Suche...

NFL Preview: Denver Broncos - New England Patriots

Osweilers nächste letzte Chance?

Von Lukas Zahrer
Samstag, 11.11.2017 | 09:00 Uhr
Brock Osweiler ist fast schon zum Siegen verdammt im Heimspiel gegen die Patriots
Advertisement
NFL
RedZone -
Week 11
NFL
Redskins @ Saints
NFL
Rams @ Vikings (DELAYED)
NFL
Eagles @ Cowboys
NFL
Falcons @ Seahawks
NFL
Vikings @ Lions
NFL
Giants @ Redskins
NFL
RedZone -
Week 12
NFL
Packers @ Steelers
NFL
Redskins @ Cowboys

Die Denver Broncos (3-5) empfangen zum Sunday Night Game von Week 10 die New England Patriots (6-2). Während sich in Denver die starke Defense zunehmend über die schwache Offense ärgert, sind die Kräfteverhältnisse bei den Patriots genau andersrum verteilt. Das Spiel gibt es in der Nacht auf Montag ab 2.30 Uhr live auf DAZN!

"Offensiv sind sie sehr explosiv", sagte Patriots-Head-Coach Bill Belichick am Montag über New Englands nächsten Gegner. Und keiner der anwesenden Journalisten war sich sicher, ob er damit tatsächlich jene Offense meint, die im Spiel gegen die Philadelphia Eagles vergangene Woche gerade einmal 226 Yards Raumgewinn und 35 Rush-Yards erzielte.

Die Broncos haben ihre letzten vier Spiele verloren und wollen nun ausgerechnet gegen den amtierenden Champion diese Serie beenden. Gelingen soll dies mit einem Quarterback namens Brock Osweiler, der nach seinem ersten Saisonstart gegen die Eagles erneut den Vorzug von Coach Vance Joseph gegenüber Trevor Siemian bekommen wird.

Joseph hat nach der Entscheidung, Siemian auf die Bank zu setzen, schnell argumentiert, dass zehn Interceptions in sieben Spielen zu viel seien. Zudem kam die Offense immer mehr ins Stocken und Joseph erhoffte sich durch einen Tausch an der Quarterback-Position ein Ende der Niederlagenserie.

"Ich finde, Brock hatte eine hervorragende Woche in der Vorbereitung", verteidigt Joseph die Maßnahme, auch gegen die Patriots auf Osweiler zu vertrauen. Angesprochen auf Siemians Leistungen ließ er keine Zweifel an den Fehlern des 25-Jährigen: "Er warf zwei Interceptions, die ihm nicht passieren dürfen. Bei einigen Würfen war er einfach schlecht beraten. Brock hingegen hatte gute Szenen. Ich denke, er verdient eine weitere Woche, um uns zu zeigen, dass er der richtige Mann ist."

Osweiler selbst gibt sich zuversichtlich, dass ihn die Klatsche gegen die Eagles nicht beeinflussen wird: "Ich kann Ihnen versprechen, dass mich dieses Spiel nicht entmutigen wird. Ich werde härter denn je an mir arbeiten, um diese Probleme zu lösen und uns zurück auf die Siegerstraße zu bringen."

Das größte Problem, das die Broncos bislang in der Offensive haben: Ihnen unterlaufen zu viele Turnovers. Ganze 19 passierten Denver bis Week 9, nur die Cleveland Browns hatten mehr. Osweiler warf vergangene Woche zwei Interceptions.

Broncos-Defense früh demotiviert

Vor allem ein guter Start in die Partie wird für die Broncos wichtig sein, denn die sonst stark agierende Defense wirkte gegen die Eagles bereits früh demotiviert. Auf Platz zwei in zugelassenen Yards liegend ist die Defense durch den aktuellen Negativlauf und der deutlichen Niederlage gegen die Eagles höchst unzufrieden. "Wenn du gegen Teams verlierst, die dir 50 Punkte einschenken, musst du auf ein paar Dinge draufkommen", sagte etwa Cornerback Chris Harris.

Das letzte Mal kassierten die Broncos über 50 Punkte in der Saison 2010, die sie mit einer Bilanz von 4-12 abschlossen. "Es war peinlich", sagte Linebacker Shane Ray. "Die Fernsehstationen wechselten sogar das Spiel, es ist erniedrigend, auf diese Weise zu verlieren."

Den Eagles gelangen mit 419 Yards so viele wie keinem anderen Team in dieser Saison gegen die Broncos. "Keiner hat seine Aufgaben erledigt. Ich habe zwei Offsides fabriziert, das hat dem Team geschadet", fügte Ray hinzu. "Ich bin so frustriert, weil ich dies und das probieren will, das geht so nicht. Wir müssen alle unsere Aufgaben erledigen."

"Das ist eine selbstbewusste Truppe", sagte Joseph über seine Verteidiger. "Solche Dinge passieren eben, die Eagles hatten einen großartigen Game Plan." Nun wartet mit Tom Bradys Patriots die nächste schwere Aufgabe auf Denver, auch Belichick wird einen Plan ausgearbeitet haben, wie die Broncos-Defense zu knacken ist.

