun gegen Germain Ifedi antreten. Dieses Duell als Mismatch zu bezeichnen wäre wohl die Untertreibung des Jahres.

Auf der anderen Seite der Defensive Line dürfte Leonard Floyd wie schon in Woche 1 häufig als Quarterback-Spy eingesetzt und mit der Aufgabe betraut werden, Russell Wilson in der Pocket zu halten. Kann Kyle Fuller bis Montagabend lernen, wie man einen Ball fängt, wäre das ebenfalls hilfreich.

Da von der eigenen Offense innerhalb einer Woche keine riesigen Leistungssprünge erwartet werden können, müssen sich die Bears wohl auf eine dominante Vorstellung ihrer Defense verlassen. Dazu ist diese gegen die Seahawks aber definitiv in der Lage.

Adrian Franke (SPOX): Da klingt schon ein bisschen der Zweifel an Chicagos Offense durch - und den kann ich erst einmal nur teilen. Ja, die Bears sahen mit den neuen Coaches zunächst kreativ und ungewöhnlich mit ihren Formationen aus und überrumpelten Green Bay zu Beginn etwas.

Das ebbte aber auch ziemlich schnell wieder ab und Chicago wurde immer konservativer, mit wenigen Downfield-Pässen und generell wenig Mut offensiv. Es war ein Grund dafür, dass die Packers überhaupt zurückkommen konnten und die große Frage ist, ob Chicago nach den im Vorfeld (mutmaßlich) geskripteten Plays dann in der Hitze des Gefechts die Ideen ausgingen. Das wäre kein gutes Zeichen.

Daran sollte Seattles Defense anknüpfen und Trubisky die einfachen Reads nehmen, Green Bay hatte hier mit Man Coverage Erfolg. Seattle hatte gegen Denver Probleme im Pass-Rush, das muss gegen Chicago anders werden; die Seahawks sollten in Erwägung ziehen, die Line of Scrimmage generell aggressiver zu bespielen, immerhin fällt jetzt zu allem Überfluss auch noch Bobby Wagner aus.

Seattle muss somit auch aufpassen, dass Chicago das Spiel im Run Game nicht diktiert. Trubisky hat bislang nicht gezeigt, dass er mit Pressure sonderlich gut umgehen kann - gegen Green Bay war exakt das Gegenteil der Fall (2/5, 28 YDS, 4 Sacks). Drei der vier Sacks kamen nicht gegen den Blitz, Seattle muss Trubisky also vor allem in lange Second und Third Downs bringen.

Die Seahawks-Offense: Wie viel Aggressivität geht?

Das Problem aus Seahawks-Sicht: Auch Wilson hatte gegen Denver mit Pressure (5/12, 72 YDS, INT, 6 Sacks) große Probleme - agierte aber im Downfield-Passing-Game auch deutlich aggressiver. Ohne den verletzten Doug Baldwin wird das Kurzpass-Timing-Game der Seahawks Probleme bekommen; Seattle muss Khalil Mack anderweitig ausschalten.

Der Weg dahin kann über einige nur zu bekannte Wege funktionieren: Bootlegs bei frühen Downs, um Wilson sauber aus der Pocket zu bekommen, genau wie Run Pass Options, um Mack als ungeblockten Verteidiger so aus dem Spiel zu nehmen - die Seahawks müssen hier kreativ auftreten.

Das könnte auch die Tür für einen offensiv aggressiven Game Plan öffnen, um Tyler Lockett, Jaron Brown und Brandon Marshall Downfield in einige gute Matchups zu bekommen. Die Bears haben sich gegen Green Bay kaum einmal getraut, Aaron Rodgers zu blitzen. Sollte sich das Thema auch gegen Russell Wilson fortsetzen, könnte Wilson das bestrafen. Das wird er aber auch müssen: Das Run Game über Carlson hatte in Week 1 einige gute Momente, gegen diese Bears-Front ist viel mehr allerdings nicht zu erwarten.

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