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NFL Preview: Miami Dolphins - Oakland Raiders

Wenn sogar der eigene Coach genug hat

Von Lukas Zahrer
Samstag, 04.11.2017 | 09:00 Uhr
Adam Gase hofft, dass seine Miami Dolphins in der Offense smarter agieren
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Im letzten Sonntagsspiel von Week 9 treffen die Miami Dolphins (4-3) auf die Oakland Raiders (3-5). Die Offense aus Miami, die ab sofort ohne Jay Ajayi aufläuft, musste harte Kritik vom eigenen Head Coach schlucken. Können die bislang enttäuschenden Raiders die Dolphins-Krise ausnutzen? Die Partie gibt es in der Nacht auf Montag ab 2.30 Uhr live auf DAZN!

Preisfrage: Was macht ein Team, wenn offensiv so überhaupt nichts zusammenläuft? Richtig, es gibt den besten Running Back ab. Jay Ajayi ist seit Dienstag ein Philadelphia Eagle. Die Dolphins bekamen im Gegenzug einen Viertrunden-Pick im kommenden Draft. Ajayi hatte sich in den vergangenen Wochen öfters über die geringe Anzahl an Carries in der Red Zone beschwert, ihm gelang in der aktuellen Saison bislang noch kein einziger Touchdown.

Dies hat aber weniger mit den Fähigkeiten von Ajayi, als viel mehr mit der schwachen Offensive Line der Dolphins zu tun. Das Run-Blocking ist verheerend, mit 535 Rushing Yards liegt Miami lediglich vor den Arizona Cardinals (444 Rush Yards). Zudem gelingt Quarterback Matt Moore selbst dann wenig, wenn ihm die O-Line in der Pocket genug Zeit gibt. Beim 0:40 gegen Baltimore in der vergangenen Woche übersah Moore schlicht seine Receiver oder verfehlte sie mehrmals deutlich.

Harsche Kritik vom Dolphins-Head-Coach

"Wir sind die schlechteste Offense der Liga", schimpfte selbst Head Coach Adam Gase über seine Dolphins. "Es ist echt schwierig, noch schlechter zu sein als wir." Die Zahlen geben Gase recht: 252,4 Yards erzielen die Dolphins pro Spiel, so wenig wie kein anderes Team. "Es kotzt mich an. Ich habe diese schwache Offense satt", schoss Gase überraschend scharf.

Aber auch sein Personal an der Seitenlinie nahm er in die Pflicht: "Die Jungs müssen einen klaren Kopf bekommen, aber auch das Coaching Staff muss besser arbeiten. Wenn unsere Spieler nicht wissen, was sie zu tun haben, liegt das offensichtlich auch an den Trainern."

Der Ajayi-Trade könnte nun auch als klares Zeichen an die Mannschaft gedacht sein, dass die Planungen trotz der positiven Bilanz von 4-3 bereits auf die kommende Saison ausgerichtet sind. Gase erwartet eine bessere Einstellung seiner Spieler: "Wir stecken da nicht genug Arbeit rein." Wenn sich die Akteure das Playbook nicht merken können, wird für sie bald schon kein Platz mehr im Dolphins-Roster sein.

Cutler gibt gegen Raiders Comeback

Der Trainer hat am Mittwoch verkündet, dass die Stimmung im Team nach dem freien langen Wochenende aber bereits eine andere war. Die Trainingsabläufe wurden umgestellt. Es gäbe zudem mehrere Einheiten, in denen Spielzüge und der Game-Plan besprochen werden. "Wir werden nicht immer das gleiche tun, und uns im Nachhinein über die selben Fehler ärgern", sagte Gase.

Der Coach hatte bereits nach der Niederlage gegen die Ravens verkündet, dass Jay Cutler gegen die Raiders nach verheilten Rippenbrüchen sein Comeback feiern wird. Noch unklar ist, ob Damien Williams oder Kenyan Drake die Position von Ajayi im Backfield einnehmen wird. Man darf davon ausgehen, dass Gase den Trend einer vereinfachten Offense weiterführen wird, und vermehrt kurze Pässe auf die beiden jungen Running Backs spielen lassen wird.

