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NFL Preview: Detroit Lions - Pittsburgh Steelers

The Sky is the Limit

Von Lukas Zahrer
Samstag, 28.10.2017 | 10:30 Uhr
Die Detroit Lions empfangen zum Sunday Night Game die Pittsburgh Steelers
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Die Detroit Lions (3-3) empfangen zum Sunday Night Game im Ford Field die Pittsburgh Steelers (5-2). Die Gastgeber hätten einen Sieg im Rennen um die Playoffs bitter nötig, gegen ein Team aus Pittsburgh mit einer ansteigenden Formkurve wird dies allerdings kein leichtes Unterfangen. Die Partie gibt es in der Nacht auf Montag (ab 1.25 Uhr) live auf DAZN zu sehen.

"The Sky is the Limit", sagte Steelers-Linebacker Bud Dupree nach dem Sieg in Week 7 gegen die Cincinnati Bengals. Nach einer desaströsen Vorstellung von Ben Roethlisberger gegen die Jacksonville Jaguars, ein Spiel, in welchem dem Star-Quarterback fünf Interceptions unterliefen, ist die Stimmung in Pittsburgh durch zwei überzeugende Spiele wieder richtig gut. Eine Euphorie, die durch kollektive Leistungssteigerungen zustande kam.

Diese wurde unter der Woche vor allem durch die Situation und ultimativ die Degradierung von Martavis Bryant in das Scout Team, das den Stammspielern primär zur Vorbereitung auf kommende Gegner dienen soll, gestört. Die Steelers haben mit Bryant über die vergangenen zwei Jahre viel Geduld bewiesen: Vier positive Drogentests brachten ihm eine Suspendierung für die gesamte Saison 2016 ein, doch die Franchise entschied sich dazu, weiterhin auf den Receiver zu zählen.

Nach dem Ruf Bryants nach mehr Einsatzzeit trotz schwacher Leistungen sahen sich die Verantwortlichen nun gezwungen, ihm vorerst eine Auszeit zu verpassen. Auch wenn Head Coach Mike Tomlin am Dienstag zunächst versicherte, Bryant nicht traden zu wollen, könnte ein Wechsel zu einer anderen Franchise vor der Deadline am kommenden Dienstag dennoch bevorstehen.

Heiße Offense, starker Steel Curtain

All die Nebengeräusche sollen aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Steelers momentan eine heiße Offense betreiben. Running Back Le'Veon Bell stand nach fünf gespielten Partien beispielsweise bei 371 Yards, allein in den letzten beiden Spielen gelangen ihm derer 313. Das Run Game dominiert, Bell wird mit Touches nur so überhäuft und Big Ben stellte zudem seine Fehlwürfe ab: Drei Touchdowns bei einer Interception stehen für Roethlisberger über den selben Zeitraum zu Buche.

Der dritte der Killer B's, Antonio Brown, führt die Liga mittlerweile deutlich mit 765 Receiving-Yards an. Der zweitplatzierte A.J. Green hat für über 200 Yards weniger Raumgewinn gesorgt. Alle haben in der Steelers-Offense zum Erfolg beigetragen, die bislang wechselhafte Verteidigung der Lions wird gewarnt sein.

Was aber etwas überraschend hinzukommt, sind die starken Leistungen der Steelers-Defense. Gegen Kansas City und Cincinnati ließ der Steel Curtain nur 28 beziehungsweise 71 Rushing-Yards zu, in den fünf Wochen zuvor waren es im Schnitt noch gegnerische 137 Yards. "Das Problem ist, dass die Defense derzeit extrem gut spielt, gegen Pässe, aber auch gegen den Rush", ist sich Lions-Quarterback Matt Stafford über die Stärke der Steelers-Defense im Klaren.

Die Steelers führen die Liga zudem in gegnerischen Yards per Play an und kassierten im Schnitt nur 16,6 Punkte pro Spiel. Zudem zeigte sich der Lions-Quarterback über den Pass-Rush um Dupree und Rookie T.J. Watt beeindruckt. "Sie rennen nicht mit vielen Blitzern auf Quarterbacks zu, aber sie sind sehr kreativ darin." Während die Lions-Defense nur bei jedem fünften Snap den gegnerischen Quarterback unter Druck setzt (Platz 31 in der NFL), schafft die Steelers-Line dies in rund 30 Prozent der Plays (Platz 7).

Harte Aufgabe für die Lions

Das stellt die Lions, die in ihrem letzten Spiel gegen die New Orleans Saints fünf Turnovers fabrizierten (drei davon brachten die Saints sogar in die Lions-Endzone), vor eine schwierige Aufgabe. Detroit verlor den verrückten Shootout mit 52:38 und wieder wurden die eklatanten Probleme in der Line aufgedeckt. In der letzten Woche war die Mannschaft von Head Coach Jim Caldwell dann nicht im Einsatz.