Patriots: Beste Offense der Liga

Die Verteidigung um Von Miller muss ihr bestes Niveau abliefern, denn die Patriots stellen mit durchschnittlich 411 Yards pro Spiel nach wie vor die beste Offense der Liga. Einmal mehr könnte Tight End Rob Gronkowski Denver Probleme bereiten, denn in der Vergangenheit bewies er sich einige Male als Broncos-Killer: Gronk erzielte bereits drei Mal in seiner Karriere gegen Denver über 100 Yards in einem Spiel, zudem gelangen ihm bereits sieben Touchdowns gegen das Team aus Colorado.

Die Patriots müssen auf Receiver Chris Hogan verzichten, der sich vor zwei Wochen gegen die Los Angeles Chargers an der Schulter verletzte. Trotz Bye-Week wird Hogan wohl nicht rechtzeitig fit, Brady könnte dadurch vermehrt Phillip Dorsett anspielen.

Auch Right Tackle Marcus Cannon ist wegen einer Knöchelverletzung fraglich, doch die Patriots haben mit LaAdrian Waddle und Cam Fleming soliden Ersatz. "Ich finde, es ist wichtig, auf dieser Position Tiefe im Kader zu haben", sagte Belichick. "Solche Typen sind hart zu finden. Wenn du an den Tackle-Positionen schwach besetzt bist, wirkt sich das eher aus als bei anderen Spielern."

Brady vor nächstem Meilenstein, Defense stabiler

Falls der Druck des Broncos-Pass-Rushs zu groß wird, könnte Brady zu einem seiner seltenen Laufversuche ansetzen. In seiner Karriere sammelte der Star-Quarterback bislang satte 968 Rush-Yards, und könnte somit zum ersten Spieler der NFL werden, der die 1000-Yards-Marke in seiner 18. Saison überschreitet.

"Es ist immer lustig, am Montag das Tape zu schauen und zu sehen, wie langsam er aussieht", sagte Running Back James White mit einem Augenzwinkern. White selbst steht bei 1349 Receiving-Yards und nur 380 Rush-Yards. "Er hat die 1000 vor mir, also kann ich da nicht viel mitreden", sagte White.

Die Probleme in der Verteidigung haben sich in den letzten Spielen der Patriots gebessert, doch noch immer liegt die Einheit von Defensive Coordinator Matt Patricia auf dem letzten Platz in zugelassenen Yards. "Wir spielen besser, aber wir sind noch nicht da, wo wir hinwollen", sagte Duron Harmon. Die Defense um den Patriots-Safety möchte vor allem mehr Ballgewinne erzielen: "Wir haben nicht genug aus unseren Chancen herausgeholt. Wir haben darüber geredet, wie wir mehr Turnovers erzwingen können."

"Du willst natürlich in allen Bereichen besser werden, aber Turnovers helfen der Mannschaft direkt weiter", pflichtete Trey Flowers bei. "Die Broncos haben ein paar Probleme, hoffentlich gelingen uns da einige." Brock Osweiler wird gewarnt sein, sonst heißt der Starting Quarterback der Broncos bald womögich sogar Paxton Lynch.

Broncos vs. Patriots - Preview im Kurzformat

Denver Broncos (3-5) - New England Patriots (6-2) (Mo., 2.30 Uhr live auf DAZN)

  • Von den letzten sechs Spielen in Denver gewannen die Patriots lediglich zwei. Darunter waren auch die schmerzlichen Niederlagen in den AFC Championship Games der Saisons 2013 und 2015.
  • Die Denver Broncos liegen mit im Schnitt 18,8 erzielten Punkten pro Spiel auf dem 22. Platz, während die Patriots mit 27 Punkten pro Spiel an siebter Stelle liegen.
  • Rob Gronkowski bekommt von Tom Brady die zweitmeisten Pässe (34) aller Patriots, nur Running Back James White verzeichnete mehr Receptions (43).
  • Von Miller gelangen seit seinem NFL-Debüt 2011 zusammen mit Miami Dolphins' Cameron Wake mit 7,5 Sacks die meisten gegen Tom Brady.
  • Nur Mike Gillislee hat in den Reihen der Patriots mehr Rush-Yards (1220) auf dem Konto als Tom Brady (968).

Das SPOX-NFL-Tippspiel, Week 10:

Florian RegelmannAdrian FrankeMarcus Blumberg

Pascal

De Marco

Seahawks @CardinalsSeahawksSeahawksSeahawksSeahawks
Packers @BearsBearsBearsBearsBears
Browns @LionsLionsLionsLionsLions
Steelers @ColtsSteelersSteelersSteelersSteelers
Chargers @JaguarsJaguarsJaguarsJaguarsJaguars
Saints @BillsBillsSaintsBillsSaints
Jets @BuccaneersJetsJetsJetsJets
Vikings @RedskinsRedskinsVikingsVikingsRedskins
Bengals @TitansTitansTitansTitansTitans
Texans @RamsRamsRamsRamsRams
Cowboys @FalconsFalconsCowboysCowboysCowboys
Giants @49ers49ersGiantsGiantsGiants
Patriots @BroncosPatriotsPatriotsPatriotsPatriots
Dolphins @PanthersPanthersPanthersPanthersPanthers
Week 98-59-48-58-5
Insgesamt
86-46

80-52

81-5182-50
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung