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NFL Preview: Baltimore Ravens - Miami Dolphins

Alles anders ohne Cutler?

Donnerstag, 26.10.2017 | 16:00 Uhr
Die Ravens empfangen zum Thursday Night Game in Week 8 die Miami Dolphins
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Week 8 - die NFL-Saison ist schon bei der Halbzeitmarke angekommen! Die Baltimore Ravens (3-4) empfangen zum Auftakt in den achten Spieltag die Miami Dolphins (4-2) und insbesondere Baltimore muss unbedingt gewinnen. Miami kommt allerdings als Wildcard daher - Matt Moore übernimmt zumindest vorerst für Jay Cutler und konnte die Dolphins zum Comeback-Sieg über die Jets führen. Gibt's auch einen Sieg in Baltimore? Die Partie läuft in der Nacht zum Freitag (ab 2.25 Uhr) live auf DAZN!

Die Reaktion der Fans war ziemlich deutlich: Die Zuschauer in Miami jubelten am Sonntag, als im Spiel gegen die Jets der Quarterback-Tausch vollzogen wurde. Bereits in den vergangene Wochen hatte man deutliche Rufe nach Backup Matt Moore von den Rängen vernommen, der schon von Natur aus kritisch gesehene Jay Cutler hatte wenig gezeigt, das Hoffnung auf eine Trendwende in der harmlosen Offense hätte machen können.

Nun erfolgte der Quarterback-Wechsel selbstredend nicht freiwillig, vielmehr zog sich Cutler gegen New York während seines bis dato besten Saisonspiels mehrere Rippenbrüche zu und wird wohl mindestens das Spiel gegen die Ravens verpassen. Und doch lässt sich nicht von der Hand weisen, dass die Offense mit Moore deutlich besser aussah als in den vergangenen Wochen mit Cutler.

Ganz besonders sichtbar war das bei den Big Plays. Moore wurde seinem Ruf voll gerecht und verschwendete keine Zeit mit viel Kurzpassspiel - vielmehr prägten lange Pässe seinen Auftritt quasi von Anfang an. Längst nicht immer fehlerfrei, doch zumindest gab er seinen Receivern Möglichkeiten, um ihrerseits Plays zu machen. Genau dieses Element und die Aggressivität hatte mit Cutler zuvor so häufig komplett gefehlt.

Das Hauptproblem allerdings ist und bleibt das schwächelnde Run Game. Jay Ajayi tut sich bislang in dieser Saison extrem schwer, maßgeblich bedingt durch sehr schlechtes Run-Blocking. Nicht umsonst stehen die Dolphins, für die das Run Game eigentlich die offensive Identität darstellen soll, mit 3,3 Yards pro Run auf dem vorletzten Platz und haben ligaweit als einziges Team noch keinen Rushing-Touchdown erzielt. Cutlers Defizite kamen so logischerweise noch stärker zur Geltung.

Baltimores Suggs: "Im Moment sind wir schlecht"

In der Hinsicht allerdings könnte ausgerechnet das Ravens-Spiel einen Wendepunkt markieren, ist die Ravens-Front bislang doch mehr als anfällig. Kein Team lässt mehr Rushing-Yards pro Spiel (145,3) zu, nur neun Teams kassieren mehr Yards pro Run als Baltimore (4,4). Natürlich spielte der Ausfall von Defensive Tackle Brandon Willams, der gegen Minnesota sein Comeback gab, dabei eine große Rolle. Die im Vorfeld so hochgelobte Ravens-Defense aber bleibt insgesamt seit Wochen hinter den Erwartungen zurück.

"Im Moment sind wir schlecht", gab Pass-Rusher Terrell Suggs ganz offen zu, Dolphins-Coach Adam Gase aber will von alledem nichts wissen: "Das ist eines dieser Matchups - wenn man sich das Tape anschaut, dann passt das nicht zu den Statistiken. Denn man sieht, dass sie viele Dinge machen, die es dir sehr erschweren. In meinen Spielen gegen Baltimore war das immer sehr harte Arbeit. Sie haben einige explosive Runs zugelassen, aber sehr viele Runs gegen sie waren auch überhaupt nicht gut."

Sollte es Miami auch diese Woche tatsächlich wieder nicht gelingen, das Run Game aufzuziehen, dann wird gegen eine noch immer sehr gut besetzte Secondary viel auf Moores Schultern liegen. Doch falls das Spiel gegen die Jets irgendeine Tendenz verrät, so ist es wohl die: Moore gibt den Dolphins Stand heute in jedem Fall mehr Chancen auf Big Plays als das bei Cutler der Fall war.

Die zahnlose Ravens-Offense

Die Ravens-Offense auf der anderen Seite? Man weiß gar nicht so recht, wo man beginnen soll. Die Offensive Line ist halbwegs solide, jedenfalls besser, als man nach der Verletzung von Marshal Yanda befürchten musste. In etwa dort kann man dann mit den positiven Meldungen aber auch schon aufhören.