Die Lions, die eigentlich für ihre starke Offense um Stafford, dem bestbezahlten Spieler der Liga, bekannt sind, haben in letzter Zeit mit Big Plays gegeizt. Bei Spielzügen mit 20 oder mehr Yards Raumgewinn liegen die Lions ligaweit nur an der 26. Stelle.

Doch das ist für Stafford noch kein Grund zur Sorge: "Big Plays kommen auf viele unterschiedliche Wege zustande. Man kann das nicht erzwingen. Wenn wir auf den Platz gehen und unser Bestes geben, dann werden solche großen Raumgewinne auf natürlichem Wege kommen." Auch sein Gegenüber Roethlisberger ist sich dessen bewusst, und rät seiner Defense: "Bleibt lieber ein paar Meter weiter hinten, denn Stafford kann den Ball verdammt weit werfen."

Tate angeschlagen, Probleme in der Lions-Protection

Stafford muss gegen die Steelers allerdings vermutlich auf eines seiner Lieblingsziele verzichten. Golden Tate ist an der Schulter verletzt und für Sonntag mehr als fraglich, womit Marvin Jones vermutlich mehr Bälle sehen wird. Auch Tight End Eric Ebron, der in dieser Saison noch überhaupt nicht überzeugen konnte (26 Targets, 102 Yards, TD) könnte einen Teil der Workload bekommen.

"Er ist ein Typ, der jederzeit Big Plays liefern kann", sagte Tomlin über Ebron. "Du musst dir die Frage stellen, wie du ihn verteidigen willst: Er ist zu groß für einen Defensive Back, aber zu athletisch für einen Linebacker." Bislang konnte Ebron seine Physis aber nicht ausspielen.

Da Stafford bei den Lions wieder einmal wenig Entlastung über das Run Game bekommt und sich auch die Gegner vermehrt auf Pass-Plays einstellen, muss die Protection der O-Line funktionieren. Das war in den letzten Spielen nicht immer der Fall und führte sogar zu einer Knöchelverletzung ihres Quarterbacks, die über die Bye-Week aber wieder überstanden ist.

Sollte das Spiel in eine enge Schlussphase kommen, könnte Lions-Kicker Matt Prater eine entscheidende Rolle spielen. Der 33-Jährige, der mit 64 Yards den Rekord für das längste Field Goal der NFL-Geschichte hält, hat unter der Woche seinen Vertrag bei den Lions um weitere drei Jahre verlängert.

Geht es nach den Steelers, soll das Duell mit den Lions nicht zum Stolperstein werden, denn die Ziele sind größere. "The Sky is the Limit, aber eigentlich nicht einmal das. Wir gehen einfach noch weiter", lautet die Kampfansage von Dupree.

Lions vs. Steelers - Preview im Kurzformat

Detroit Lions (3-3) - Pittsburgh Steelers (5-2) (Mo., 1.25 Uhr live auf DAZN)

  • Die Pittsburgh Steelers haben in sechs ihrer sieben bisherigen Spiele mehr Yards als der Gegner zurückgelegt, während die Lions in ihren letzten fünf Spielen jeweils weniger Raumgewinn als ihre Kontrahenten verbuchen konnten.
  • Die Steelers sind das Team mit der besten Bilanz in der AFC - zusammen mit New England und Kansas City.
  • Die Lions erzwangen bisher 14 Turnover. Nur die Ravens und die Jaguars haben mehr, beide Teams haben ihre Bye Weeks aber noch vor sich.
  • Pittsburgh hat mit 24 Sacks zusammen mit den Carolina Panthers die zweitmeisten der NFL (Platz 1: Jacksonville mit 33 Sacks).
  • Im ersten Viertel konnten die Lions bislang 20 Punkte weniger erzielen als ihre Gegner (37:17).
  • Theo Riddick steht bei 18 Carries für 39 Yards. Allerdings wird er von Matt Stafford gerne angespielt: Nur Golden Tate hat mehr Receptions bei den Lions, und Riddick erzielt pro Reception im Schnitt 7,8 Yards.

Das SPOX-NFL-Tippspiel, Week 8:

Florian RegelmannAdrian FrankeMarcus Blumberg

Pascal

De Marco

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Bears @SaintsSaintsSaintsSaintsSaints
Chargers @PatriotsPatriotsPatriotsPatriotsPatriots
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Colts @BengalsBengalsBengalsBengalsBengals
Texans @SeahawksSeahawksSeahawksSeahawksSeahawks
Cowboys @RedskinsRedskinsCowboysCowboysRedskins
Steelers @LionsSteelersSteelersSteelersSteelers
Broncos @ChiefsChiefsChiefsChiefsChiefs
Week 712-310-513-212-3
Insgesamt
66-40

60-46

63-4364-42
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