Raiders mit ähnlichen Problemen wie Dolphins

Auf kurze Pässe setzten auch die Raiders seit Beginn der Saison bereits im Überfluss. Allerdings ist die Raiders-Offense im Vergleich zur vergangenen Saison viel zu durchsichtig. Dabei hätte Quarterback Derek Carr einen Receiver-Corps, der jederzeit für Big Plays gut wäre. Michael Crabtree und Amari Cooper spielen bislang eine durchwachsene Saison, doch die lückenhafte Secondary der Dolphins wird von den beiden gefordert. "Du willst einerseits dominieren, andererseits darfst du es dir selbst in der Offense nicht zu schwer machen", sagte Amari Cooper, der bislang nur 50 Prozent seiner Zuspiele fangen konnte, im letzten Spiel aber womöglich zur alten Stärke zurückgefunden hat, über die stockende Offense. "Das ist ein schmaler Grat."

Oakland wird zudem im Run-Game neben DeAndre Washington auch wieder auf Marshawn Lynch zurückgreifen können. Beast Mode war nach einem Ausraster im Spiel gegen die Chiefs für ein Spiel gesperrt worden, weil er Schiedsrichter Julian Mapp am Trikot packte. "Jeder war aufgeregt", sagte Carr zur Lynch-Rückkehr. "Du vermisst einen Teamkollegen sehr, denn sie sind wie Brüder für dich. Deshalb freuen wir uns, dass er wieder zurück ist."

Die Raiders verbrachten die Woche in Sarasota an der Westküste Floridas, wo sie sich auf das Duell mit den Dolphins vorbereiteten. "Wir fühlen uns hier sehr wohl", sagte Raiders-Coach Jack Del Rio am Mittwoch. Angesprochen auf den Ajayi-Trade ließ Del Rio wenige Anpassungen in der Defense verlautbaren: "Die Dolphins werden jetzt nicht ihr Gesamtkonzept ändern, deshalb ändert sich für uns recht wenig."

Dennoch könnte eine weitere schwache Vorstellung in der Verteidigung zum Problem werden. Das Run-Blocking ist auch in der Bay Area nicht gerade furchteinflössend. Zudem könnte der harmlose Pass-Rush Cutler ausreichend Zeit für Pässe auf die Dolphins-Receiver DeVante Parker und Jarvis Landry geben, denn die Raiders-Secondary kann diese Schwächen nicht auffangen. Doch zuerst müssten sich die Dolphins aber ihre Plays einprägen, sonst wartet schon bald die nächste Tirade von Adam Gase auf sie.

Dolphins vs. Raiders - Preview im Kurzformat

Miami Dolphins (4-3) - Oakland Raiders (3-5) (Mo., 2.30 Uhr live auf DAZN)

  • Die Dolphins stehen bei der schlechtesten Punkte-Differenz aller Zeiten für ein Team mit einer Bilanz von 4-3 (-60).
  • In der Red Zone ist die Defense der Raiders besonders effektiv: In nur 40 Prozent der Fälle muss Oakland einen Touchdown hinnehmen. Im Gegenuzug gelingt ihnen in 65 Prozent der Red Zone Possessions ein Touchdown.
  • Der Defense der Dolphins gelangen bislang nur zwei Interceptions (geteilter 30. Platz), der Defense von Oakland sogar überhaupt keine. Über acht Spieltage ist dies einem Team der NFL zuletzt 1950 passiert.
  • In den vergangenen acht Spielen gelang Miami kein einziger Rushing Touchdown. Dies ist ein neuer Negativrekord für die Franchise aus Florida.
  • Der Running Back mit den meisten Rushing Yards im Dolphins Kader ist Damien Williams. Er konnte bislang satte 32 Rush-Yards sammeln.
  • Jarvis Landry verzeichnete in den ersten acht Spielen bereits 50 Catches, dies sind die zweitmeisten in der NFL.

Das SPOX-NFL-Tippspiel, Week 9:

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Insgesamt
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71-48

73-4674-45
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