Das Passspiel ist eine Katastrophe und das ligaweit ineffizienteste. Joe Flacco spielt eine ganz schwache Saison, bekommt allerdings von seinem Wide-Receiver-Corps auch nicht allzu viel Hilfe. Und das könnte gegen Miami so richtig düster aussehen: Michael Campanaro und Jeremy Maclin (beide Schulter) sowie Breshad Perriman und Mike Wallace (beide Gehirnerschütterung) sind angeschlagen, alle könnten möglicherweise ausfallen.

Dementsprechend wenig könnte es ins Gewicht fallen, dass sich die Dolphins unter der Woche dazu entschieden, Cornerback Byron Maxwell nach zuletzt enttäuschenden Auftritten zu entlassen und stattdessen voll auf Rookie Cordrea Tankersly zu bauen. Der wurde gegen die Jets zwar zwei Mal zum Touchdown geschlagen und war auch etwa gegen die Saints in London mehrfach der bevorzugte Angriffspunkt von Drew Brees. In diesem Spiel aber sollte er deutlich weniger Probleme haben.

Woher also soll die Pass-Produktion gegen Miami kommen? Die Ravens leben von nichts anderem als kurzen Pässen zu Tight Ends und Running Backs, und hier gibt es sogar ein wenig Hoffnung. Running Back Javorius Allen führt das Team in Catches an, gegen die Vikings hatte er elf (!) Targets - die Dolphins auf der anderen Seite haben zuletzt mehrfach offenbart, dass sie mit Screen-Pässen und dergleichen große Schwierigkeiten haben.

Ravens vs. Dolphins - Preview im Kurzformat

Baltimore Ravens (3-4) - Miami Dolphins (4-2) (Fr., 2.25 Uhr live auf DAZN)

  • Es ist das Duell der beiden bislang ineffizientesten Passing Games der NFL - zumindest in puncto Yards pro Pass. In dieser Kategorie nämlich rangiert nur Baltimore (5,3) noch hinter den Dolphins (5,8). Miami hat als einziges Team in dieser Saison noch keinen Passspielzug von über 40 Yards auf dem Konto, Flacco warf gegen Minnesota am Sonntag ganze drei Pässe von über zehn Yards Downfield.
  • Die Ravens auf der anderen Seite sind eines von fünf Teams, das offensiv weniger Touchdowns (6) als Interceptions (8) produziert hat.
  • Außerdem haben nur Chicago (56), Buffalo (61) und Cincinnati (63) weniger First Downs über den Pass geholt als Miami (65) und Baltimore (66) - die Ravens natürlich mit einem Spiel mehr als die Dolphins.
  • Kenny Stills könnte trotz aller Kritik am Passspiel ein cleveres Fantasy-Play sein: 14 Catches, 163 Yards und zwei Touchdowns in fünf Spielen mit Cutler - vier Catches, 42 Yards und zwei Touchdowns in knapp zwei Vierteln mit Moore am Sonntag gegen die Jets.
  • Ein großes Problem für Baltimore wird das Duo Suh/Wake. Suh hatte gegen die Jets schon wieder einen Sack, einen Hit und vier Quarterback-Hurries, während er einer der besten Run-Verteidiger auf dem Platz war. Wake legte drei Sacks und drei QB-Hurries auf, während er zudem zwei Holding-Strafen zog - bei nur 18 Pass-Rush-Snaps.
  • Das Run Game mit 4,2 Yards pro Run, 120 Rushing-Yards pro Spiel und vier Rushing-Touchdowns war bislang noch so etwas wie das Rückgrat der Ravens-Offense. Können Suh und Co. das stoppen, wird es sehr schwer für Baltimore.

Das SPOX-NFL-Tippspiel, Week 8:

Florian RegelmannAdrian FrankeMarcus Blumberg

Pascal

De Marco

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Vikings @BrownsVikingsVikingsVikingsVikings
Falcons @JetsFalconsFalconsFalconsFalcons
Panthers @BucsPanthersPanthersBuccaneersBuccaneers
49ers @EaglesEaglesEaglesEaglesEagles
Bears @SaintsSaintsSaintsSaintsSaints
Chargers @PatriotsPatriotsPatriotsPatriotsPatriots
Raiders @BillsBillsRaidersRaidersBills
Colts @BengalsBengalsBengalsBengalsBengals
Texans @SeahawksSeahawksSeahawksSeahawksSeahawks
Cowboys @RedskinsRedskinsCowboysCowboysRedskins
Steelers @LionsSteelersSteelersSteelersSteelers
Broncos @ChiefsChiefsChiefsChiefsChiefs
Week 712-310-513-212-3
Insgesamt
66-40

60-46

63-4364-42
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